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EIB
  • EIB-Mittel fließen in Plan der Iren-Gruppe 2025–2028 für eine modernere Abfallwirtschaft und energieeffizientere öffentliche und private Gebäude
  • Projekt stärkt die Abfalltrennung und Abfallvermeidung, die Einführung von „Pay-as-you-throw“-Systemen und energetische Sanierungen in Gebäuden gemeinnütziger Organisationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Iren-Gruppe 225 Millionen Euro bereit und unterstützt damit den Investitionsplan des Unternehmens für die Jahre 2025 bis 2028. EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti und Iren-Präsident Luca Dal Fabbro haben die Finanzierungsvereinbarung heute in Mailand unterzeichnet. Gefördert werden unter anderem die Kreislaufwirtschaft und die Energieeffizienz. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der Abfallentsorgungssysteme und energieeffizientere Gebäude.

Die Vereinbarung betrifft Investitionen in die kommunale Abfallwirtschaft. Dazu gehören neue Sammelbehälter, Müllwagen, Recyclinghöfe und Infrastruktur zur Einführung von „Pay-as-you-throw“-Systemen, bei denen sich die Gebühren nach der tatsächlich erzeugten Abfallmenge richten. Das fördert eine bessere Abfalltrennung direkt an der Quelle. Daneben umfasst das Projekt Energieeffizienzmaßnahmen, die den Verbrauch in Gebäuden senken sollen. Im Fokus stehen dabei soziale Einrichtungen wie Seniorenheime und Zentren für psychische Gesundheit, die von gemeinnützigen Organisationen betrieben werden.

Nach Schätzungen der Bank dürften die von der EIB finanzierten Energieeffizienzmaßnahmen jährlich rund 6 800 Megawattstunden Primärenergie einsparen und etwa 1 400 Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 550 italienischen Haushalten. Gleichzeitig werden die von der EIB unterstützten Kreislaufwirtschaftsprojekte erhebliche Umweltvorteile bringen: Die Abfallmenge dürfte um rund 50 000 Tonnen pro Jahr sinken, während für Recycling oder die Produktion von Biomethan etwa 220 000 Tonnen mehr Abfall pro Jahr getrennt werden dürften.

Die Investitionen betreffen vor allem die drei Regionen Nordwestitalienst, in denen die Iren-Gruppe seit Langem tätig ist – Piemont, Emilia-Romagna und Ligurien. Weitere Vorhaben sind in der Toskana und in anderen italienischen Regionen geplant. Durchgeführt werden die Maßnahmen von Unternehmen der Iren-Gruppe, insbesondere von Iren Ambiente und Iren Smart Solutions.

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti: „Das heute bekannt gegebene Abkommen ist ein konkreter Schritt hin zu einem nachhaltigeren Entwicklungsmodell, das auf Emissionssenkungen, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz basiert. Investitionen in hochwertige Infrastruktur für die Abfallwirtschaft und in die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden bringen den Menschen in Italien langfristige Vorteile. Sie stärken die Regionen vor Ort und helfen, die Umwelt zu schützen.“

Iren-Präsident Luca Dal Fabbro: „Wir freuen uns, unsere langjährige Partnerschaft mit der EIB fortzusetzen. Im Laufe der Jahre haben wir Finanzierungen über zwei Milliarden Euro abgeschlossen und damit unseren Anteil grüner Finanzierungsinstrumente auf inzwischen über 80 Prozent gesteigert. Die heutige Vereinbarung unterstützt die nachhaltigen Investitionen, die der Übergangsplan 2040 der Iren-Gruppe vorsieht. Sie stärkt Projekte zur Abfallentsorgung und zur Energieeffizienz, die vor Ort greifbare Wirkung entfalten.“

EIB unterstützt italienische Versorgungsunternehmen

Die Finanzierung bekräftigt die Rolle der EIB als Europas führender öffentlicher Geldgeber für den Wassersektor. Die Bank hilft italienischen Versorgungsunternehmen, wichtige Infrastruktur zu verbessern und zu modernisieren. Die Finanzierung für Iren ist Teil der breiteren Strategie der Bank in Italien. Allein im Jahr 2025 stellte die EIB 837 Millionen Euro für italienische Versorger bereit und unterstützte damit Investitionen einiger der wichtigsten Unternehmen des Landes. Das verbessert die Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen, verringert hydrogeologische Risiken wie Überschwemmungen und fördert einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen.

Hintergrundinformationen

EIB-Gruppe

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.

2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Stand Februar 2026 wurden mit dieser Initiative bereits 13 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro). Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website.

Die Gruppo Iren ist der führende Multi-Utility-Dienstleister im Nordwesten Italiens für Strom, Gas, Fernwärme, Energieeffizienz und das technische und ökologische Management einer integrierten Wasserversorgung. Die Gruppe möchte die Regionen auf einen nachhaltigen Wachstumspfad bringen, indem sie als Schlüsselpartner für Kommunen und den öffentlichen Sektor bei Entwicklungs- und Erweiterungsprojekten fungiert. Vor diesem Hintergrund genehmigte sie 2021 den ehrgeizigsten 10-Jahres-Strategieplan ihrer Geschichte. Nach seiner Aktualisierung im November 2025 sieht er bis 2030 Investitionen von 6,4 Milliarden Euro für drei wichtige Ziele vor: grüne Wende, Regionalentwicklung und Servicequalität.

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