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Der französische Gemeindeverband CREA (Communauté d’agglomération de Rouen Elbeuf Austreberthe) und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben einen Finanzierungsvertrag für die Beschaffung von 27 neuen Großraumzügen und die Modernisierung der Bahninfrastruktur abgeschlossen.

Der Finanzierungsvertrag über 60 Mio EUR wurde heute von EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive und CREA-Präsident Laurent Fabius unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand in einem Betriebshof der Verkehrsgesellschaft von Rouen (TCAR) statt, wo die neuen Züge derzeit getestet werden. Die Inbetriebnahme ist für den Sommer vorgesehen.

Mit den 27 neuen Stadtbahnzügen, die großräumiger, attraktiver und bequemer sind, kann täglich ein zusätzliches Fahrgastaufkommen von 40 000 Personen bewältigt werden. Die Züge sind klimatisiert, mit Ansage- und Anzeigesystemen ausgestattet und in Niederflurbauweise konzipiert, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Die aus Verbundwerkstoffen hergestellten Züge sind darüber hinaus umweltfreundlich – sie sind zu 98% wiederverwertbar und verbrauchen 10% weniger Energie.

Der Finanzierungsvertrag wird dazu beitragen, den öffentlichen Nahverkehr im Einzugsbereich des Gemeindeverbands qualitativ und quantitativ zu verbessern und dadurch das gesamte öffentliche Verkehrsnetz wesentlich attraktiver zu gestalten. Für die Beschaffung der Züge und die Durchführung der Arbeiten, die für ihre Inbetriebnahme erforderlich sind, stellt CREA 125 Mio EUR bereit. Mit diesen Mitteln wird auch die besonders stark frequentierte Haltestelle Saint-Sever saniert. Die Haltestelle soll vergrößert werden und eine neue Ausstattung erhalten, um den Zugang, den Komfort und die Sicherheit der Fahrgäste zu verbessern. Die Endstation Boulingrin und die Haltestelle Technopôle werden ebenfalls saniert und ausgebaut, um den Reisekomfort zu erhöhen. Die Brücke Jeanne d’Arc soll verstärkt werden. Diese Arbeiten werden vor der Inbetriebnahme der Züge im Sommer abgeschlossen sein.

„Unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit CREA kommt einem Projekt zugute, das zur nachhaltigen Stadtentwicklung beiträgt. Ein nachhaltiger Nahverkehr gehört zu den vorrangigen Zielen der EU. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum sozialen Zusammenhalt der Regionen und verbessert somit unmittelbar die Lebensqualität der Bevölkerung“, unterstrich EIB-Vizepräsident Philippe de FONTAINE VIVE anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

„Nach dem Nahverkehrsprojekt TEOR ist dieses Vorhaben das zweite Projekt, das CREA gemeinsam mit der EIB durchführt. Das Großvorhaben trägt dazu bei, die Qualität unseres Nahverkehrsangebots deutlich zu verbessern. Durch diese Zusammenarbeit können wir unser umfangreiches Investitionsprogramm umsetzen, ohne uns finanziell zu übernehmen“, erklärte CREA-Präsident Laurent FABIUS.

Das Darlehen ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die EIB in Frankreich den Nahverkehr und die Stadtentwicklung unterstützt. Die Vorhaben tragen dazu bei, die Energiebilanz und die Lebensqualität in den Städten zu verbessern. Die EIB ist der wichtigste Geldgeber in Frankreich für nachhaltige Nahverkehrsprojekte. Sie stellt ihre gesamte Erfahrung und ihre Fachkenntnisse im technischen und finanziellen Bereich zur Verfügung und bietet attraktive Finanzierungskonditionen, damit die Gebietskörperschaften öffentliche Verkehrsangebote erarbeiten können, die eine gute Alternative zum motorisierten Individualverkehr darstellen. Allein 2011 hat die Bank Nahverkehrs- und Stadtentwicklungsprojekte in Frankreich mit gut 1 Mrd EUR unterstützt. Insgesamt beteiligte sie sich damit nunmehr an der Finanzierung von 27 Straßenbahnprojekten in ganz Frankreich. 2011 gewährte die EIB französischen Gebietskörperschaften Darlehen von 1,7 Mrd EUR für Vorhaben in Schlüsselbereichen wie Verkehr, Stadtentwicklung und Energieeffizienz. Dieser Betrag entspricht 35% ihrer gesamten Finanzierungstätigkeit in Frankreich.