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  • Zwölf neue Haltestellen auf sieben Kilometern
  • Einsparung von voraussichtlich 4 500 Tonnen CO2 durch besseres Gleichgewicht zwischen öffentlichem und privatem Verkehr

Die Société du Tramway de Rabat Salé (STRS) und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben heute einen Darlehensvertrag über 40 Millionen Euro abgeschlossen. Finanziert wird damit der Ausbau der Straßenbahnlinie 2 von Rabat Salé. Für das Darlehen garantiert der marokkanische Staat. Der Vertrag wurde heute von Flavia Palanza, der für KMU-Finanzierungen in den Nachbarländern zuständigen Direktorin der EIB, und von Saïd Zarrou, dem Vorstandsvorsitzenden der STRS und Generaldirektor der Agence pour l’Aménagement de la Vallée du Bouregreg, unterzeichnet.

Die Linie 2 des Straßenbahnnetzes von Rabat Salé wird auf einer Länge von rund sieben Kilometern mit zwölf Haltestellen ausgebaut, vier davon in Rabat und acht in Salé. Außerdem werden elf Straßenbahnzüge in Doppeltraktion beschafft, die in dem erweiterten Netz eingesetzt werden sollen.

Der Ausbau fällt unter den Verkehrsmasterplan für den Großraum Rabat-Salé-Témara, durch den die Mobilität für die Bürger und Bürgerinnen der Metropolregion nachhaltiger, ökologischer und effizienter werden soll.

Durch den Ausbau soll die Linie 2 attraktiver werden, und die Zahl der Fahrgäste auf der Strecke dürfte um 35 Prozent steigen. Gleichzeitig wird sich die Zahl der Autos auf der Straße um rund 10 000 pro Tag verringern. Dank der Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene werden voraussichtlich rund 4 500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart und weniger Treibhausgase in Rabat Salé ausgestoßen. Dies entspricht auch den Zusagen des Königreichs Marokko im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens.

Das Projekt im Herzen des Ballungsgebiets wird außerdem die städtische Umwelt verbessern, die Umweltverschmutzung verringern und den Fahrgästen ein hohes Serviceniveau bieten.

Das derzeitige Straßenbahnnetz von Rabat Salé umfasst zwei Linien mit 31 Haltestellen auf einer Länge von 20 Kilometern. Seit der Inbetriebnahme verzeichnet dieses Netz insgesamt 197 Millionen Fahrgäste und wird täglich von mehr als 110 000 Personen genutzt.