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Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat am heutigen Tag des Meeres 2021 ihren neuen Leitfaden für weniger Plastik im Meer vorgelegt. Er soll das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig die Meere für uns alle und den Planeten sind – und welche Gefahren ihre immer stärkere Vermüllung birgt.

Der Leitfaden skizziert die wichtigsten Probleme und zeigt auf, wie wir sie angehen können. Er wirbt für Kreislauflösungen, um die Belastung der Meere durch Kunststoffe zu verringern.

Mit dem Leitfaden für weniger Plastik im Meer will die EIB Verantwortliche in der Politik und Planung, Projektträger und andere Interessierte für das Thema gewinnen und so wirksame Maßnahmen und einen Wandel anstoßen.

Der Leitfaden konzentriert sich vor allem auf die Ozeane, aber die Probleme und Lösungen, die er anführt, gelten gleichermaßen für andere Meere, große Seen und Flüsse.

Wir erläutern zunächst die wesentlichen regulatorischen, institutionellen und technischen Herausforderungen und Finanzierungshürden und zeigen anschließend auf, wie wir sie meistern und die Einleitung von Plastik in die Meere verringern und vermeiden können.

Da die Finanzierung ein großes Thema ist, nennt der Leitfaden auch zahlreiche Finanzierungsquellen für Projekte, die Plastikmüll in den Meeren verringern und vermeiden oder die Abfall-, Abwasser- und Regenwasserbewirtschaftung verbessern.

Als Klimabank der EU fördert die EIB eine nachhaltige blaue Wirtschaft und unterstützt Initiativen zum Schutz der Meere.

Im Rahmen der Clean-Oceans-Initiative hat die EIB zugesagt, zusammen mit der Agence Française de Développement (AFD) und der deutschen Förderbank KfW bis 2023 zwei Milliarden Euro für öffentliche und private Projekte gegen Plastikmüll in Flüssen, Meeren und an Land bereitzustellen. Auch die italienische Cassa Depositi e Prestiti (CDP) und das spanische Instituto de Crédito Oficial (ICO) haben sich jetzt der Initiative angeschlossen.

Im Rahmen ihrer Blue Sustainable Ocean Strategy (Blue SOS) wird die EIB ihre Finanzierungen für nachhaltige Meeresprojekte im Zeitraum 2019–2023 auf 2,5 Milliarden Euro verdoppeln. Damit will sie Investitionen von mindestens fünf Milliarden Euro anstoßen, die den Zustand der Meere verbessern und ihre Ressourcen schonen. Gefördert werden Projekte für nachhaltigen Küstenschutz, blaue Biotechnologie, die nachhaltige Produktion von Fisch und Meeresfrüchten und eine grüne Schifffahrt.

Die EIB arbeitet auch mit der Asiatischen Entwicklungsbank zusammen und engagiert sich mit ihr in der Clean and Sustainable Ocean Partnership für saubere und nachhaltige Meere.

In Europa bündelt die EIB ihre Kräfte mit der Europäischen Kommission, um eine nachhaltige blaue Wirtschaft zu fördern und vor allem über zirkuläre Ansätze die Verschmutzung der Meere zu verringern. Hinzu kommen gemeinsame Eigenkapital- und Garantieinstrumente zur Finanzierung blauer Innovationen und der blauen Biowirtschaft in der EU.

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