- EIB-Kredit finanziert Integration von Energie-, Wasser- und Abwassersystemen
- Zukunftsfähige Versorgung für rund 400 000 Menschen
- Weniger Emissionen, mehr Effizienz und Resilienz treiben die Energiewende voran
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Linzer Versorgungsunternehmen LINZ AG 200 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Darlehen sollen Energie-, Wasser- und Abwassernetze in ein integriertes, effizienteres und umweltfreundlicheres System überführt werden. Rund 400 000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie zahlreiche Betriebe in der Region sollen davon profitieren.
Die stadteigene LINZ AG plant, Fernwärme, Fernkälte und Wassermanagement enger miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, Emissionen zu senken und betriebliche Abläufe zu optimieren. Das Projekt, das bis 2029 abgeschlossen werden soll, unterstützt die Klimaziele der Europäischen Union sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung.
EIB-Vizepräsident Karl Nehammer: „Was dieses Projekt besonders macht, ist sein integrierter Ansatz: Energie- und Wassersysteme werden verbunden, um Effizienzpotenziale zu heben, die isoliert nicht erreichbar wären. Dieser Ansatz unterstreicht die Bedeutung integrierter Planung für eine zukunftsfähige Infrastruktur. Linz setzt damit einen Maßstab dafür, wie die grüne Transformation auf intelligente und wirtschaftlich tragfähige Weise umgesetzt werden kann.“
Generaldirektor DI Erich Haider, MBA: „Die LINZ AG begleitet die Landeshauptstadt Linz auf ihrem Weg in die Klimaneutralität und hat die damit verbundenen Herausforderungen tatkräftig angenommen. Die Bereitstellung von 200 Millionen Euro für die Umsetzung hochinnovativer Zukunftsprojekte der LINZ AG freut mich dabei sehr. Das Engagement der Europäischen Investitionsbank unterstützt und unterstreicht die Bedeutung unserer ambitionierten Vorhaben für eine klimaneutrale Energieerzeugung in Linz bzw. für den nachhaltigen Schutz unseres Lebensraums. 400 000 Menschen und zahlreiche Betriebe in der Region verlassen sich täglich auf die Leistungen der LINZ AG. Unser Ziel ist es, diese Leistungen – von der Trinkwasser- und Energieversorgung bis zur Entsorgung von Abfällen und Abwässern – so günstig, so sicher und so nachhaltig wie möglich anzubieten. Heute genauso wie in Zukunft für kommende Generationen.“
Konkret ist vorgesehen, Abwärme zu nutzen und wiederzuverwenden, unter anderem durch zwei neue Fernwärme-Rückgewinnungsanlagen mit Wärmepumpen in einer Müllverbrennungsanlage und in einem Biomassekraftwerk. Zusätzlich wird ein neues Fernkältezentrum errichtet und das Netz ausgebaut, um der steigenden Nachfrage nach Kühlung gerecht zu werden. Unterstützt wird dies durch einen sogenannten Multi-Utility-Tunnel.
Parallel dazu sind Modernisierungen entlang des gesamten Wasserkreislaufs geplant – von der Gewinnung über die Verteilung bis hin zur Abwassersammlung und -behandlung. Damit soll die Versorgungssicherheit erhöht und die Einhaltung von EU-Standards langfristig gewährleistet werden.
Das Projekt läuft unter dem Programm REPowerEU, das darauf abzielt, Europas Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und den öffentlichen Sektor bei der Energiewende gezielt zu unterstützen.
Hintergrundinformationen
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 13 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).
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