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Die EIB, vertreten durch Vizepräsidentin Lilyana Pavlova und Vizepräsident Ambroise Fayolle, nahm am 18. und 19. November am Europäischen Gipfel 2020 in Prag teil. Die beiden EIB-Vertreter sprachen mit tschechischen und europäischen Partnern über gemeinsame Antworten auf aktuelle und künftige Herausforderungen für die Europäische Union, etwa den Klimawandel und den Wiederaufbau nach Corona.

Was können wir tun, damit alle Mitgliedstaaten zu den EU-Klimazielen beitragen? Wie soll der Fahrplan zur Dekarbonisierung der EU aussehen? Wie wird sich die Covid-19-Pandemie auf die Klimaziele der EU auswirken, und kann der Grüne Deal als Basis für eine nachhaltige Wirtschaftserholung dienen? Das waren nur einige der Fragen, die EIB-Vizepräsident Fayolle und andere Diskussionsteilnehmer – darunter Dušan Chrenek, Hauptberater der Generaldirektion Klimapolitik der Europäischen Kommission, und Pavel Zámyslický, Direktor der Abteilung Klimawandel des tschechischen Umweltministeriums – im Programmpunkt „Der europäische Grüne Deal: neuer Auftrieb für die globale Führungsrolle der EU beim Klimaschutz“ ansprachen.

In seiner Wortmeldung erklärte Ambroise Fayolle, wie der gerade genehmigte Klimabank-Fahrplan der EIB zum Grünen Deal der EU und vor allem zum gerechten Übergang von Regionen beiträgt, die besonders vom Umstieg auf eine Co2-arme Wirtschaft betroffen sind und am meisten unter den negativen Auswirkungen des Klimawandels leiden.  

EIB-Vizepräsidentin Lilyana Pavlova erläuterte im Programmpunkt „Wie können die europäischen Städte zum grünen Wandel beitragen?“ alle Maßnahmen im Detail, die die EIB ergriffen hat, um klimaresistente Projekte auf den Weg zu bringen. Sie unterstrich den Beitrag, den die EIB in Form von Finanzierungen und Beratung in Sektoren erbringt, die für Städte besonders relevant sind: Kreislaufwirtschaft, Wasser- und Abfallwirtschaft, Gebäudesanierung und nachhaltige Mobilität. An der Diskussion beteiligten sich auch Zdeněk Hřib, der Bürgermeister von Prag, Judith Blake, Vorsitzende des Stadtrats von Leeds und zuständig für Wirtschaft und Kultur, sowie Jakub Dvořák, Ländermanager von Bolt für die Tschechische Republik.

Auch das Prager Büro der EIB vertrat die Bank in Gesprächsrunden über die Haltung der EU zur Dekarbonisierung und zu einem gerechten Übergang sowie zu nachhaltigen Finanzierungsinitiativen Europas.

Der Europäische Gipfel in Prag

Am Europäischen Gipfel in Prag nehmen Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Einrichtungen, der Wirtschaft, von NGO, aus Universitätskreisen und der Medien teil, um Fragen wie die Führungsrolle der EU, Sicherheit, neue Technologien und das digitale Zeitalter, aktuelle wirtschaftliche und außenpolitische Herausforderungen oder die Auswirkungen verschiedener Trends und Strategien auf die europäische Gesellschaft zu erörtern. Der Europäische Gipfel in Prag findet seit 2015 regelmäßig statt. Veranstaltet wird er vom EUROPEUM Institute for European Policy und vom Institut für internationale Beziehungen Prag, der bekannten tschechischen Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt auf internationalen Beziehungen. Die Schirmherrschaft haben das tschechische Außenministerium, das Regierungsamt des tschechischen Ministerpräsidenten und die Stadt Prag in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Kommission in der Tschechischen Republik übernommen.

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