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  • 500 Millionen Euro für den italienischen Tourismus, um die Coronafolgen zu überwinden und die grüne Wende und den digitalen Wandel voranzutreiben
  • 272 Millionen Euro für private Projektträger, für öffentlich-private Partnerschaften bei Stadterneuerungsprojekten und für eine alle einschließende Wirtschaftsentwicklung auf der Grundlage integrierter Stadterneuerungspläne

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat mit dem italienischen Wirtschafts- und Finanzministerium eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet, um einen Dachfonds im Anfangsvolumen von 772 Millionen Euro aus Mitteln des nationalen Aufbau- und Resilienzplans (NARP) einzurichten. Die finanzierten Projekte fallen unter die Zuständigkeit des Tourismus- und des Innenministeriums. Die EIB wird die Mittel über Finanzintermediäre an Firmen weiterleiten. Die zwischengeschalteten Finanzinstitute werden nach einem Aufruf zur Interessenbekundung ausgewählt.

Der Dachfonds unterstützt Unternehmen, die nachhaltige Investitionsprogramme in Einklang mit den Zielen und strategischen Prioritäten von Tourismus und Stadterneuerung vorlegen. So sollen die Ergebnisse optimiert werden, auch aufgrund der Hebelwirkung, die der Fonds zur Folge hat. Die Bank der EU wird voraussichtlich Investitionen fördern, die die grüne Wende und den digitalen Wandel in den jeweiligen Sektoren vorantreiben. Die ersten Projekte sollen im zweiten Quartal 2022 finanziert werden; der Fonds wird gemäß dem Zeitrahmen und den Meilensteinen im nationalen Aufbau- und Resilienzplan eingesetzt.

500 Millionen Euro für den Tourismus in Einklang mit den strategischen Prioritäten des Tourismusministeriums: Die förderfähigen Projekte schaffen tourismusfreundliche Strukturen und Dienstleistungen, indem sie bestehende Standards verbessern und modernisieren. So soll die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben gestärkt und der Tourismus auf der Grundlage von ökologischer Nachhaltigkeit, Innovation und Digitalisierung der Dienstleistungen gefördert werden. Die vorgeschlagenen Investitionen haben auch die Digitalisierung der Unternehmen in dem Sektor zum Ziel.

272 Millionen Euro für Stadterneuerung in Einklang mit den strategischen Prioritäten des Innenministeriums: Die Mittel sind für private Projektträger bestimmt, auch über öffentlich-private Partnerschaften, um Projekte durchzuführen, die vernachlässigte städtische Gebiete aufwerten. Geplant sind Maßnahmen in den Bereichen Stadterneuerung und wirtschaftliche Revitalisierung mit besonderem Schwerpunkt auf neuen personalisierten Diensten, besserer Erreichbarkeit und Infrastruktur, um geschädigte Gebiete in intelligente und nachhaltige Städte umzuwandeln.

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti: „Als Bank der EU unterstützt die EIB Italien bei der Einrichtung und Umsetzung des NARP, um eine nachhaltige Wirtschaft zu schaffen, von der alle Bürgerinnen und Bürger profitieren. Die EIB räumt über den Dachfonds Projekten Vorrang ein, die zum ökologischen Wandel und zur Digitalisierung beitragen. Der Fonds soll den Tourismus wiederbeleben und die Stadterneuerung fördern.“

Alessandro Rivera, Generaldirektor des italienischen Schatzamts: „Das vorrangige Ziel unseres Ministeriums ist es, im Rahmen des NARP Investitionsprojekte durchzuführen und den entsprechenden Fahrplan einzuhalten. Die Mitarbeit der EIB an der Umsetzung des NARP ist eine wertvolle Unterstützung für Italien, durch die wir unsere Ziele erreichen können.“

Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert Projekte in vier vorrangigen Bereichen – Infrastruktur, Innovation, Klimaschutz und Umwelt sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In den Jahren 2019–2020 stellte die EIB-Gruppe 23 Milliarden Euro für Projekte in Italien bereit.