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Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat vier Darlehen über insgesamt 1 Milliarde Zloty für Investitionsvorhaben in Polen bereitgestellt. Die Mittel sollen für den Umweltschutz und die Modernisierung der städtischen Infrastruktur in Lodz sowie für die Eisenbahninfrastruktur in Westpolen eingesetzt werden. Die Finanzierungen sind ein weiteres Beispiel für die Unterstützung, die die EU-Bank der polnischen Wirtschaft zukommen lässt. Allein im letzten Jahr hat sie in dem Land nahezu 23 Milliarden Zloty für Projekte zur Verfügung gestellt.

„Als Bank der Europäischen Union fördert die EIB die Durchführung dieser wichtigen Investitionen und setzt sich erneut für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Wirtschaft ein“, so der für Finanzierungen in Polen zuständige EIB-Vizepräsident László Baranyay. „Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit polnischen Städten, Banken und Eisenbahnunternehmen können wir Investitionen unterstützen, die zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensqualität in Polen beitragen.“

Das fünfte EIB-Durchleitungsdarlehen an die Ochrony Środowiska Bank ist für die Durchführung umweltfreundlicher Vorhaben in Polen bestimmt. 75 Millionen Euro (rund 310 Millionen Zloty) stehen Unternehmen, kommunalen Unternehmen und Gebietskörperschaften zur Verfügung. Das neue Durchleitungsdarlehen verschafft einer erheblich größeren Zahl von Unternehmen Zugang zu EIB-Mitteln, da sie auch Unternehmen mit höchstens 3 000 Mitarbeitern zur Verfügung stehen (im Rahmen vorangegangener Fazilitäten lag die Obergrenze bei 250 Mitarbeitern). Die EIB-Mittel werden für umweltfreundliche Investitionen verwendet, die zur Verbesserung der Energieeffizienz durch die Modernisierung von Gebäuden und technischer Ausrüstung, Wärmequellen und Gebäudedämmung beitragen. Die Mittel werden im Rahmen der KMU-Fazilität zur Förderung der Energieeffizienz durch eine Zuschusskomponente der EU ergänzt.

Die EIB engagiert sich außerdem sehr für die Modernisierung der polnischen Eisenbahninfrastruktur. Sie stellt ein Darlehen von 100 Millionen Euro (rund 414 Millionen Zloty) an die PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. für die Modernisierung eines 71 Kilometer langen Eisenbahnabschnitts (E59) zwischen Rawicz und Czempiń zur Verfügung. Die Investitionskosten belaufen sich auf über 1,6 Milliarden Zloty. Die Vorhaben sind Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms der Eisenbahnlinie E59 von Breslau nach Posen. Das Modernisierungsprogramm betrifft auch die Stromversorgung und die Signal- und  Telekommunikationssysteme. Auf der modernisierten Strecke werden Fahrgeschwindigkeiten von 160 km/h für Personenzüge und von 120 km/h für Güterzüge möglich sein. Die Bahnsteige für Fahrgäste werden erneuert. Bei der Modernisierung werden Umweltschutzanforderungen berücksichtigt. Die Sicherheit an Bahnübergängen wird erhöht, manche werden durch Viadukte ersetzt.

Die Bank der EU fördert auch die Entwicklung polnischer Städte. Für die Erneuerung der städtischen Infrastruktur in Lodz stellt sie 450 Millionen Zloty bereit. Die EIB-Mittel werden für die Erneuerung von Straßen, öffentlichen Flächen, städtischen Gebäuden - darunter auch historische Gebäude - verwendet. Die Stadterneuerungsvorhaben betreffen u.a. die Sanierung von Mietshäusern im Zentrum von Lodz. Straßenverkehrsprojekte wie die Verlängerung von Straßenbahnlinien, der Bau von Fahrradwegen und die Modernisierung der Straßeninfrastruktur (u.a. die W-Z-Straße und das Gebiet um den Bahnhof Fabryczna sowie das Stadion Lodz-Widzew) werden zur Verbesserung der Sicherheit, zur Verkürzung der Fahrtzeiten und zu einem umweltfreundlichen Verkehr beitragen. Diese Vorhaben leisten außerdem einen Beitrag zur langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung und zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsstrategien der Stadt Lodz.