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  • In Tscherkassy werden Sozialwohnungen und ein Notfallzentrum eingeweiht, finanziert aus dem 200 Mio. Euro schweren EIB-Programm für den raschen Wiederaufbau der Ukraine
  • Wohnungen bieten rund 130 Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg fliehen, eine vorrübergehende Unterkunft
  • Neues Regionalzentrum für Notfall- und Katastrophenmedizin stärkt den Rettungsdienst in der Oblast Tscherkassy

Tscherkassy in der Zentralukraine hat zwei wichtige Sozialinfrastruktur-Projekte eingeweiht, die von der Europäischen Union und der Europäischen Investitionsbank (EIB) gefördert wurden. Sie verbessern die medizinische Notfallversorgung und bieten Binnengeflüchteten eine sichere Unterkunft.

Zwei ungenutzte kommunale Gebäude wurden renoviert und zu sicherem, funktionalem Wohnraum umgebaut. Sie bieten 47 Zimmer und eine vorübergehende Unterkunft für rund 130 Personen, auch für Ältere und Menschen mit Behinderung. Familien, die ihre Häuser wegen des Kriegs zurücklassen mussten, finden dort dringend benötigte Stabilität, um ihr Leben neu aufzubauen.

Das neue Regionalzentrum für Notfall- und Katastrophenmedizin des Regionalrats von Tscherkassy koordiniert den regionalen Rettungsdienst und ermöglicht eine bessere Organisation notfallmedizinischer Einsätze. Außerdem dient es als Schulungszentrum für medizinisches Personal und verfügt über sichere Lagermöglichkeiten für medizinischen Notfallbedarf. Im Zentrum sollen mehr als 140 Arbeitsplätze entstehen.

Karl Nehammer, EIB-Vizepräsident mit Aufsicht über Finanzierungen in der Ukraine: „Auch im Krieg müssen Kommunen eine Grundversorgung bereitstellen und die Schwächsten schützen. Mit Investitionen in Gesundheitsinfrastruktur und Wohnraum stärkt die EIB die Resilienz der Ukraine – damit die Menschen die Leistungen und Stabilität erhalten, die sie brauchen.“

Stefan Schleuning, Leiter der Abteilung für Zusammenarbeit bei der EU-Delegation in der Ukraine: „Überall in der Ukraine hilft die EU Kommunen, die Grundversorgung aufrechtzuerhalten und ein Gefühl von Stabilität zurückzubringen. In Tscherkassy bedeutet das eine schnellere Versorgung im Notfall und einen sicheren Ort für Familien, die ihr Zuhause verloren haben. Das ist konkrete Hilfe, wo sie am dringendsten gebraucht wird.“

Dank einer EIB-Finanzierung von über 3,2 Millionen Euro unter dem EIB-Programm für den raschen Wiederaufbau der Ukraine konnten die Projekte innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Das 200-Millionen-Euro-Programm ist eine von drei gemeinsamen Initiativen der EU und der EIB für den Wiederaufbau des Landes, die mit dem Finanzministerium, dem Ministerium für kommunale und territoriale Entwicklung und lokalen Behörden durchgeführt werden. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) steuert technische Hilfe bei.

Oleksij Kuleba, stellvertretender ukrainischer Ministerpräsident für den Wiederaufbau und Minister für kommunale und territoriale Entwicklung: „Solche Projekte zeigen, wie aus europäischer Unterstützung greifbare Verbesserungen vor Ort werden – eine leistungsfähigere lokale Versorgung und mehr Sicherheit für die Menschen, die täglich darauf angewiesen sind. Für die Oblast Tscherkassy sind dies wichtige, lang ersehnte Projekte. Sie verbessern die medizinische Versorgung, kommen Einheimischen wie Binnengeflüchteten zugute und sorgen für neue Jobs.“

In der Oblast Tscherkassy helfen EIB-Programme, die Gesundheitsversorgung, Wohnraum und kommunale Infrastruktur für Einheimische und Binnengeflüchtete wieder aufzubauen. Weitere 11 Projekte sind geplant.

Ihor Taburets, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Tscherkassy: „Wir danken unseren EU-Partnern, dass sie unsere Region unterstützen. Projekte wie diese helfen uns, die Grundversorgung zu stärken und Kommunen in Kriegszeiten unter die Arme zu greifen.“

Anatoliy Bondarenko, Bürgermeister von Tscherkassy: „Mithilfe der Europäischen Investitionsbank und des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen in der Ukraine konnten wir aus einem ehemaligen Kindergarten ein modernes Zuhause für Binnengeflüchtete machen. Tscherkassy hat fast 30 000 Menschen aufgenommen, die durch den Krieg alles verloren haben. Daher hat Wohnraum für uns oberste Priorität. Ich danke unseren Partnern für ihre Solidarität und die technische Unterstützung. Wir arbeiten weiter daran, dass sich alle, die in unserer Stadt eine neues Zuhause finden, gut aufgenommen fühlen.“

Auke Lootsma, UNDP-Repräsentant in der Ukraine: „In Partnerschaft mit der Europäischen Union und der EIB hilft das UNDP Kommunen, die Grundversorgung wiederherzustellen und sicheren Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen. Das stärkt die Dörfer und Städte und ermöglicht den Menschen, sich ein neues Leben aufzubauen.“

Hintergrundinformationen

Die EIB in der Ukraine

Die EIB ist seit 2007 in der Ukraine tätig. Seit dem russischen Einmarsch 2022 hat sie die finanzielle Unterstützung zur Stabilisierung und Modernisierung des Landes ausgeweitet. Bislang hat die EIB 4 Milliarden Euro für die Ukraine bereitgestellt. Mit der Initiative „EU für die Ukraine“ und als wichtiger Umsetzungspartner für ein Finanzierungsfenster unter der Ukraine-Fazilität will die EIB künftig noch mehr tun – entsprechend dem Mandat der Führungsspitzen Europas und in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, EU-Ländern und internationalen Partnern.

Wiederaufbauprogramme der EIB für die Ukraine

Das Regionalzentrum für Notfall- und Katastrophenmedizin und die Sozialwohnungen in der Oblast Tscherkassy wurden aus dem Programm für den raschen Wiederaufbau der Ukraine finanziert, einem von drei Aufbauprogrammen der EIB. Stand Februar 2026 hat die Bank über diese Programme 740 Millionen Euro für den Wiederaufbau in der Ukraine vergeben. Mit dem Geld hilft sie dem Land, grundlegende kommunale Dienstleistungen zu sichern, darunter Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Wohnraum, Fernwärmenetze und Wasserinfrastruktur. Die EU bezuschusst die EIB-Programme mit 15 Millionen Euro. Das ukrainische Ministerium für kommunale und territoriale Entwicklung koordiniert und überwacht die Umsetzung der Programme gemeinsam mit dem Finanzministerium. Für die einzelnen Wiederaufbauprojekte sind die lokalen Behörden und Selbstverwaltungen zuständig. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in der Ukraine unterstützt Kommunen mit technischer Hilfe bei der Projektdurchführung und sorgt mit unabhängiger Überwachung für Transparenz und Rechenschaft. Mehr Informationen zu den Programmen

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