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Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die polnische Förderbank Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK) haben heute die Unterzeichnung von Finanzierungsverträgen für den Bau der Łagiewnicka, eines Abschnitts der südlichen inneren Umgehungsstraße Krakaus, und einer neuen Straßenbahnlinie, bekanntgegeben. Das EIB-Darlehen ist durch eine Garantie im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert, der das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa bildet.

Mit einem Darlehen von 400 Millionen Zloty (rund 93 Millionen Euro) ist die EIB ein wichtiger Geldgeber für das Projekt. Die BGK stellt weitere Mittel in Höhe von 298 Millionen Zloty (rund 69,3 Millionen Euro) bereit. Die Łagiewnicka, eine 3,7 Kilometer lange Ringstraße mit zwei Richtungsfahrbahnen, Tunneln und einer 1,7 Kilometer langen Straßenbahnlinie, ist ein wichtiges Projekt, um die Verkehrsüberlastung in Krakau zu verringern. Es wird nicht nur die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs verbessern, der schneller, komfortabler und zuverlässiger wird, sondern auch dazu führen, dass weniger Menschen das eigene Auto nutzen. Dadurch nimmt auch die Luftverschmutzung ab. Außerdem wird durch den Bau von planfreien Kreuzungen für mehr Sicherheit im Verkehr gesorgt. Die Bauarbeiten an der Łagiewnicka beginnen voraussichtlich noch 2017 und dürften Ende 2020 abgeschlossen sein.

Der für Finanzierungen in Polen zuständige EIB-Vizepräsident Vazil Hudák sagte: Die Förderung nachhaltiger Verkehrslösungen gehört zu den vorrangigen Zielen der EIB. Dazu passt das Łagiewnicka-Projekt hervorragend. Unser Darlehen wird dazu beitragen, einen großen Verkehrsengpass in der Stadt zu beseitigen und der geringere Ausstoß von schädlichen Autoabgasen wird sich positiv auf die Umwelt auswirken. Dadurch wird sich die Lebensqualität der Einwohner Krakaus entscheidend verbessern.“

Pawel Nierada, erster Vizepräsident des Verwaltungsrats der BGK, fügte hinzu: „Die Aufgabe der polnischen Förderbank Bank Gospodarstwa Krajowego ist es, Projekte zu finanzieren, die zu einer besseren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen beitragen und den polnischen Bürgern ein sichereres und komfortableres Leben ermöglichen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses für die Menschen in der Stadt sehr wichtige Projekt unterstützen. Die BGK arbeitet seit langem mit der Stadt Krakau zusammen; als professioneller und engagierter Partner helfen wir der Stadt dabei, kommunalen Wohnraum zu schaffen und unterstützen das lokale Unternehmertum.“

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission für Beschäftigung, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit Jyrki Katainen stellte fest: „Um die für die Wirtschaft notwendigen Infrastrukturen zu modernisieren, sind kontinuierliche Investitionen notwendig. Der heutige Finanzierungsvertrag zeigt, wie die Investitionsoffensive für Europa entscheidend dabei helfen kann, die Investitionen zu mobilisieren, die für die Umsetzung dieser Projekte benötigt werden.“

Jacek Majchrowski, Bürgermeister von Krakau, erklärte: „Die Łagiewnicka ist für Krakau eines der wichtigsten Investitionsvorhaben der kommenden Jahre. Sein entscheidender Bestandteil ist die Straßenbahnlinie, die das Wohngebiet Kurdwanów mit der Zakopiańska-Straße verbindet. Außerdem kann erst durch die Łagiewnicka der westliche Teil der sogenannten dritten Umgehungsstraße von Krakau, der die Straßen Pychowicka und der Zwierzyniecka umfasst, gebaut werden. Das Projekt trägt dazu bei, dass der Verkehr im Zentrum Krakaus, insbesondere in der Gegend der Aleje Trzech Wieszczów, verringert wird. Außerdem wird das bisher über das Zentrum verlaufende Verkehrsaufkommen zwischen den verschiedenen Bezirken von dort wegverlagert, was ebenfalls zur Reduzierung der Abgase beiträgt. Deshalb freue ich mich sehr, dass zentrale Institutionen und die Europäische Investitionsbank dieses wichtige Investitionsvorhaben für die Krakauer Bürger unterstützen. Ich bin mir sicher, dass die Zusammenarbeit zwischen dem polnischen Staat und internationalen Finanzierungsinstitutionen fortgesetzt wird.“

Das langfristige Darlehen der EIB mit attraktiven Konditionen wurde an die Trasa Łagiewnicka SA vergeben, eine Zweckgesellschaft, die die Stadt 2016 gegründet hatte. Die Stadt hatte sich dafür entschieden, dass vom polnischen Entwicklungsfonds (PFR) Quasi-Eigenkapital bereitgestellt werden soll. Das Hauptbauunternehmen ist das Budimex/Ferrovial-Konsortium, das in einem offenen Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erhalten hatte.