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Der Präsident der Europäischen Investitionsbank Werner Hoyer hat heute bestätigt, dass die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen auch weiterhin verstärkt Vorhaben unterstützen wird, die zur Konjunkturbelebung, zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beitragen. Damit leistet die EIB ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise in Europa.

Auf der Jahressitzung des Rates der Gouverneure der EIB, an der die Finanzminister der 28 EU-Länder teilnehmen, unterstrich Präsident Hoyer, wie wichtig es ist, auch weiterhin umfangreiche Finanzierungsmittel für KMU, Innovation, Infrastruktur und Klimaschutz bereitzustellen. Die EIB als weltweit größte multilaterale Finanzierungsinstitution wird in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich etwa dasselbe Finanzierungsvolumen wie 2013 erreichen. Im vergangenen Jahr hat die Bank 72 Milliarden Euro für langfristige Vorhaben bereitgestellt.

„Die Europäische Investitionsbank unterstützt langfristige Investitionen, die die wirtschaftliche Erholung in Europa fördern und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt stärken. Als Bank der EU ist uns durchaus bewusst, dass die einzelnen Mitgliedstaaten vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen und bei ihren Investitionen unterschiedliche Prioritäten setzen. Die Anteilseigner der EIB haben der jüngsten Kapitalerhöhung der Bank einhellig zugestimmt. Mit dieser Entscheidung haben sie uns klar ihre Unterstützung und ihr Vertrauen signalisiert und es uns ermöglicht, neue Ziele zu setzen. Ich freue mich, dass es uns nicht nur gelungen ist, KMU und Vorhaben zur Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit noch intensiver zu unterstützen, sondern auch den Privatsektor finanziell noch stärker einzubinden, dessen Beitrag zu wichtigen Infrastrukturprojekten unentbehrlich ist“, erklärte EIB-Präsident Werner Hoyer.

In seiner Rede wies er auch gezielt auf die Herausforderungen hin, vor denen Europa nach der Krise stehen wird. „Natürlich müssen wir weiterhin Finanzdisziplin üben, Strukturreformen fördern und antizyklisch agieren, um die Finanzierungslücken von Unternehmen zu schließen. Allerdings ist es nun für uns an der Zeit, den Schwerpunkt vom Krisenmanagement auf die zukünftige Positionierung Europas in einer globalisierten Welt zu verlagern.“ Der Präsident hob hervor, dass Europa angesichts des globalen Wettbewerbs einen echten strukturellen Wandel einleiten muss: „Wir müssen das langfristige Wachstumspotenzial in Europa stärken. Das erreichen wir, indem wir Investitionen in Forschung, Entwicklung, Innovation und Infrastruktur unterstützen.“

Präsident Hoyer gab dem Rat der Gouverneure zudem aktuelle Informationen zur Mittelbeschaffung der Bank am Kapitalmarkt, zu ihrem Triple-A-Rating und zu den voraussichtlichen Entwicklungen nach der Kapitalerhöhung des Europäischen Investitionsfonds. Durch die Ausweitung der Finanzierungskapazität des EIF, dessen Mehrheitseigner die EIB ist, wird der EIF seine Tätigkeit ab 2014 deutlich verstärken können.

Zudem verwies Präsident Hoyer auf die wichtige Rolle, die die EIB mit ihrer Darlehensvergabe außerhalb Europas spielt. Rund 10 Prozent ihrer Finanzierungsmittel stellt die EIB über langfristige Darlehen außerhalb Europas für Projekte bereit, die zu Stabilität und Wirtschaftswachstum beitragen und europäischen Interessen entsprechen. Im vergangenen Jahr hat die Bank außerhalb von Europa 7 Milliarden Euro vergeben.

In seiner Jahressitzung bestellte der Rat der Gouverneure den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem zum neuen Vorsitzenden und dankte dem maltesischen Finanzminister Edward Scicluna für seinen wertvollen Beitrag als bisheriger Vorsitzender.