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Europa wird 2012 einen innovativen Telekommunikationssatelliten starten – mit finanzieller Unterstützung im Umfang von bis zu 225 Mio. € durch die gemeinsam von der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank eingerichtete EU-Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis. Die Mission „Alphasat“ ist ein gemeinsames Unternehmen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und des britischen Satellitenkommunikationsunternehmens Inmarsat Plc. Am Donnerstag um 16 Uhr werden der Präsident der Europäischen Investitionsbank Philippe Maystadt und der Geschäftsführer von Inmarsat Perry Melton im Beisein der für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständigen EU-Kommissarin Máire Geoghegan Quinn und der ESA-Direktorin für Telekommunikation und Integrierte Anwendungen Magali Vaissiere in Brüssel eine entsprechende Übereinkunft unterzeichnen. Im Rahmen der Unterzeichnung ist auch ein Fototermin angesetzt.

Der Prototyp Alphasat wird als erster Satellit unter Verwendung eines von der Europäischen Weltraumorganisation und des französischen Raumforschungszentrums CNES entwickelten „Satellitenbusses“ der nächsten Generation gestartet. Der Satellit wird Hochgeschwindigkeits-Daten- und Sprachverbindungen für abgelegene Regionen Europas, Afrika und den Nahen Osten zugänglich machen. Alphasat wird von mobilen Nutzern im maritimen, aeronautischen und terrestrischen Bereich unter verschiedensten Bedingungen eingesetzt, wodurch unter anderem die Arbeit von medizinischen Diensten und Notfalldiensten erleichtert wird.

Der Alphasat-Satellit bietet offenen Zugang für Forschungsorganisationen. Er wird zunächst vier Anwendungen für die aeronautische, geowissenschaftliche und maritime Forschung unterstützen, die von verschiedenen europäischen Universitäten, Branchenverbänden und Raumfahrtorganisationen entwickelt wurden.

Weiter erklärte EIB-Präsident Philippe Maystadt: „Alphasat ist ein Beleg für die langjährige Unterstützung der europäischen Raumfahrtindustrie durch die EIB. Dieser Satellit wird der europäischen Industrie eine Führungsposition auf diesem Segment verschaffen und könnte eine erhebliche Ausstrahlungswirkung auf Forschung und Innovation in Europa entfalten. Investitionen dieser Art wird die EIB im Rahmen der Initiative EU-2020 auch weiterhin fördern.

Hierzu EU-Kommissarin Geoghegan-Quinn: „Alphasat wird mit Unterstützung durch EU-Finanzmittel, Darlehen der EIB und privatwirtschaftliche Unternehmen gestartet. Das Projekt wird die Innovation in der europäischen Raumfahrtindustrie fördern, Arbeitsplätze in der wissensgestützten Wirtschaft schaffen und den Bewohnern von Regionen in Randlage Zugang zu dringend benötigten Diensten verschaffen. Alphasat ist ein Symbol für die Strategie ‚Europa 2020’ im Orbit.

Die EIB gewährt Inmarsat ein Darlehen in Höhe von bis zu 225 Mio. € für den Bau und Start des Satelliten, deren Kosten sich voraussichtlich auf ca. 598 Mio. € belaufen werden. Das Darlehen wird über die von Kommission und EIB gemeinsam alimentierte Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis bereitgestellt, für die Mittel aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (1 Mrd. €) und Eigenmittel der EIB (1 Mrd. €) zur Verfügung stehen. Der Beitrag der ESA in Form der Bereitstellung der Alphabus-Plattform beläuft sich auf ca. 230 Mio. €.

Diese Fazilität (s. IP/07/761, EIB/07/50) bietet sowohl privatwirtschaftlichen Unternehmen als auch öffentlichen Stellen Zugang zu Finanzmitteln für Forschung, Entwicklung und Innovation. Sie erfasst Projekte, für die aufgrund ihrer ehrgeizigen Ziele und ihrer Komplexität trotz großen potenziellen Nutzens in Bezug auf Wirtschaftswachstum, Beschäftigungsförderung, Wettbewerbsfähigkeit und soziale Fortschritte kaum privatwirtschaftliche Finanzierungsquellen zu finden sind. Durch ihre Hebelwirkung auf andere Finanzquellen erschließt die Fazilität eine zusätzliche Finanzierungskapazität von bis zu 10 Mrd. € für förderfähige Projekte.

Einzelheiten hierzu enthalten folgende Internetseiten:

ec.europa.eu/invest-in-research/funding/funding02_en.htm
www.esa.int
www.inmarsat.co.uk

Bild:

www.esa.int/esa-mmg/mmg.pl?b=b&type=I&collection=Telecommunications&single=y&start=47