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  • Globaler Zugang zu Covid-19-Impfstoffen muss laut Werner Hoyer sichergestellt werden
  • EIB stockt COVAX-Beitrag von Team Europe von 400 Millionen Euro auf 600 Millionen Euro auf 
  • Neue US-Unterstützung für COVAX Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit von Politik, Impfstoffherstellern und Geldgebern im Kampf gegen Covid-19

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank Werner Hoyer hat heute unterstrichen, dass mehr Mittel für die COVAX-Initiative bereitgestellt werden müssen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass weltweit Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen Zugang zu Covid-19-Impfstoffen erhalten.

Die EIB wird ihre Unterstützung für COVAX auf 600 Millionen Euro aufstocken. Das bestätigte Hoyer in seiner Rede anlässlich der Veranstaltung „One World Protected“, die von Gavi und der US-amerikanischen Regierung organisiert wurde. An der Veranstaltung nahmen führende Vertreter aus Politik, dem privaten Sektor sowie der Zivilgesellschaft und wichtiger technischer Partner teil. Die EIB ist die einzige multilaterale Finanzierungsinstitution, die Geld für COVAX bereitstellt. 

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank: „Die EIB begrüßt das starke Engagement der Vereinigten Staaten für COVAX und die erneute Zusage der US-Regierung, sich an multilateralen Lösungen für weltweite Probleme zu beteiligen. Im letzten Jahr brachte die Bank mit globalen Partnern schnelle und gezielte Maßnahmen gegen Covid-19 auf den Weg. Im Dezember 2020 stellte sie im Rahmen von Team Europe 400 Millionen Euro für COVAX bereit, was Vorabinvestitionen beschleunigte und Impfstofflieferungen in mehr als 100 Länder ermöglichte. Die EIB ist bereit, ihren Beitrag für COVAX zu erhöhen, damit weitere Covid-19-Impfstoffe beschafft, die Impfstoffherstellung und die Diagnostik vorangetrieben und das öffentliche Gesundheitswesen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gestärkt werden können."

Seit Beginn der Pandemie hat die EIB in Europa und weltweit mehr als 40 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen genehmigt, um die Entwicklung von Impfstoffen, das öffentliche Gesundheitswesen und die Wirtschaft in der Covid-19-Krise zu unterstützen.

Schnelle EIB-Unterstützung für COVAX

Im Dezember 2020 sagte die EIB 400 Millionen Euro zu, um Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen die Beteiligung an der COVAX-Abnahmegarantie (Advance Market Commitment, AMC) zu ermöglichen. Mit dem Geld sollen außerdem notwendige Vorabinvestitionen beschleunigt werden, damit Impfdosen geliefert werden können, sobald sie verfügbar sind. Das war der bislang höchste Beitrag der EIB für die weltweite öffentliche Gesundheit.

Die rasch genehmigte Finanzierung ist durch eine Garantie des Europäischen Fonds für nachhaltige Entwicklung abgesichert. Zusätzlich bezuschusst die Europäische Kommission COVAX AMC mit 100 Millionen Euro. 92 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen erhalten dadurch bereits Hilfe beim Zugang zu sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen Covid-19. Auch die Europäische Kommission wird voraussichtlich ihre Zuschüsse für COVAX erhöhen.

Die EIB ist mit der Impfallianz Gavi in Gesprächen über neue Finanzierungen, damit Hochrisikogruppen und gefährdete Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen geimpft werden können.

Weitere Hilfen könnten in den kommenden Monaten nach entsprechender Prüfung und Genehmigung durch die Leitungsorgane der EIB vereinbart werden.

Weltweit Resilienz gegen Pandemien stärken

Die Technik- und Finanzexperten der EIB arbeiten derzeit mit globalen Partnern zusammen, um die Beschaffung zusätzlicher Covid-19-Impfstoffe zu unterstützen und die COVAX-Maßnahmen zu ergänzen.

Darüber hinaus kooperiert die EIB mit privaten und öffentlichen Partnern, um Investitionen in die Forschung, Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen sowie in die Diagnostik und öffentliche Gesundheitsversorgung zu beschleunigen.

COVAX

Die COVAX-Initiative ist die Impfstoff-Säule des „Access to COVID-19 Tools (ACT) Accelerator“. Einberufen wurde sie von der Koalition für Innovationen in der Epidemievorsorge (CEPI), der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Partnerschaft mit UNICEF als wichtigstem Durchführungspartner, Impfstoffherstellern aus Industrie- und Entwicklungsländern, der Weltbank und anderen. Als einzige globale Initiative stellt sie gemeinsam mit Regierungen und Herstellern sicher, dass Covid-19-Impfstoffe sowohl für wohlhabendere als auch für ärmere Länder weltweit verfügbar sind.