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Das spanische Ministerium für Energie, Tourismus und Digitale Agenda hat zusammen mit der Förderbank Instituto de Crédito Oficial (ICO) und der Europäischen Investitionsbank ein Finanzierungsprogramm über 100 Millionen Euro eingerichtet. Die Mittel sind für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für kleine und mittlere Unternehmen und Großunternehmen aus Industrie und Handel bestimmt.

Zur Umsetzung des Programms „ICO-IDAE Eficiencia Energética 2017–2018“ hat das Ministerium eine Kooperationsvereinbarung mit dem ICO geschlossen. Das ICO wird die Mittel des Programms von bis zu 100 Millionen Euro den verschiedenen teilnehmenden Finanzinstituten zur Verfügung stellen, die daraus dann Kredite für die einzelnen Vorhaben vergeben können.

Gemäß der Kooperationsvereinbarung wird das Risiko der finanzierten Einzelvorhaben zu jeweils 50 Prozent von der spanischen Energieagentur IDAE (über den Nationalen Fonds für Energieeffizienz) und den beteiligten Finanzinstituten getragen.

Daneben hat das ICO mit der Europäischen Investitionsbank eine Vereinbarung zur Finanzierung des Programms unterzeichnet. Die Mittel sind für Investitionsvorhaben von KMU bestimmt, die ihre Produktionsprozesse modernisieren wollen, sowie für Cafés, Bars und Hotels, die ihre Ausstattung erneuern und damit den Energieverbrauch und die Schadstoffbelastung senken wollen.

Die Steigerung der Energieeffizienz ist eines der vorrangigen Ziele der EIB, die die Maßnahmen der EU zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Diversifizierung der Energieversorgung unterstützt. Außerdem trägt die Vereinbarung zur Schaffung von Arbeitsplätzen und mehr Wohlstand bei – zwei der Ziele, die die EIB in Spanien verfolgt.

Mit dem Finanzierungsprogramm bündeln IDAE, ICO und EIB ihre Kräfte und fördern gemeinsam Finanzierungsvorhaben und -plattformen, die im Rahmen der nationalen und europäischen Strategie zu einer Steigerung der Energieeffizienz beitragen.

Von den 100 Millionen Euro des Programms sind 70 Millionen Euro für KMU und Großunternehmen aus Industrie und Handel bestimmt. 30 Millionen Euro sollen in das Modernisierungsprogramm RENOVE im Hotel- und Gaststättengewerbe fließen.

Beantragt werden müssen die Kredite über die beteiligten Finanzinstitute. KMU und Großunternehmen aus Industrie und Handel können eine Finanzierung von bis zu 100 Prozent der Investitionskosten bei einer Obergrenze von drei Millionen Euro erhalten. Bei Unternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe liegt die Obergrenze bei 1,5 Millionen Euro. KMU und Großunternehmen müssen die Projekte innerhalb von 24 Monaten durchführen, im Hotel- und Gaststättengewerbe beträgt die Frist zwölf Monate.