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  • Neues Durchleitungsdarlehen ermöglicht kleine Investitionsprojekte von Gebietskörperschaften
  • Fortsetzung der 2013 ins Leben gerufenen Kooperation bringt nachhaltige Investitionsprojekte in den französischen Regionen voran

Die Europäische Investitionsbank stellt der französischen Förderbank Caisse des Dépôts eine Milliarde Euro bereit.[1] Dank dieses nunmehr dritten Durchleitungsdarlehens kann die Caisse des Dépôts über die Banque des Territoires, ihre Sparte für Finanzierungen in den Regionen, zusätzlich zu ihrem klassischen Angebot weiterhin Festzinsdarlehen an den öffentlichen Sektor vergeben. Diese Initiative bekräftigt die Partnerschaft, die die Caisse des Dépôts und die Europäische Investitionsbank im Juni 2013 zur Förderung von nachhaltigen Investitionen in den französischen Regionen eingingen.

Durch das Darlehen kommen Gebietskörperschaften leichter an europäische Finanzierungen für Projekte mit Kosten von weniger als 25 Millionen Euro. Es schließt an zwei vorangegangene Finanzierungen aus den Jahren 2015 und 2019 an, die 1,8 Milliarden Euro für Frankreichs öffentlichen Sektor mobilisiert haben. Das neue Darlehen geht mit einem verstärkten Engagement für den Klimaschutz einher: Mindestens die Hälfte der Mittel wird in Projekte fließen, die zur Minderung der Erderwärmung oder ihrer Folgen beitragen.

Das EIB-Darlehen verbessert den Zugang zu langfristigen Finanzierungsmitteln für kleine Investitionsprojekte. Diese betreffen vor allem die Energieeffizienz von Gebäuden, Wasser- und Abwassernetze, sanfte Mobilität und sauberen öffentlichen Verkehr.

Mithilfe des Durchleitungsdarlehens kann die Banque des Territoires ihr Angebot für den öffentlichen Sektor erweitern und ergänzt ihr aktuelles Angebot, das an die Einlagen aus dem Volkssparkonto „Livret A“ geknüpft ist. Die Finanzierungspartnerschaft zeigt, wie gut sich die Banque des Territoires und die EIB bei der Förderung nachhaltiger regionaler Investitionen ergänzen.

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle: „Dieses Darlehen zeigt eindrücklich, dass die EIB als Klimabank der EU grüne Projekte vorrangig fördern und dazu beizutragen will, die EU bis 2050 zur ersten CO2-neutralen Wirtschaft zu machen. Die erneute Zusammenarbeit der Caisse des Dépôts und der EIB erleichtert außerdem die Finanzierung von Projekten kleiner und mittlerer Gebietskörperschaften, die sonst nicht leicht an Finanzierungen kommen.“

Generaldirektor der Caisse des Dépôts Eric Lombard: „Diese neue Etappe unserer Zusammenarbeit mit der EIB ermöglicht es allen französischen Gebietskörperschaften, an europäische Mittel für die Umsetzung ihrer vorrangigen Klimaschutzprojekte zu kommen. Die zusätzlichen Mittel helfen der Caisse des Dépôts ihren Plan für wirtschaftliche Erholung, der die Energie- und Ökowende zum Wohl aller unterstützt, voranzutreiben.“

Die Banque des Territoires

Die Banque des Territoires wurde 2018 als eine der fünf Geschäftssparten der Caisse des Dépôts eingerichtet. Sie vereint das interne Know-how zur Förderung der Regionen Frankreichs. Die Banque des Territoires fungiert als zentrale Anlaufstelle für Gebietskörperschaften, Träger des sozialen Wohnungsbaus, lokale öffentliche Unternehmen sowie Angehörige von Rechtsberufen und bietet ihnen maßgeschneiderte Beratungs- und Finanzierungslösungen. Sie ist in allen Regionen Frankreichs tätig – von ländlichen Gebieten bis hin zu Ballungsräumen – und hat den Auftrag, soziale und territoriale Ungleichheiten abzubauen. Die Banque des Territoires ist in den 16 Regionaldirektionen und 35 Niederlassungen der Caisse des Dépôts in ganz Frankreich tätig, um eine große Kundennähe zu gewährleisten.


[1] Die Finanzierung wird in zwei Tranchen vergeben: Eine erste Tranche von 500 Millionen Euro wurde bereits Ende 2020 unterzeichnet, die zweite folgt im Laufe des Jahres 2021.