Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat den Finanzierungsvertrag über ein Darlehen von 121.1 Mio GBP unterzeichnet, das für die Planung, den Bau und die Instandhaltung von zu verbessernden Abschnitten der Fernverkehrsstraßen A1, A4 und A5 in Nordirland auf einer Gesamtlänge von 120 km bestimmt ist. Die Arbeiten werden im Rahmen einer Konzessionsvereinbarung mit einer Laufzeit von 30 Jahren zwischen Amey Lagan Roads Limited und dem Ministerium für Regionalentwicklung durchgeführt. Sämtliche im Rahmen dieses Projekts zu verbessernden Straßenabschnitte sind Teil gesamteuropäischer Straßenkorridore, den sogenannten Transeuropäischen Netzen (TEN). Das Projekt wird zur Verbesserung der Verkehrsverbindungen zwischen Nordirland und EU-Nachbarländern beitragen.

Zu den Vorhaben zählen fünf Abschnitte entlang der A1, der Hauptverbindung zwischen Belfast und Dublin in der Republik Irland, sowie der A4/A5, die von Belfast in den Südwesten Nordirlands führen. Die Vorhaben werden nicht nur zur Erhöhung der Kapazität dieser Strecken, sondern auch zur Verringerung der Fahrtzeiten und der Unfallhäufigkeit sowie zur Verkehrsentlastung beitragen.

Entwicklung europäischer Regionen

Neben seinem Beitrag zur Umsetzung der EU-Ziele der Entwicklung und Integration sowie der Schaffung eines integrierten Europäischen Verkehrsnetzes ist dieses Programm zur Verbesserung von Straßen von signifikanter strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung für Nordirland. Seit der am 8. Mai 2007 erfolgten Machtteilung in Nordirland wurden der regionalen Entwicklungsstrategie, die von der ersten Nordirland-Versammlung im Juli 2002 verabschiedet wurde, neue Impulse verliehen. Im Rahmen dieses Aktionsplans wurde eine regionale Verkehrsplanungsstrategie (Regional Transportation Strategy – RTS) zur Gewährleistung der Entwicklung und der Instandhaltung von Verkehrsachsen bis Ende 2015 aufgestellt. Die RTS wird durch den strategischen Entwicklungsplan für das regionale Verkehrsnetz von 2005 und die Investitionsstrategie für Nordirland von 2006 ergänzt.

Bei diesem Darlehen handelt es sich um die zweite Operation der EIB zugunsten eines im Rahmen der RTS als prioritär eingestuften Straßenverbesserungsvorhabens. Das erste Darlehen im Betrag von 65 Mio GBP wurde 2006 gewährt und betraf den Ausbau und die Verbesserung von Abschnitten der M1 / Westlink und der M2.

Außerdem wirkt sich dieses Straßenvorhaben auf die Verkehrsinfrastruktur der gesamten irischen Insel aus. Es betrifft den letzten Abschnitt der erneuerten Verkehrsachse zwischen den irischen Hauptstädten Dublin und Belfast. Die EIB hat sich bisher an der Finanzierung aller Abschnitte des Korridors Dublin-Belfast beteiligt.

Hintergrundinformationen:

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist das Bankinstitut der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Die Finanzierung von Transeuropäischen Verkehrs- und Energienetzen (TEN) stellt eine der sechs operativen Prioritäten der EIB dar. Das Engagement der EIB zugunsten der Transeuropäischen Netze wurde kürzlich in dem Bericht über die „Neuausrichtung der EIB-Finanzierungen im Verkehrssektor“ erneut bekräftigt. Seit der Festlegung der Transeuropäischen Netze im Jahr 1993 hat die EIB diesem Bereich Darlehen von über 93 Mrd EUR gewidmet. Davon entfielen 83 Mrd EUR auf den Verkehrssektor.