Stellen Sie sich ein kleines digitales Gerät vor, das Ihre Gesundheit überwacht und Ihre Energierechnung senkt.

Über das Internet ruft das Gerät die Wettervorhersage ab und stellt Ihre Heizung hoch, falls eine Kaltfront droht. Es misst die Luftfeuchtigkeit und -qualität in jedem Raum und stellt die Klimaanlage optimal ein, um im Hochsommer der Hitze zu trotzen.

Es weiß, wann Ihr Heizkessel reparaturbedürftig ist. Wenn Sie auf dem Weg nach Hause sind, wirft es schon mal die Heizung oder die Klimaanlage an. Es macht Ihnen sogar eine Tasse Tee, wenn Sie morgens aufwachen.

Schon gut, es macht Ihnen keinen Tee. Aber alle anderen Aufgaben erledigen die neuesten Thermostate von Tado problemlos. Hausbesitzer sparen mit den Produkten des Münchner Unternehmens Geld und Nerven.

Smarte Thermostate ersetzten alte Technik

„Die heutige Technik zur Steuerung von Heizungen und Klimaanlagen ist sehr alt“, sagt Christian Deilmann, der Tado 2011 mitbegründete. „Wohnungen und Gebäude müssen viel intelligenter geheizt und gekühlt werden. Unsere Geräte füttern Heizungsanlagen mit unterschiedlichen Daten und machen sie so smart.“

>@TADO
Tado-Mitbegründer Christian Deilmann ist stolz auf seine Produkte, die Heizungsanlagen mit Daten füttern und sie smart machen ©TADO

Mit den „smarten“ Thermostaten von Tado können mehr als 30 Prozent der Energiekosten von Wohnungen und Häusern gespart werden. Dabei kostet ein Starterkit nur 200 Euro – wenig gegenüber dem Preis einer Gebäudedämmung. Und falls die Heizkosten nicht deutlich zurückgehen, können die Kunden das Gerät sogar zurückgeben.

 „Dank des Internets gibt es heute intelligente Schalter, intelligente Schlösser, intelligente Lampen, intelligente Alarmanlagen und anderes mehr“, so Marc Tonteling, EIB-Ingenieur für innovative Technologien. „Tado aber stattet die Geräte mit weiteren Fähigkeiten aus und macht sie so noch smarter.“

Wettbewerbsintensiver Markt für smarte Thermostate

Die EIB unterzeichnete im September mit Tado ein Darlehen von 20 Millionen Euro, abgesichert durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen, der innovative Unternehmen unterstützt, die ihre Marktposition stärken wollen. Dank des EIB-Darlehens kann Tado seine Forschung ausweiten und seine Produkte auf einem hart umkämpften Markt verbessern.

Laut Francisco Alves da Silva, EIB-Kreditreferent, passt das EIB-Darlehen an Tado perfekt zu den EIB-Klimazielen. Mindestens 25 Prozent der EIB-Finanzierungen fließen in die Bekämpfung des Klimawandels und die Anpassung an seine Folgen.

„Ein intelligenter Thermostat kann viel bewirken“, sagt er. Er kann Gas, Strom und Geld sparen. Europa sollte beim Umweltschutz führend sein. Deswegen unterstützt die Bank Unternehmen wie Tado.“

Ein großer Teil des globalen Energieverbrauchs entfällt auf das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Hier könnte sehr viel Energie gespart werden.

„Wir sind überzeugt, dass künftig alle Gebäude intelligent geheizt und gekühlt werden und der Energieverbrauch so beträchtlich sinken wird,“ sagt Deilmann.

Die Produkte von Tado haben einige Vorzüge, durch die sich die Firma von anderen abhebt. Sie funktionieren mit etwa 95 Prozent aller Heizungsanlagen in Europa. Die meisten Produkte von Tado dienen der Raumluftregelung. Darauf konzentriert sich das Unternehmen, und hier wurde es zu einem der Marktführer. Die Produkte funktionieren mit vielen sprachgesteuerten persönlichen Assistenten, auch denen von Amazon, Google und Apple.

>@TADO
Tado wird mit den 20 Millionen Euro von der EIB die Forschung ausweiten und seine Produkte auf einem hart umkämpften Markt verbessern ©TADO

Umweltverschmutzung bekämpfen

Die Thermostate von Tado übernehmen erstaunliche Aufgaben:

  • Sie ermöglichen es, über ein Drehrad an jedem Heizkörper Räume unterschiedlich zu beheizen.
  • Sie raten Ihnen, die Fenster zu schließen, wenn Luftschadstoffe und Pollenflug zunehmen, und sie zu öffnen, wenn es im Bad zu feucht ist.
  • Mit der App von Tado können die Bewohner stets die Temperatur zu Hause abrufen und sogar Reparaturen planen oder einen Kostenvoranschlag für eine neue Klimaanlage anfordern.

Deilmann findet es eigenartig, dass Unternehmen nicht bereits vor Jahrzehnten mehr in die Thermostatforschung investiert haben.

„In diesem Bereich war nicht viel los, als ich angefangen habe“, sagt er. „Es gab nur diese Anlagen im Keller, die veraltete Technik nutzen. Ich wollte immer schon etwas zur weltweiten Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Es scheint, meine Zeit ist gekommen.“