- Nach Sanierung für 490 000 Euro aus dem EIB-Programm für den raschen Wiederaufbau der Ukraine öffnet Kita im Verkhnia Bilka wieder
- Mit einem Wärmeerzeuger ist die Einrichtung auch für Strom- und Fernwärmeausfälle gewappnet
- Einzige Kita im Ort eröffnet Kindern wieder Zugang zu frühkindlicher Bildung
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs unterstützt die Europäische Investitionsbank (EIB), die Bank der EU, weiter den Wiederaufbau wichtiger sozialer Infrastruktur in der Ukraine, damit Gemeinden grundlegende Dienste aufrechterhalten können. Heute wurde in Verkhnia Bilka, einem Dorf in der Oblast Lwiw, die Kita „Bilotschka“ wiedereröffnet. Nach einer umfassenden Sanierung bietet sie Drei- bis Fünfjährigen ein sicheres, kindgerechtes Umfeld.
Mit der Modernisierung der Kita, die jetzt 40 Plätze für frühkindliche Bildung hat, verbessern sich auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Ein Wärmeerzeuger sorgt dafür, dass die Einrichtung bei Strom- und Fernwärmeausfällen warm bleibt und weiterarbeiten kann.
Die Sanierung umfasste eine vollständige Dämmung und den Austausch der Versorgungsleitungen. Außerdem erhielt die Kita neue Ausstattung, zwei Spielplätze und Außenbeleuchtung. Das Gebäude ist jetzt vollständig barrierefrei: Neben stufenlosen Eingängen und breiten Türen für Rollstühle verfügt es über taktile Leitelemente, Beschilderung in Brailleschrift und behindertengerechte Toiletten.
Teresa Czerwińska, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen in der Ukraine: „Vier Kriegsjahre steht die EIB schon fest an der Seite der Ukraine. Mit dem Wiederaufbau kritischer sozialer Infrastruktur helfen wir Gemeinden, die Bildung der Kinder und andere Grunddienste zu sichern, damit das Leben weitergeht.“
Stefan Schleuning, Leiter der Abteilung für Zusammenarbeit der EU-Delegation in der Ukraine: „Die EU unterstützt ukrainische Gemeinden dabei, grundlegende Dienste trotz Krieg aufrechtzuerhalten. Investitionen in Projekte wie diese EU-finanzierte energetische Sanierung sorgen dafür, dass Kitas sicher wieder öffnen können, dass Familien die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, und dass die Orte in der Oblast Lwiw resilient und stark bleiben.“
Die Bilotschka-Kita wurde zwischen September 2024 und November 2025 mithilfe des EIB-finanzierten Programms für den raschen Wiederaufbau der Ukraine saniert. Dieses 200-Millionen-Euro-Programm ist eine von drei gemeinsamen Initiativen der EU und der EIB für den Wiederaufbau des Landes, die mit dem Ministerium für kommunale und territoriale Entwicklung, dem Finanzministerium und lokalen Behörden durchgeführt werden. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) steuert technische Hilfe bei.
Oleksii Riabykin, stellvertretender Minister für kommunale und territoriale Entwicklung: „Uns ist sehr wichtig, dass jede Griwna wirksam eingesetzt wird und greifbare Verbesserungen für die Menschen bringt. Bei der sanierten Kita geht es vor allem um die Geborgenheit und Sicherheit der Kinder sowie ein modernes Lern- und Entwicklungsumfeld. Projekte wie dieses zeigen, dass Gemeinden konkret von der Zusammenarbeit mit Partnern profitieren.“
In der Oblast Lwiw unterstützt die EIB mit ihren Wiederaufbauprogrammen 15 Projekte, um Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Wasser- und Fernwärmesysteme instand zu setzen und zu modernisieren. Fünf Projekte wurden inzwischen abgeschlossen: Die Sanierung der Bilotschka-Kita in Verkhnia Bilka, das St.-Lukas-Krankenhaus in Lwiw, die Vorschule Nr. 7 „Dswinotschok“ in Truskawez, die Schule in Suchowolja und die Vorschule Vinochok in Mostyska. Alle Initiativen werden in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden umgesetzt.
Maxym Kosyzkyj, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Lwiw: „Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern unterstützen wir Gemeinden überall in der Region, auch solche, die Binnengeflüchtete aufgenommen haben. Der Wiederaufbau sozialer Infrastruktur wie dieser Kita sorgt dafür, dass sich Familien trotz Krieg weiter auf wichtige Dienste verlassen können.“
Vasyl Koval, Leiter der Landgemeinde Pidberiztsi: „Das ist die einzige Kita in unserem Dorf, die Familien sind darauf angewiesen. Mit ihrer Wiedereröffnung haben Kinder einen sicheren, warmen Ort zum Lernen und Eltern können arbeiten gehen, um den Lebensunterhalt zu verdienen.“
Auke Lootsma, UNDP-Repräsentant in der Ukraine: „Nach vier Jahren Krieg verbessern die Wiederaufbauprogramme der EIB weiter den Alltag der Menschen in der Ukraine. Gemeinsam mit den Behörden vor Ort hilft das UNDP, Projekte wie die Kitasanierung umzusetzen, damit Kinder und Familien einen sicheren, verlässlichen Ort in ihren Dörfern haben.“
Hintergrundinformationen
Die EIB in der Ukraine
Die EIB ist seit 2007 in der Ukraine tätig. Seit dem russischen Einmarsch 2022 hat sie die finanzielle Unterstützung zur Stabilisierung und Modernisierung des Landes ausgeweitet. Bislang hat die EIB 4 Milliarden Euro für die Ukraine bereitgestellt. Mit der Initiative „EU für die Ukraine“ und als wichtiger Umsetzungspartner für ein Finanzierungsfenster unter der Ukraine-Fazilität will die EIB künftig noch mehr tun – entsprechend dem Mandat der Führungsspitzen Europas und in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, EU-Ländern und internationalen Partnern.
Wiederaufbauprogramme der EIB für die Ukraine
Die Sanierung der Kita in Verkhnia Bilka in der Oblast Lwiw wurde aus dem Programm für den raschen Wiederaufbau der Ukraine finanziert, einem von drei Aufbauprogrammen der EIB. Stand Februar 2026 hat sie über diese Programme 740 Millionen Euro für den Wiederaufbau in der Ukraine vergeben. Mit dem Geld hilft sie dem Land, grundlegende kommunale Dienstleistungen zu sichern, darunter Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Wohnraum, Fernwärmenetze und Wasserinfrastruktur. Die EU bezuschusst die EIB-Programme mit 15 Millionen Euro. Das ukrainische Ministerium für kommunale und territoriale Entwicklung koordiniert und überwacht die Umsetzung der Programme gemeinsam mit dem Finanzministerium. Für die einzelnen Wiederaufbauprojekte sind die lokalen Behörden und Selbstverwaltungen zuständig. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in der Ukraine unterstützt Kommunen mit technischer Hilfe bei der Projektdurchführung und sorgt mit unabhängiger Überwachung für Transparenz und Rechenschaft. Mehr Informationen zu den Programmen
Ukrainian kindergarten in Lviv oblast reopens following EU-funded upgrade to improve energy efficiency
©EIB
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