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Die EIB kofinanziert das portugiesische Finanzierungsinstrument IFRRU zur sozialen und wirtschaftlichen Stadterneuerung in Portugal mit 300 Millionen Euro. Das Instrument wurde im Rahmen der Partnerschaftsvereinbarung „Portugal 2020“ zwischen Portugal und der EU eingerichtet. Die erste Tranche des Darlehens in Höhe von 100 Millionen Euro wurde heute von EIB-Vizepräsident Román Escolano und dem portugiesischen Finanzminister Mário Centeno in Lissabon unterzeichnet. Zusätzliche Finanzmittel für das Projekt kommen aus EU-Fonds, z. B. aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF), dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Kohäsionsfonds.

Die EIB unterstützt mit der Finanzierung portugiesische Kommunen bei ihren Stadterneuerungsplänen. Bis 2023 sollen damit nachhaltige Stadtentwicklungsprogramme umgesetzt werden, vorrangig in sanierungsbedürftigen Gebieten. Die Darlehen dafür vergibt die EIB zu günstigen Zinsen und mit langer Laufzeit. Ziel der Programme ist es, die Lebensqualität in Portugal zu verbessern. Geschehen soll dies durch die Sanierung von Wohngebäuden, öffentlichem Raum und Infrastruktur in Wohngebieten und Stadtzentren, an Uferbereichen und in ehemaligen Industriegebieten. Ein weiteres Ziel ist die Wiederbelebung früherer Industriestandorte in benachteiligten und sanierungsbedürftigen Stadtvierteln.

Darüber hinaus soll in die Energieeffizienz von Gebäuden investiert werden, um Schadstoffemissionen zu senken und damit dem Klimawandel entgegenzuwirken. Diese Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden zudem die Abhängigkeit von Energieimporten verringern, was die Versorgungssicherheit erhöht.

Die EIB festigt mit ihrer Finanzierung nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern verleiht auch dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum neue Impulse. Durch die Investitionen werden die betroffenen Stadtbereiche – darunter auch touristische Ziele – attraktiver. Es werden auch neue Geschäftsstandorte entstehen, was der Wirtschaftsentwicklung in den Städten und der Beschäftigung zugute kommt. In der Bauphase des Projekts werden voraussichtlich rund 14 000 neue Stellen geschaffen.

EIB-Vizepräsident Román Escolano erklärte anlässlich der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung: „Die heutige Vereinbarung macht deutlich, wie intensiv die EIB sich für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Portugal einsetzt. Mit unserem Finanzierungsbeitrag werden Wohngebäude saniert und öffentlicher Raum in portugiesischen Städten neu belebt. Wir stoßen damit einen Wandel im Land an und fördern die Wirtschaft vor Ort, wodurch neue Geschäftschancen und Arbeitsplätze entstehen.“

Der portugiesische Finanzminister Mário Centeno ergänzte: „Ich freue mich über die immer engere Zusammenarbeit zwischen Portugal und der Europäischen Investitionsbank. Unser Ziel in der Politik muss es sein, nach Instrumenten zu suchen, die öffentliche und private Investitionen hoher Qualität mobilisieren. Durch die optimale Nutzung dieser Instrumente tragen wir zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Entwicklung unseres Landes bei.“