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„Es ist mir eine große Freude, heute hier in Toulouse mit der Unterzeichnung der Darlehen für erneuerbare Energien und für den Ausbau des Schienennetzes der Region Midi-Pyrénées zur Umsetzung wichtiger regionaler und europäischer Ziele beizutragen. Durch diese Darlehen dürften insgesamt Investitionsmittel von mehr als 1,5 Mrd EUR für Vorhaben in der Region Midi-Pyrénées mobilisiert werden. Die heutige Unterzeichnung liefert einen Impuls für die Entwicklung auf regionaler und europäischer Ebene. Sie trägt dazu bei, Europas Wirtschaft bis zum Jahr 2020 international wettbewerbsfähiger zu machen.“

Philippe de Fontaine Vive
Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank


Martin Malvy, Präsident des Regionalrats Midi-Pyrénées, und Philippe de Fontaine Vive, Vizepräsident der EIB, haben am 24. September 2010 in Toulouse einen Darlehensvertrag über 300 Mio EUR unterzeichnet. Die Finanzierungsmittel dienen der Modernisierung und dem Ausbau des Eisenbahnnetzes in der französischen Region Midi-Pyrénées.

Der Finanzierungsvertrag für den Ausbau des Schienennetzes der Region Midi-Pyrénées wurde im Rahmen des „Plan Rail“ der Region für den Zeitraum 2008-2013 unterzeichnet. Bei diesem Investitionsprogramm für den Ausbau des regionalen Bahnverkehrs (TER) handelt es sich um das erste Projekt dieser Größenordnung in Frankreich. Das Programm wurde notwendig, da das regionale Schienennetz weitgehend veraltet ist und bereits mehrere TER-Strecken stillgelegt werden mussten. Im Rahmen des Programms soll das Schienennetz in der Region auf einer Länge von 500 km modernisiert werden, um die Zugfolge zu erhöhen und die Reisezeiten für die Fahrgäste zu verkürzen. Es umfasst mehrere Vorhaben für die Sanierung des Schienennetzes und die Instandsetzung von Ingenieurbauten sowie den zweigleisigen Ausbau und die Installation neuer Betriebsleitsysteme, die aufgrund der ernormen Zunahme des Verkehrsaufkommens notwendig geworden sind.
Der „Plan Rail“ wurde von der Region Midi-Pyrénées erstellt und wird von ihr mit 400 Mio EUR finanziert. An den Vorhaben im Gesamtwert von 820 Mio EUR beteiligen sich ferner die französische Bahngesellschaft SNCF, der staatliche Betreiber des französischen Schienennetzes RFF, der französische Staat sowie die EU (EFRE).

Der Finanzierungsbeitrag der EIB von insgesamt 300 Mio EUR dient der Sanierung der Strecke zwischen Toulouse und Saint-Sulpice, die heute zu den meist befahrenen Verbindungen in Europa zählt. Die Sanierungsvorhaben umfassen:
  • Gleisbauarbeiten zwischen Empalot und Auch, Figeac und Bagnac, Brive und Capdenac, Capdenac und Rodez, Tessonnières und Capdenac, Portet und Tarascon, Toulouse und Saint-Sulpice sowie zwischen Saint-Sulpice und Tessonnières,
  • Streckenabschnitte auf den Verbindungen Tessonnières-Rodez, Tarascon-Latour de Carol, Saint-Sulpice-Mazamet.
Anlässlich der Vertragsunterzeichnung erklärte EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive: „Ich freue mich sehr, dass die EIB die Region Midi-Pyrénées bei der Sanierung und Modernisierung des regionalen Schienennetzes unterstützt. Die Maßnahmen werden einen unmittelbaren Beitrag zum Umweltschutz leisten und letztlich die Mobilität in der Region nachhaltig fördern. Der nachhaltige Verkehr in den Regionen gehört zu den vorrangigen Zielen der EU. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen und menschlichen Entwicklung und verbessert somit unmittelbar die Lebensqualität der Bevölkerung.“

Das von der EIB gewährte Darlehen steht in Einklang mit den vorrangigen Zielen der Bank im Bereich Verkehr, da es dazu beiträgt, einen Teil des Personenverkehrs von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Ziel ist es, den Straßenverkehrsfluss zu verbessern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen zu verringern. Die EIB beteiligt sich zwar nach wie vor an der Finanzierung des Baus großer Autobahnachsen, unterstützt aber zunehmend die Entwicklung des Eisenbahnsektors. Sie gewährt Darlehen für den Bau von Hochgeschwindigkeitsbahnlinien, die Schaffung transeuropäischer Korridore für den Güterverkehr, die Sanierung der regionalen Netze sowie die Modernisierung der Sicherheitssysteme. Für Investitionsvorhaben im französischen Bahnsektor hat die EIB Darlehen von mehr als 4,6 Mrd EUR gewährt, davon 3,6 Mrd EUR für die Hochgeschwindigkeitsverbindungen, und fast 900 Mio EUR wurden allein in den letzten zehn Jahren für die Entwicklung und Modernisierung des regionalen Zugverkehrs in den Regionen Bretagne, Champagne-Ardenne, Rhône-Alpes, Picardie, Haute-Normandie, Pays de la Loire und Nord-Pas-de-Calais bereitgestellt.

Hinweise an die Redaktion:

Über die EIB

Die EIB ist die Finanzierungsinstitution der Europäischen Union. Ihre Aufgabe besteht in erster Linie darin, mit ihren langfristigen Darlehen tragfähige private und öffentliche Investitionsvorhaben zu unterstützen, die zur Integration, zum Zusammenhalt und zur ausgewogenen Entwicklung der EU beitragen. Dabei verfolgt sie sechs strategische Prioritäten: wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt, Schutz der natürlichen und städtischen Umwelt, Forschung und Innovation, Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen, Transeuropäische Verkehrsnetze sowie nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energieversorgung. Im Jahr 2009 stellte die EIB 70 Mrd EUR für Finanzierungsvorhaben in der Europäischen Union bereit. Das entspricht einem Anstieg um 36% gegenüber 2008 (51,7 Mrd EUR). Insgesamt belief sich die Finanzierungstätigkeit der Bank im Jahr 2009 in und außerhalb der EU auf 79 Mrd EUR. Sie half vor allem Gebietskörperschaften und Unternehmen dabei, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu bewältigen.