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Neues Rathaus in Gembloux: erstes „Smart Cities & Sustainable Development“-Projekt der EIB und der Belfius-Bank in Belgien

Die belgische Stadt Gembloux beschloss 2007, ein neues Rathaus zu bauen, um ihre Verwaltungsdienste an einem Standort zusammenzuführen und damit effizienter zu machen. Das neue Gebäude sollte sich durch einen innovativen und nachhaltigen Charakter auszeichnen. Dieses Projekt stand mit der Strategie für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt und ihren Zielen für 2020 in Einklang und sollte deutlich zu einer Wiederbelebung des Stadtzentrums beitragen. Somit erfüllt das Vorhaben umfassend die Kriterien des Finanzierungsprogramms „Smart Cities & Sustainable Development“, das im vergangenen Jahr als erstes Programm dieser Art von der Belfius-Bank und der Europäischen Investitionsbank (EIB) ins Leben gerufen wurde. Heute haben Vertreter der Stadtverwaltung sowie der EIB und der Belfius-Bank das neue „intelligente und nachhaltige“ Rathaus eingeweiht. Es wurde als erstes Projekt Walloniens und ganz Belgiens mit Unterstützung des einzigartigen Finanzierungsprogramms „Smart Cities & Sustainable Development“ realisiert.

Gleich nach dem Start des Programms hatte die Stadt Gembloux einen Finanzierungsantrag für ihr neues Rathaus eingereicht. Bei der Prüfung des Antrags wurde rasch klar, dass das Projekt nicht nur innovativ und nachhaltig ist, sondern auch einen strategischen und integrierten Ansatz verfolgt. Als Argumente für eine Vergabe zinsgünstiger Finanzierungsmittel wurden vor allem die folgenden Kriterien berücksichtigt:

  • Zugänglichkeit für Personen mit eingeschränkter Mobilität;
  • Energieeffizienz: Isolierung, Luftdichtheit, geringeres Überhitzungsrisiko, Energieeinsparungen, Belüftung, Regenwassersammlung, Solarmodule, Beleuchtung usw.;
  • Funktionalität;
  • Nachhaltigkeit.

Die Belfius-Bank und die EIB kamen daher zu dem Schluss, dass das Projekt einen deutlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet und insbesondere anderen Gemeinden als Beispiel dienen könnte.

„Mit ihrer Entscheidung für eine nachhaltige, innovative und tragbare Investition ist die Stadt Gembloux in das 21. Jahrhundert eingetreten“, so Benoît Dispa, Bürgermeister von Gembloux. „Diese Investition ist  sowohl für die Stadtentwicklung als auch für den öffentlichen Dienst beispielhaft und sinnvoll.“

„Smart Cities & Sustainable Development“ – ein Programm der Belfius-Bank und der EIB

Das Finanzierungsprogramm „Smart Cities & Sustainable Development“ wurde im Juni 2014 von der Belfius-Bank und der EIB ins Leben gerufen. Für die Durchführung „intelligenter und nachhaltiger“ Projekte werden Gemeinden in Belgien insgesamt 400 Millionen Euro bereitgestellt. Die Vorhaben sollen Städte zu „Smart Cities“ machen, besonders im Hinblick auf die Bereiche Mobilität, Stadtentwicklung und Energieeffizienz.

Das Programm soll die Finanzierungskosten für die Gemeinden, öffentlichen Sozialhilfezentren und interkommunalen Versorgungsbetriebe auf ein Minimum senken, damit sie in der Lage sind, ihre innovativen und nachhaltigen Vorhaben durchzuführen. Die Mittel werden jeweils zur Hälfte von der EIB und der Belfius-Bank zur Verfügung gestellt.

Etwas über ein Jahr nach dem Start des Programms kann eine äußerst positive Bilanz gezogen werden. Als erstes Projekt des Programms in Wallonien und ganz Belgien wurde das neue Rathaus von Gembloux heute eingeweiht. Derzeit werden zahlreiche weitere „intelligente“ Projekte von Städten und Gemeinden oder interkommunalen Versorgungsbetrieben geprüft. Dies zeigt, dass die „Smart Cities“-Bewegung in Belgien großen Anklang gefunden hat.

Pim van Ballekom, Vizepräsident der EIB, freute sich über den Erfolg des Finanzierungsprogramms und erklärte: „Das Programm „Smart Cities & Sustainable Development“ ist das erste seiner Art – nicht nur in Belgien, sondern in ganz Europa. Es soll die „Smart Cities“-Initiative ins Rollen bringen, damit diese zur neuen Norm für die Entwicklung der Städte und Gemeinden der Zukunft wird. „Intelligente, inklusive und nachhaltige“ Projekte, wie in der Strategie 2020 der Europäischen Union vorgesehen, werden für diese Städte und Gemeinden als Wachstumsmotoren fungieren und ihren Bürgern zugutekommen.“

Dirk Gyselinck, Vorstandsmitglied der Belfius-Bank, fügte hinzu: „Wenn sie attraktiv bleiben wollen, haben Städte – unabhängig von ihrer Größe – keine andere Wahl als sich zu „intelligenten Städten“ zu entwickeln. Wenn es auch an Ideen nicht mangelt, so stellt die Finanzierung noch oft ein Hindernis für die Realisierung der Projekte vor Ort dar. Um die Durchführung dieser zahlreichen „Smart“-Projekte zu ermöglichen, die derzeit überall im Land in den Schubladen liegen oder bereits vorbereitet werden, hat Belfius mit der EIB das Programm „Smart Cities & Sustainable Development“ aufgelegt.“

Weitere Informationen zur „Smart Cities“-Strategie der Belfius-Bank finden Sie unter: https://www.belfius.be/smartcities