- EIB-Gruppe vergab 2025 in Rumänien 1,6 Mrd. Euro und förderte vor allem Verkehrs- und Energieprojekte
- Mehr als die Hälfte aller Finanzierungen tragen direkt zu Klimaschutz und ökologischer Nachhaltigkeit bei
- 88 Prozent des Portfolios unterstützen Rumäniens wirtschaftliche Annäherung an den EU-Durchschnitt
Die Europäische Investitionsbank Gruppe (EIB Gruppe) hat 2025 maßgeblich zur Transformation der rumänischen Wirtschaft beigetragen. Sie förderte den Bau einer Autobahn durch die Karpaten, die Modernisierung von Bahnstrecken sowie grüne Anleihen zur Finanzierung sauberer Energie. Mit 1,6 Milliarden Euro mobilisierte die EIB-Gruppe Investitionen von insgesamt 5 Milliarden Euro. Das entspricht 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ihre Finanzierungen unterstützen ein nachhaltiges Wachstum, bessere Verkehrsverbindungen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Fast 90 Prozent der Finanzierungen dienten Kohäsionszielen. Und mehr als die Hälfte aller Projekte unterstützte direkt den Klimaschutz und die ökologische Nachhaltigkeit.
Die Investitionen flossen gezielt in Bereiche mit hoher Wirkung. Über 1,17 Milliarden Euro kamen nachhaltigen Städten und Regionen zugute – durch bessere Verkehrsverbindungen und moderne städtische Infrastruktur. Fast 185 Millionen Euro entfielen auf Energieprojekte, die den Umstieg auf eine saubere Stromerzeugung beschleunigen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhielten über 170 Millionen Euro, und mehr als 150 Millionen Euro flossen in Innovation, Digitalisierung und die Entwicklung des Humankapitals.
EIB-Vizepräsident Ioannis Tsakiris: „Rumäniens Wirtschaft wird nach und nach grüner, besser vernetzt und wettbewerbsfähiger. Die EIB-Gruppe unterstützt Investitionen in Verkehrsverbindungen und städtische Infrastruktur sowie Projekte, die die Energiewende voranbringen und landesweit langfristiges Wachstum schaffen. So legen wir die Grundlage für eine nachhaltige, resiliente Zukunft in der EU.“
In den letzten fünf Jahren hat die EIB-Gruppe in Rumänien mehr als 10,1 Milliarden Euro bereitgestellt. Damit unterstreicht sie ihr kontinuierliches Engagement vor Ort.
Flaggschiff-Projekte für Verkehr und Energie
Zu den wichtigsten Projekten gehörte 2025 die Autobahn A1 durch die Karpaten. Mit einem Kredit über 500 Millionen Euro unterstützt die EIB den Bau des 122 Kilometer langen Abschnitts zwischen Pitești und Sibiu, der zum transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN V) gehört. Der neue Abschnitt macht die Verkehrsverbindung schneller und sicherer und stärkt die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Bukarest, dem Westen des Landes und der EU. Insgesamt kostet das Projekt geschätzte 5,5 Milliarden Euro. Die EIB will dafür insgesamt bis zu eine Milliarde Euro bereitstellen – zusätzlich zu EU-Zuschüssen und nationalen Mitteln. Außerdem unterstützt die EIB das Projekt mit Beratung.
Auch Rumäniens Umstieg auf saubere Energie nahm 2025 Fahrt auf. Im Juli beteiligte sich die EIB als Ankerinvestor an der ersten grünen Unternehmensanleihe von Electrica. Die Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro ist an den Börsen in Luxemburg und Bukarest notiert. An der starken Nachfrage der Anleger zeigt sich das wachsende Vertrauen in Rumäniens Markt für erneuerbare Energien. Die Erlöse fließen in Projekte, die der EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen entsprechen.
Neben Finanzierungen erbrachte die EIB-Gruppe auch mehr Beratung. Über JASPERS begann sie mit dem Ministerium für europäische Investitionen und Projekte, integrierte nachhaltige Mobilitätsprojekte im Jiu-Tal vorzubereiten, einer für einen gerechten Übergang wichtigen Region. Dabei geht es um Investitionen von rund 30 Millionen Euro in sechs Gemeinden. Parallel dazu setzte die Bank ihre Beratung für die langfristige Modernisierung des U-Bahn-Netzes in Bukarest fort – mit Machbarkeitsstudien, Beratung zu Vertragsfragen und der Ausarbeitung einer Strategie für ein energieeffizientes Netz.
Währenddessen unterstützte der Europäische Investitionsfonds (EIF) Innovationen und KMU mit 346 Millionen Euro in Form von Garantien und Beteiligungen. Seit 2025 beteiligt sich Rumänien zudem an der Garantiefazilität für Exporte in die Ukraine. Im Rahmen der vom EIF verwalteten Initiative erhielt die Exim Banca Românească eine Garantie von 43,75 Millionen Euro, um den Handel zwischen der EU, Rumänien und der Ukraine zu fördern.
Mit ihrer gestärkten Kapitalbasis und einer höheren jährlichen Finanzierungsobergrenze von 100 Milliarden Euro ist die EIB-Gruppe gut aufgestellt, um der EU-Forderung nach mehr Investitionen in Sicherheit, Energie und strategische Autonomie nachzukommen – auch in Kohäsionsländern wie Rumänien. Zusammen mit ihren rumänischen Partnern will sie eine solide Pipeline von Projekten und Beratungsaufträgen umsetzen, die landesweit spürbare Vorteile für Menschen und Unternehmen bringen.
Hintergrundinformationen
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion.
Der Europäische Investitionsfonds
Der zur EIB-Gruppe gehörende Europäische Investitionsfonds (EIF) bietet Risiko- und Wachstumskapital, Garantien und Mikrofinanzprodukte, die einen Teil des Kreditrisikos ausgewählter Finanzintermediäre abfedern und so den Zugang zu Finanzierungen für Unternehmen, Einzelpersonen und Infrastrukturprojekte europaweit verbessern. Das ermutigt Banken, Fonds und andere Akteure aus dem Privatsektor, sich zu beteiligen, um Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit, soziale Wirkung und Kompetenzen zu fördern.