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  • Die Mittel der Bank der EU tragen zur Entwicklung neuer löslicher Produkte und nachhaltigerer Verpackungsmaterialien bei
  • Möglich wurde die Vereinbarung durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI)

Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert die FEI-Strategie von Prosol mit bis zu 20 Millionen Euro. Das Familienunternehmen produziert und vertreibt Kaffeeprodukte wie löslichen Kaffee und Kaffeekapseln. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Mithilfe dieser Initiative kann die EIB-Gruppe verstärkt Projekte unterstützen, die Innovation, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung fördern.

Im Mittelpunkt der Innovationsstrategie von Prosol stehen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um industrielle Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu senken. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Palencia in der nordwestspanischen Region Kastilien und León. Es ist seit 2002 ein wichtiger Kaffeelieferant der Supermarktkette Mercadona. Mit dem Darlehen wird Prosol neue lösliche Produkte entwickeln und alternative Verpackungsmaterialien und -prozesse testen, die nachhaltiger sind und die mit ihrem Recycling verbundene Umweltbelastung verringern.

Die FEI-Strategie wird über einen Zeitraum von vier Jahren umgesetzt. Sie trägt dazu bei, das Dienstleistungs- und Produktangebot für die Kunden zu erweitern und damit die Marktposition des Unternehmens zu stärken. Die Innovationsziele des Projekts stehen in Einklang mit der Strategie Europa 2020

Ricardo Mourinho Félix, EIB-Vizepräsident mit Aufsicht über die Finanzierungen der Bank in Spanien: „Innovation und Digitalisierung sind wesentliche Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum unserer Unternehmen und für die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze. Wir freuen uns deshalb, dass wir die FEI-Strategie von Prosol unterstützen und damit effizientere Produktionsprozesse und nachhaltigere Produkte mit höherer Wertschöpfung fördern können. Das Projekt unterstreicht einmal mehr, wie stark sich die EIB für Innovation und grüne Investitionen einsetzt: Beide sind unabdingbar, um eine integrative wirtschaftliche Erholung in Spanien und Europa anzukurbeln.“

Rocío Hervella Durántez, Gründerin und CEO von Prosol: „Für das Prosol-Team ist das Darlehen der EIB ein Meilenstein in unserem unternehmerischen Reifeprozess und in unserer am Schutz der Gesellschaft ausgerichteten Strategie. Es beweist, dass sich unser Unternehmen für die Zukunft engagiert. Und es ist ein Zeichen der Anerkennung und Rückenstärkung für die Werte, die Prosol schafft, auf das ich persönlich sehr stolz bin.“

Innovationsfinanzierung

Innovation und Kompetenzaufbau sind grundlegende Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum und neue Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Beschäftigte. Beides ist entscheidend, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher ist die Finanzierung von Innovationen eines der vorrangigen Ziele der EIB. Im Jahr 2019 stellte sie 14 440 Millionen Euro für verschiedene FEI-Projekte zur Verfügung. Allein in Spanien unterstützte die EIB im vergangenen Jahr Innovationsprojekte spanischer Unternehmen mit mehr als 1 320 Millionen Euro.

Die Klimabank der EU

Die EIB ist der weltweit größte multilaterale Geldgeber für den Klimaschutz. Sie will bei der Mobilisierung des Kapitals vorangehen, das notwendig ist, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. So soll das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht werden. Am 14. November 2019 beschloss der Verwaltungsrat der EIB die neuen Klimaziele und die neue Finanzierungspolitik der Bank für den Energiesektor. Demnach wird die Bank den Anteil ihrer Klima- und Umweltfinanzierungen bis 2025 schrittweise auf 50 Prozent erhöhen. In den entscheidenden zehn Jahren bis 2030 will die EIB-Gruppe mindestens eine Billion Euro für Investitionen mobilisieren, die zum Erreichen ihrer Klima- und Umweltziele beitragen. Zudem wird sie alle ihre Aktivitäten auf das Pariser Abkommen abstimmen. Entsprechend finanziert die EIB ab Ende 2021 keine Projekte mehr, die auf fossilen Energieträgern basieren.