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Der Präsident des Regionalrats der Region Midi-Pyrénées, Martin Malvy, und der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Philippe de Fontaine Vive, haben am Montag, dem 12. Mai 2014, in Toulouse einen Finanzierungsvertrag über 200 Millionen Euro unterzeichnet. Die Mittel sind für den Bau und die Modernisierung von Schulen bestimmt. Die Unterzeichnung fand nach der Besichtigung der Umbauarbeiten im Lycée Saint-Sernin statt, einer historischen Schule der gymnasialen Oberstufe im Stadtzentrum von Toulouse.

Die Mittel des EIB-Darlehens ermöglichen die Finanzierung der Investitionsvorhaben im Bildungs- und Ausbildungswesen der Region Midi-Pyrénées zu günstigen Bedingungen. Es wurden hundert Bau-, Modernisierungs- und Umbauprojekte ausgewählt, darunter 91 Schulen der gymnasialen Oberstufe (Lycées), die Regionale Schule für Gesundheitsberufe in Toulouse (im neuen Stadtviertel La Cartoucherie), sowie die Fakultät für Psychologie der Universität Toulouse Jean-Jaurès. Außerdem soll aus den Mitteln ein transversales Vorhaben zur Erneuerung der IT-Ausstattung der Lycées der Region Midi-Pyrénées finanziert werden.

Diese Vorhaben erfordern insgesamt Investitionen in Höhe von 531 Millionen Euro von Seiten der Region.

Der Finanzierungsvertrag unterstützt die Umsetzung der strategischen Ziele der Region, und zwar: die Anpassung des Angebots schulischer Einrichtungen an die steigende Nachfrage in städtischen Gebieten, während gleichzeitig der Zugang zu Schulen in weniger dicht besiedelten Gebieten erhalten bleibt, Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit der Abiturienten und beträchtliche Erhöhung der Energieeffizienz sowie Verringerung der Treibhausgasemissionen. Neben Energieeinsparungen zielen die Renovierungs- und Bauarbeiten auch auf die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und auf eine umweltfreundliche Abfallbewirtschaftung ab mit dem Ziel, eine Zertifizierung als Niedrigenergiehaus (BBC) und für hohe Umweltqualität (HQE) zu erhalten.

Der Umbau des Lycée Saint-Sernin in Toulouse im Blickpunkt

Im Rahmen der Bauarbeiten mit Gesamtkosten von 25 Millionen Euro ist ein kompletter Umbau des Lycée Saint-Sernin vorgesehen. Das Hauptgebäude mit Aufenthaltsräumen, vielen Klassenräumen und naturwissenschaftlichen Fachräumen befindet sich derzeit im Zentrum des Schulkomplexes in Bau. Es soll im November 2014 fertiggestellt werden. Darauf folgen der Umbau eines Unterrichtsgebäudes in ein Internatsgebäude mit Krankenstation von November 2014 bis Sommer 2015, der Umbau des Gebäudes für Kantine, Bibliothek und Internatsräumlichkeiten von Sommer 2015 bis September 2016 und schließlich die Renovierung der Ganztagesschule, des Lehrerzimmers, des Gemeinschaftssaals und der Schulverwaltung von September 2016 bis September 2018.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung erklärte EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive:

„Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und einer weiterhin hohen Jugendarbeitslosigkeit intensiviert die Bank ihre Unterstützung zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung an der Seite der Regionen. Ich freue mich deswegen, dass die EIB zur Finanzierung dieses Vorhabens beiträgt, durch das den jungen Menschen der Region Midi-Pyrénées eine gute Ausbildung und somit die besten Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben geboten werden können. Unser Engagement zeigt, dass wir gemeinsam auf den Erfolg junger Menschen, auf Fortschritt, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Frankreich wie auch in Europa hinarbeiten können.“

Martin Malvy, Präsident des Regionalrats Midi-Pyrénées, freut sich ebenfalls über diese neue Zusammenarbeit:

„Es handelt sich nicht um den ersten Finanzierungsvertrag zwischen der Region Midi-Pyrénées und der EIB. Er zeigt unser gemeinsames Engagement zugunsten umfangreicher Projekte in den Regionen, insbesondere zugunsten junger Menschen. Die Mittel des Darlehens können bis 2019 in Anspruch genommen werden, so dass aus dem Darlehen 100 Investitionsvorhaben im Bildungssektor finanziert werden können. Dabei soll ein Schwerpunkt aller Operationen auf der Energieeffizienz liegen. Unser Ziel ist es, in unserer Region eine qualitativ hochwertige Schulbildung anzubieten, um die Chancengleichheit zu bewahren und um unsere Schüler und Studierenden mit den besten Aussichten auf beruflichen Erfolg auszustatten. Dank der EIB verfügen wir über sehr wettbewerbsfähige Finanzierungsbedingungen trotz der derzeitigen Kreditklemme für französische Gebietskörperschaften. So können wir die Projektmittel zum Vorteil der jungen Menschen effizient einsetzen.“

Der heute mit der Region Midi-Pyrénées unterzeichnete Vertrag ist nach der Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien und von nachhaltigen Verkehrslösungen die dritte Finanzierungsoperation zwischen der EIB und der Region. Mit dieser Finanzierung setzt die EIB ihre beispiellose Unterstützung von Wachstum und Beschäftigung in Frankreich fort. 2013 hat sie dafür 7,8 Milliarden Euro bereitgestellt, 80 Prozent mehr als im Jahr 2012.