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Mit der EastInvest-Fazilität startet die Kommission morgen eine neue Initiative, die EU-Ländern an der Grenze zu Russland, Belarus und der Ukraine den Zugang zu Krediten erleichtern soll. Die Fazilität bildet den Kern der Strategie für die östlichen Regionen der EU mit einer Landgrenze zu Russland, Belarus und der Ukraine, die die Kommission letzte Woche verabschiedet hat. Sie soll den Regionen helfen, die Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine zu bewältigen.

An der neuen Finanzierungsplattform beteiligen sich die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die Nordische Investitionsbank, die Entwicklungsbank des Europarates sowie die nationalen Förderbanken der neun betroffenen EU-Länder Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Sie soll privaten und öffentlichen Projektträgern in den östlichen Regionen der EU den Zugang zu Krediten und Beratung erleichtern und so die Wirtschaft ankurbeln, den Handel fördern und die Sicherheit verbessern. Die vier internationalen Finanzinstitute wollen über die Fazilität mindestens 28 Milliarden Euro für private und öffentliche Investitionen in diesen Regionen bereitstellen.

Durch eine bessere Koordinierung zwischen den Geldgebern wird die neue Plattform eine hohe Komplementarität sichern und Synergien schaffen. EastInvest soll auch das Kredit- und Beratungsangebot koordinieren, das sich unter anderem an öffentliche Einrichtungen in den östlichen Grenzregionen richtet. Ziel ist, Investitionen zu finanzieren, die in den Entwicklungsstrategien der betreffenden Regionen vorgesehen sind.

Der Startschuss für die Fazilität fällt in Brüssel, auf einer hochrangigen Veranstaltung unter der Leitung von Kommissions-Vizepräsident Raffaelle Fitto. Die EIB und die anderen internationalen Finanzinstitutionen und nationalen Förderbanken werden dort die Absichtserklärung zur Fazilität unterzeichnen. An der Veranstaltung, die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffnet wird, nehmen EIB-Präsidentin Nadia Calviño sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der neun betroffenen Länder teil. Sie wollen die Herausforderungen und Chancen diskutieren, die mit der Sicherung des Wohlstands in den östlichen Grenzregionen Europas einhergehen. Teilnehmen werden auch die Regierungsspitzen Kristen Michal (Estland), Inga Ruginienė (Litauen), Evika Siliņa (Lettland) und Ilie Bolojan (Rumänien).

„Der Kampf um Europas Zukunft ist im Kern ein Kampf um unsere Werte – Frieden und Sicherheit, Chancengleichheit, sozialer und territorialer Zusammenhalt, eine lebendige Nachbarschaft und innovative Volkswirtschaften. Die EIB-Gruppe ist fest entschlossen, ihren Beitrag zum Aufbau einer sichereren, resilienteren Ostgrenze zu leisten und Europa zu stärken.“

Nadia Calviño, Präsidentin der Europäischen Investitionsbank

„Investitionen in die Regionen an der Grenze zu Russland, Belarus und der Ukraine sind Investitionen in Europas Sicherheit, Stabilität, Zusammenhalt und Wettbewerbsfähigkeit. Mit der EastInvest-Fazilität stärken wir die soziale und wirtschaftliche Resilienz dieser Gebiete – Orte, an denen Menschen leben, arbeiten und ihre Zukunft gestalten. Die Fazilität ist wichtig, aber unsere Unterstützung geht noch weiter. Wir werden diese Gemeinschaften weiterhin mit maßgeschneiderten Lösungen und unserer Kohäsionspolitik unterstützen. So stellen wir sicher, dass sie stark, lebendig und wettbewerbsfähig bleiben.“

Raffaele Fitto, EU-Kommissar für Kohäsion und Reformen

Hintergrundinformationen

Die EU-Regionen an der Grenze zu Russland und Belarus spüren die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs ganz besonders: Ihr Handel leidet, durch die Grenzschließungen schrumpft die Bevölkerung, und sie spüren die Folgen der Sanktionen. Deshalb verstärkt die EU ihre politische, technische und finanzielle Unterstützung für Infrastruktur, wirtschaftliche Resilienz, Verteidigungsfähigkeit und Beschäftigungschancen. Der anhaltende Konflikt macht weitere Hilfe notwendig.

In ihrer Mitteilung vom 18. Februar 2026 beschreibt die Kommission, wie sie die östlichen Regionen gezielt unterstützen will – mit koordinierten Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen, die Herausforderungen adressieren und regionale Stärken ausbauen. Während Initiativen wie der Schutzschild für die Ostflanke und die europäische Drohnenabwehr die Resilienz stärken, sollen die EastInvest-Fazilität und Partnerschaften mit der Weltbank die Wirtschaft voranbringen. Um lokale Stärken zu nutzen, will man die baltischen Stromnetze schneller einbinden und die Wasserstoffinfrastruktur ausbauen. Bei den Maßnahmen für eine bessere Konnektivität geht es vor allem um Digitales und um Verkehrsnetze. Für die demografischen Herausforderungen sind Bildungsangebote für Berufseinsteiger geplant und kommunale Initiativen wie das Programm für Medienresilienz.

Weitere Informationen

Veranstaltung online verfolgen

Mitteilung zu den östlichen Regionen der EU mit einer Landgrenze zu Russland, Belarus und der Ukraine