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  • Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Klimaschutz haben für die EIB in der Westbalkanregion oberste Priorität – Bank der EU unterstützt auch Investitionen in Straßen, Eisenbahnen, Kläranlagen, Schulen, Krankenhäuser und kleine und mittlere Unternehmen
  • Investitionsrahmen für den westlichen Balkan fördert neben Konnektivität nun auch Projekte für Umweltschutz, Sozialwirtschaft, die digitale Agenda und eine neue Grüne Agenda für den westlichen Balkan
  • Elf Millionen Euro für erstes Stadterneuerungsprojekt der EIB in der Region
  • EIB hat seit 2008 acht Milliarden Euro im Westbalkan investiert (davon allein 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2018) und damit mindestens 16 Milliarden Euro an Investitionen mobilisiert

Die Europäische Investitionsbank (EIB) will die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Westbalkan weiter unterstützen und wird dazu ihr Investitionsportfolio in der Region ausbauen. Wie EIB-Präsident Werner Hoyer heute auf dem Westbalkan-Gipfel in Posen bekannt gab, stehen dabei Projekte im Vordergrund, die die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationen und den Klimaschutz fördern.

Die Bank der EU wird weiterhin Projekte unterstützen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften des Westbalkans fördern, die Verkehrsanbindung verbessern und Unternehmern den Zugang zu Kapital erleichtern. Mit ihren Klimaschutzfinanzierungen unterstützt die EIB als Klimabank Europas die Energiewende in der Region. Sie finanziert Projekte, die dazu beitragen, die Infrastruktur zu modernisieren, Schadstoffemissionen zu reduzieren und den Energiemix zu diversifizieren und auf diese Weise die Versorgungssicherheit zu verbessern.

EIB-Präsident Hoyer erklärte auf dem Gipfel im polnischen Posen: „Die EIB-Gruppe hat Polens Erfolgsgeschichte begleitet und seit 1990 insgesamt 64,2 Milliarden Euro zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Landes bereitgestellt. Nun wollen wir diesen Erfolg im Westbalkan replizieren. Mit unsere Aktivitäten unterstützen wir die Umsetzung der Erweiterungspolitik der EU, und wir sind bereit, mit verschiedenen Finanzierungs- und Beratungsprodukten in der Region noch mehr zu tun.“

EIB weitet Investitionsrahmen für den westlichen Balkan aus

Am Rande des Gipfels unterzeichnete die EIB ein neues Abkommen zur Unterstützung des Investitionsrahmens für den westlichen Balkan (WBIF). Darin akzeptiert sie einen Beitrag Polens in Höhe von 500 000 Euro zu einem gemeinsamen Fonds, der gemeinsam von der EIB und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) verwaltet wird. Über den WBIF kann die EIB zusätzliche Mittel in die Region leiten und so den Zusammenhalt in der Zielregion und in der Europäischen Union fördern.

Der Investitionsrahmen für den westlichen Balkan kombiniert EIB-Darlehen mit Zuschüssen und privaten Geldern. Bislang hat der WBIF 18 Milliarden Euro an Investitionen mobilisiert. In Zukunft wird er nicht nur Vorhaben für die Verkehrs- und Energieanbindung finanzieren, sondern auch Projekte für Umweltschutz, Sozialwirtschaft, die digitale Agenda und eine neue Grüne Agenda für den westlichen Balkan.

Neues Projekt in Posen unterzeichnet – Stadterneuerung in Tirana

Auf dem Gipfeltreffen unterzeichnete die EIB ihr erstes Stadterneuerungsprojekt im Westbalkan: Die Bank stellt in der albanischen Hauptstadt Tirana elf Millionen Euro für die Neugestaltung entlang der Lana bereit. Das Projekt wird den Hochwasserschutz, das öffentliche Nahverkehrsangebot und die Klimaresilienz für 65 000 Einwohner verbessern. Ein Teil der Mittel – ein Zuschuss von 2,4 Millionen Euro – stammt aus der Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz der EIB.

Präsident Hoyer: „Mit Projekten wie diesem unterstützen wir kleine und große Städte, die die Wirtschaftsmotoren des Westbalkans sind und in der gesamten Region für mehr Kreativität, Innovationen und Unternehmertum sorgen.“

Im Rahmen ihrer Resilienzinitiative unterzeichnete die EIB am 4. Juli in Belgrad ein weiteres ähnliches Projekt. Damit erhält die serbische Hauptstadt Belgrad einen Zuschuss von 1,1 Millionen Euro für die Verbesserung ihrer Wasser- und Abwasserinfrastruktur.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Westbalkan, um die Lebensqualität für alle Einwohner in der Region spürbar zu verbessern“, erklärte der EIB-Präsident abschließend.

Noch mehr Mittel für die Resilienzinitiative

Mit ihrer Resilienzinitiative unterstützt die EIB die Länder der südlichen Nachbarschaft und den Westbalkan dabei, die Migration und andere Herausforderungen zu bewältigen. Hierzu mobilisiert sie Investitionen in neue Arbeitsplätze sowie in Energie-, Verkehrs-, Wasser- und Abwasserdienste und in das Bildungswesen. Die Initiative stärkt somit die wirtschaftliche und soziale Widerstandskraft dieser Länder, damit sie zukünftige Krisen und Schocks besser bewältigen und kräftiger wachsen können.

Neben Garantien der Europäischen Kommission erhält die Resilienzinitiative Geberbeiträge von EU-Ländern wie Kroatien, Italien, Luxemburg, Polen, der Slowakei, Slowenien und dem Vereinigten Königreich.