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Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen von 3,4 Milliarden Zloty (800 Millionen Euro) an die Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK). Die Mittel sind für den Bau der Umgehungsstraße von Warschau und einer Schnellstraße in Westpolen bestimmt.

Ein langfristiges Darlehen von 550 Millionen Euro dient der Finanzierung des Baus mehrerer Abschnitte der Schnellstraße S5, die von der Autobahn A1 in der Nähe von Graudenz über Bromberg bis Breslau verlaufen wird. Die neuen Schnellstraßenabschnitte werden eine Gesamtlänge von 162,5 km haben und die Städte Nowe Marzy, Bromberg und Großmöllen sowie Wronczyn und Radomicko miteinander verbinden.

Mit einem weiteren langfristigen Darlehen von 250 Millionen Euro unterstützt die Bank den Bau des 18,6 km langen südlichen Abschnitts der Umgehungsstraße von Warschau zwischen der Puławska- und der Lubelska-Straße. Im Rahmen dieses Projekts wird die EIB auch den Bau einer neuen Brücke über die Weichsel unterstützen, die die Kapazitätsengpässe auf den bestehenden acht Straßenbrücken verringern wird. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Fernverkehr im Bereich der polnischen Hauptstadt flüssiger zu machen.

Beide Projekte sind so konzipiert, dass sie die Straßenverkehrssicherheit erhöhen und die Umwelt schützen. Zu diesem Zweck werden Lärmschutzwände, Wildbrücken und Entwässerungsanlagen errichtet werden. Wegen der Größe der Vorhaben wird während der Bauzeit mit einem erheblichen vorübergehenden Beschäftigungseffekt gerechnet.

Der für Finanzierungen in Polen zuständige EIB-Vizepräsident László Baranyay erklärte: „Die Mittel der EIB werden dazu beitragen, Engpässe zu beseitigen und die Fahrzeiten auf diesen Fernverbindungen zu verkürzen, indem sie zusätzliche Kapazitäten schaffen und den Reisekomfort und die Verkehrssicherheit erhöhen. Letztlich wird dadurch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Polens und die Lebensqualität seiner Einwohner gesteigert.“

Dariusz Kacprzyk, der Präsident der BGK, fügte hinzu: „Die BGK erbringt seit mittlerweile elf Jahren professionelle Dienstleistungen für den Nationalen Straßenfonds. Bis heute haben wir dazu beigetragen, reibungslose Finanzierungen für Straßenverkehrsvorhaben im Gesamtumfang von fast 100 Milliarden Zloty (etwa 25 Milliarden Euro) bereitzustellen. Ein Teil der Finanzierungsmittel stammt von ausländischen Partnern wie der EIB, mit der die BGK einschließlich des heutigen Darlehens insgesamt 29 Darlehensverträge über einen Gesamtbetrag von 11,1 Milliarden Euro für den Nationalen Straßenfonds abgeschlossen hat.“

Die meisten der von der EIB in Polen bereitgestellten Darlehen waren für den Verkehrssektor bestimmt. Die von der EIB seit Beginn ihrer Tätigkeit in Polen im Jahr 1990 für Verkehrsprojekte bereitgestellten Finanzierungsbeiträge machten rund 40% der von ihr in diesem Zeitraum insgesamt in dem Land vergebenen Darlehen aus. Vergangenes Jahr stellte die EIB über 1,8 Milliarden Euro für den Bau mehrerer Abschnitte des polnischen Schnellstraßennetzes bereit.

Die Bank der Europäischen Union arbeitet seit vielen Jahren mit der BGK, dem Ministerium für Infrastruktur und Entwicklung sowie der Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen Polens (Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad – GDDKiA) zusammen mit dem Ziel, das polnische Straßen- und Autobahnnetz zu verbessern. Die BGK fungiert als Darlehensnehmer für den Nationalen Straßenfonds der Republik Polen, die GDDKiA ist der Projektträger. Das Darlehen der EIB ist mit einem hohen finanziellen Zusatznutzen verbunden, da dem Fonds langfristige Finanzierungsmittel zu niedrigeren Kosten zur Verfügung gestellt werden.