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  • EIB und Estland wollen die wachsende Lücke im Mietwohnungsmarkt schließen und Investitionen außerhalb großer Städte zügig ankurbeln
  • Nur etwa 2 Prozent der neuen Wohnungen in Estland entstehen außerhalb der Landkreise Harju, Tartu und Pärnu
  • 13-monatiges Beratungsprogramm bereitet den Boden für konkrete Projekte und einen neuen Finanzierungsrahmen für moderne Mietwohnungen

Das estnische Klimaministerium und die Europäische Investitionsbank (EIB) wollen gemeinsam das Angebot an bezahlbarem und hochwertigem Wohnraum in Estland erhöhen. Eine neue Finanzierungslösung soll die Risiken privater Bauträger außerhalb großer Städte mindern.

Infrastrukturminister Kuldar Leis: „Estland ist nicht nur Tallinn. Etwa ein Drittel der estnischen Bevölkerung lebt außerhalb der Landkreise Harju, Tartu und Pärnu. Doch dort entstehen höchstens zwei Prozent der neuen Wohnungen. Für Bauträger sind die Risiken schlicht zu hoch. Das hemmt die Arbeitsmobilität und die regionale Entwicklung. Durch die Zusammenarbeit mit der EIB kann auch in kleineren Zentren moderner Mietwohnraum entstehen. Wir wollen eine Lösung finden, bei der staatliche Interventionen auf ein Minimum beschränkt bleiben und der Wohnungsbau weitgehend vom Markt ausgeht.“

Die EIB führt eine detaillierte Marktanalyse durch und schlägt ein nachhaltiges Finanzierungsmodell sowie eine langfristige Strategie für die Entwicklung des Mietwohnungsmarktes vor. Die Beratung erstreckt sich auf einen Zeitraum von 13 Monaten.

Langfristiges Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern aus dem privaten Sektor und lokalen Behörden konkrete Investitionsprojekte auf den Weg zu bringen und dafür maßgeschneiderte Finanzierungen bereitzustellen.

EIB-Vizepräsident Karl Nehammer: „Bezahlbarer, hochwertiger Wohnraum ist für die regionale Entwicklung Estlands unverzichtbar. Kleinere Städte und Gemeinden bieten großes Potenzial, doch Bauträger sehen sich häufig mit Risiken konfrontiert, die Investitionen ausbremsen. Mit unserer Beratung wollen wir Estland helfen, ein nachhaltiges, marktgetriebenes Modell aufzubauen, das private Partner anzieht und modernen Mietwohnraum dort schafft, wo er am dringendsten gebraucht wird.“

Um die Engpässe auf dem estnischen Wohnungsmarkt zu erfassen, führten die Universität Tartu und die Estnische Kunstakademie im vergangenen Jahr eine Analyse durch (Analysis of the Opportunities for Estonia’s Affordable and Accessible Housing Policy). Ergebnis: Regionale Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt schwächen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Landes, bremsen die wirtschaftliche Entwicklung und verstärken den Fachkräftemangel.

Die EIB unterstützt in vielen EU‑Mitgliedstaaten Programme für bezahlbaren und sozialen Wohnraum und bringt bewährte Ansätze ein, die Estland an seinen Bedarf anpassen kann. Aufbauend auf diesen Erfahrungen skaliert die Bank ihre Unterstützung für den Wohnungsbau in ganz Europa mit ihrem neuen Aktionsplan und Initiativen wie der 400 Millionen Euro schweren Initiative HousingTechEU. Mehr hierzu unter Mehr Wohnraum. Besserer Wohnraum.

Hintergrundinformationen

EIB-Gruppe

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen. 336 Millionen Euro flossen in Projekte in Estland. Zusätzlich zu den Finanzierungen berät die EIB-Gruppe öffentliche und private Kunden dabei, Märkte zu entwickeln, Kompetenzen aufzubauen und wirkungsstarke Projekte durchzuführen.

Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website.

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