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  • Blue Sustainable Ocean Strategy der EIB für den Zeitraum 2019–2023
  • Neue Initiative für Küstenschutz, blaue Biotechnologie, Produktion von Fisch und Meeresfrüchten und grüne Schifffahrt
  • Technische Hilfe und Beratung für Projekte zum Schutz der Meere

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat heute auf der Konferenz „Unser Ozean“ in Oslo ihre Blue Sustainable Ocean Strategy (Blue SOS) vorgestellt, mit der sie den Zustand der Meere verbessern, die Widerstandsfähigkeit von Küstenregionen stärken und eine nachhaltige blaue Wirtschaft fördern will. 

Die EIB wird als Bank der EU ihre Kreditvergabe für nachhaltige Meeresprojekte mehr als verdoppeln und in den nächsten fünf Jahren 2,5 Milliarden Euro dafür bereitstellen. Damit sollen Investitionen von mindestens fünf Milliarden Euro in eine nachhaltige blaue Wirtschaft angestoßen werden.

Für die neue Strategie hat die EIB ein Clean and Sustainable Ocean Programme aufgelegt, das mehr Finanzierungen, technische Hilfe und Beratung für Projekte für saubere Meere und eine nachhaltige blaue Wirtschaft vorsieht.

Emma Navarro, EIB-Vizepräsidentin für Klimaschutz und Umwelt, auf der Konferenz „Unser Ozean“: „Der Weltklimarat mahnt in seinem jüngsten Sonderbericht, dass wir angesichts der beispiellosen Bedrohung unserer Meere und ihrer Ressourcen dringend ehrgeiziger handeln müssen. Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel, die Ozeane erwärmen sich und versauern, während die Umweltverschmutzung und Überfischung die marinen Ökosysteme zusätzlich belasten. Mit unserer Blue Sustainable Ocean Strategy werden wir Investitionen anschieben, die die blaue Wirtschaft stärken und gleichzeitig die Meere gesund erhalten und ihre biologische Vielfalt schützen. Die neue Initiative wird sich spürbar positiv auf das Klima auswirken. Sie entspricht unserem Anspruch, die Rolle der EIB als Klimabank der EU zu stärken, und ist ein wichtiger Teil unserer Bemühungen in diesem Zusammenhang.“

Die EIB wird mehr technische Hilfe und Beratung anbieten, damit die Projekte für Investoren attraktiver werden und damit sie ausweitet werden können und die wirtschaftliche Entwicklung fördern. Die Bank der EU wird sich gemeinsam mit Unternehmen, Städten, Staaten und anderen Partnern in Schlüsselbereichen engagieren, unter anderem im Küstenschutz oder in der Forschung, Entwicklung und Innovation auf dem Gebiet der blauen Biotechnologie, der Lieferketten für Fisch und Meeresfrüchte und der grünen Schifffahrt.

Mit der heute bekanntgegebenen Strategie baut die Bank der EU auf ihrem starken Engagement für gesunde Meere auf, etwa im Kampf gegen Plastikmüll im Meer. Im Oktober 2018 startete die EIB zusammen mit der KfW-Gruppe und der Agence Française de Développement (AFD) die Clean-Oceans-Initiative. Zwei Milliarden Euro wollen die drei Partner für Projekte bereitstellen, die vor allem den Plastik- und Mikroplastikmüll im Meer reduzieren und dafür sorgen, dass weniger unbehandelte Abwässer eingeleitet werden. Ein Drittel des Fünfjahresziels wurde im ersten Jahr bereits erreicht.

Gemeinsam mit der Europäischen Kommission, dem WWF und dem World Resources Institute hat die Bank außerdem die Finanzierungsgrundsätze für eine nachhaltige blaue Wirtschaft vorangebracht, die Investoren für eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen sensibilisieren sollen. Die Grundsätze wurden mittlerweile in das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) aufgenommen.

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