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  • Erste EIB-Finanzierung für nachhaltige Mobilität im Westbalkan
  • 40 Millionen Euro für effizienteren, sauberen und sicheren Verkehr in Sarajevo
  • EIB finanzierte Bau besserer Straßen in Bosnien und Herzegowina bisher mit 1,6 Milliarden Euro

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt 40 Millionen Euro für den Ausbau des städtischen Verkehrsnetzes im Kanton Sarajevo bereit und unterstützt damit den Übergang zu nachhaltigeren Verkehrsträgern. Die Finanzierung wird zu den günstigsten Bedingungen gewährt und ermöglicht die Modernisierung und den Ausbau der Straßenbahn- und Oberleitungsbusnetze. Dabei werden die bestehenden Fahrzeuge ersetzt und neue Straßenbahnlinien und Gleise gebaut. Diese Verbesserungen sorgen für deutlich mehr Sicherheit, weniger Verkehrsstaus und weniger Luftverschmutzung in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina und den umliegenden Kommunen.

Ein effizienterer und zuverlässigerer öffentlicher Personenverkehr dürfte die Menschen ermutigen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Er verkürzt die Fahrzeit für Pendler und senkt die Treibhausgasemissionen, wie auch den Lärmpegel und die Zahl der Verkehrsunfälle im Kanton Sarajevo. Mit dem Projekt treibt die EIB die EU-Strategie für den Westbalkan und ihre eigenen Klimaziele für die Region im Hinblick auf einen nachhaltigen Verkehr voran.

Lilyana Pavlova, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen im Westbalkan: „Durch die Covid-19-Krise haben sich unsere Prioritäten als Bank der EU geändert. Wir müssen jetzt sicherstellen, dass der Wiederaufbau nach der Pandemie grün ist. Nachhaltige Mobilität ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Entsprechend freut uns diese Finanzierung für eine so wichtige Investition in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Sie trägt zur EU-Strategie für den Westbalkan und zur Entwicklung sauberer, moderner und effizienter Verkehrsinfrastruktur in der Region bei. Damit hilft sie Mensch und Umwelt gleichermaßen.“

Botschafter Johann Sattler, Leiter der EU-Delegation und EU-Sonderbeauftragter in Bosnien und Herzegowina: „Städtische Mobilität und ein nachhaltiger, grüner öffentlicher Personenverkehr stehen ganz oben auf der Agenda der Europäischen Union. Das Projekt fördert die Umstellung auf einen umweltfreundlicheren öffentlichen Personenverkehr und bietet den Menschen in Sarajevo erschwinglichere, zugänglichere, gesündere und sauberere Verkehrsalternativen. Damit trägt es auch zu der gemeinschaftlichen Anstrengung bei, die Luftverschmutzung zu reduzieren, die eine erhebliche Gefahr für Gesundheit und Klima darstellt.“

Der Finanzminister von Bosnien und Herzegowina, Vjekoslav Bevanda, erklärte, dass ein weiterer wichtiger Vertrag für das Projekt unterzeichnet worden sei, um die Lebensqualität der Menschen im Kanton Sarajevo zu verbessern und den Umweltschutz zu stärken. „Es ist bekannt, dass Sarajevo unter vielen Verkehrsproblemen und Staus leidet, aber auch unter der Luftverschmutzung als Folge davon. Dieses Projekt ist eines der wenigen, das bei der Überwindung dieser Probleme helfen wird. Wir sind der EIB daher dankbar, dass sie ein so wichtiges und hochwertiges Projekt unterstützt – für die Einwohnerinnen und Einwohner Sarajevos aber auch für alle Besucher.“

Bisher hat die EIB 1,6 Milliarden Euro in die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur in Bosnien und Herzegowina investiert und damit die Anbindung des Landes an die Region und die EU verbessert. Die meisten Mittel stellte sie für den Korridor Vc bereit, eines der wichtigsten regionalen Investitionsvorhaben für die EIB.