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Brüssel, den 16. Juni 2014 Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Finanzierungsinstitution der Europäischen Union, hat mit dem belgischen Pharmaunternehmen UCB den Vertrag über die Bereitstellung von höchstens 75 Millionen Euro im Rahmen ihres Instruments „Forschungsfinanzierung mit gemeinsamem Risiko“ für die Entwicklung ausgewählter Arzneimittel unterzeichnet. Die Rückzahlungen an die EIB sind an das Erreichen bestimmter vorab festgelegter Meilensteine gekoppelt.

Es handelt sich um ein innovatives Finanzierungskonzept und die erste Transaktion dieser Art, die speziell auf die Unterstützung solcher Projekte zugeschnitten ist. Sie soll Modellcharakter haben in Bezug auf die Katalysatorwirkung. Risiken und Vergütung sollen zwischen den Partnern geteilt werden. Dadurch erhält die UCB Anreize, ehrgeizige Ziele für ihre Investitionen in vielversprechende Entwicklungsprogramme zu verfolgen.

Die zu unterstützenden Programme betreffen Arzneimittel in verschiedenen Entwicklungsstadien, die Millionen von Patienten helfen können. Sie wurden aus dem umfangreichen Portfolio von potenziell bahnbrechenden Arzneimitteln der UCB ausgewählt. Die EIB und UCB werden als Partner in regelmäßigen Abständen die Entwicklungsetappen und die Meilensteine der Programme überprüfen, die dadurch beschleunigt werden, dass sie die Entwicklungsaktivitäten gemeinsam unterstützen und die EIB aktiv an der Entwicklung der Programme beteiligt ist.

Roch Doliveux, CEO der UCB, kommentierte die Vereinbarung wie folgt: „Wir konzentrieren uns darauf, innovative Arzneimittel für Menschen zu entwickeln, die an schwerwiegenden neurologischen und immunologischen Erkrankungen leiden. Wir freuen uns, dass die EIB die Spitzenforschung und Innovationsfähigkeit unseres Unternehmens anerkennt und die UCB als ihren ersten Partner für ihr neues Programm „Forschungsfinanzierung mit gemeinsamem Risiko“ gewählt hat. Sie beschleunigt damit die Entwicklung mehrerer vielversprechender Vorhaben der Projektpipeline der UCB.“ 

EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom erklärte: „Wir freuen uns über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der UCB bei dieser bahnbrechenden Operation. Mit ihrer umfangreichen Pipeline von Wirkstoffen in der Entwicklung sowie ihrer Fachkompetenz steht die UCB an der Spitze der Branche. Diese Operation verdeutlicht die Fähigkeit der EIB zur direkten Beteiligung und zur Risikoübernahme sowie ihre Rolle bei der Förderung wichtiger FuE-Aktivitäten. Wir möchten Wegbereiter sein und demonstrieren, dass innovative Finanzinstrumente wie die Finanzierung von Entwicklungsaktivitäten auf Risikoteilungsbasis von besonderem Nutzen sind im Hinblick auf die Stärkung von Forschung und Entwicklung in Europa. Dies ist für die Zukunft Europas von größter Bedeutung.“

Die Partnerschaftsvereinbarung zwischen der EIB und der UCB ist gleichzeitig die erste Transaktion auf Risikoteilungsbasis, die im Rahmen des Programms „InnovFin - EU-Mittel für Innovationen“ unterzeichnet wird. Dieses Programm wurde von der Europäischen Kommission und der EIB-Gruppe gemeinsam eingerichtet. Das Produkt „InnovFin - Großprojekte“ ist speziell darauf ausgerichtet, den Zugang zu Risikokapital für Forschungs- und Innovationsprojekte in der Europäischen Union zu erleichtern.

Hinweis an die Redaktion

Über die UCB 

Die UCB, Brüssel, Belgien (www.ucb.com), ist ein weltweit tätiges Biopharma-Unternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Medikamente und Lösungen spezialisiert hat, die das Leben von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen des Immun- und des zentralen Nervensystems radikal verändern könnten. Das Unternehmen beschäftigt über 8 500 Mitarbeiter in rund 40 Ländern und hat 2013 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro erzielt. UCB wird an der Brüsseler Börse Euronext notiert. UCB). Folgen Sie uns auf Twitter: @UCB_news

Über die Europäische Investitionsbank (EIB) 

Die EIB ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Finanzierungen für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen. In Einklang mit dem Ziel der EU in Bezug auf die Schaffung einer wissensbasierten Wirtschaft in der EU hat die EIB im vergangenen Jahr mehr als 15 Milliarden Euro für Vorhaben bereitgestellt, die zur Umsetzung dieses Ziels beitragen, Davon entfielen 8,5 Milliarden auf FEI-Programme.

Über die EIB und InnovFin - EU-Mittel für Innovationen

Die EIB-Finanzierung zugunsten der UCB fällt unter das Programm InnovFin - Großprojekte, das entwickelt wurde, um den Zugang zu Risikokapital für größere Unternehmen, Universitäten und öffentliche Forschungseinrichtungen, FuI-Infrastruktureinrichtungen (einschließlich innovationsfördernder Einrichtungen), öffentlich-private Partnerschaften und Zweckgesellschaften, die FuI-Projekte durchführen, zu erleichtern. In die Förderung eingeschlossen sind auch Projektträger, die „First-of-a-kind“-Projekte und Demonstrationsprojekte in industriellem Maßstab durchführen. Die Endkreditnehmer können Unternehmen und andere Organisationen mit Sitz in einem Mitgliedstaat oder assoziierten Staat sein. Darlehen zwischen 25 Millionen und 300 Millionen Euro werden von der Europäischen Investitionsbank direkt vergeben.

InnovFin - Großprojekte“ ist Teil und Ergänzung des Programms „InnovFin – EU-Mittel für Innovationen“, und bietet eine Palette von maßgeschneiderten Finanzprodukten und Beratungsleistungen der EIB-Gruppe, die innovativen Unternehmen und Organisationen in Europa den Zugang zu Kapital erleichtern sollen. Diese neue Generation von Finanzinstrumenten und Beratungsdiensten wurde am 12. Juni 2014 ins Leben gerufen. In den nächsten sieben Jahren sollen im Rahmen von InnovFin-Produkten über 24 Milliarden Euro zur Finanzierung von FuI-Investitionen zur Verfügung gestellt werden.

Für die Garantien und Darlehen im Rahmen von InnovFin werden Mittel, die für Horizont 2020 - das neue EU-Forschungsprogramm für den Zeitraum 2014-2020 - bestimmt sind, sowie Mittel der EIB-Gruppe bereitgestellt. Sie verfolgen damit das gemeinsame Ziel der Förderung von FuI-Aktivitäten.

UCB press conference