Suche starten DE menü Kundenportal der EIB-Gruppe
Suche starten
Ergebnisse
Top-5-Suchergebnisse Alle Ergebnisse anzeigen Erweiterte Suche
Häufigste Suchbegriffe
Meistbesuchte Seiten
EIB
  • EIB finanziert Investitionsprogramm 2025-2029 der MM S.p.A.
  • Projekt stärkt die Resilienz und Zuverlässigkeit integrierter Wasserdienste und verbessert die Qualität, ökologische Nachhaltigkeit und Sicherheit der Infrastruktur für über 1,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner
  • Finanzierung wird durch InvestEU-Programm der Europäischen Union besichert, über das die EIB in Italien bereits mehr als 4 Mrd. Euro mobilisiert hat

Die Europäische Investitionsbank (EIB) fördert das Investitionsprogramm 2025–2029 der MM S.p.A. mit einem Kredit von 100 Millionen Euro. Die MM S.p.A. ist der integrierte Wasserversorger der Stadt Mailand, zuständig für insgesamt rund 2 Millionen Menschen – 1,4 Millionen Einwohner sowie Pendler und Besucher. EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti und Francesco Mascolo, CEO der MM S.p.A., haben heute die Vereinbarung bekannt gegeben. Sie fällt mit dem 70-jährigen Bestehen des Unternehmens zusammen.

Dies ist die zweite Finanzierung der EIB für die MM S.p.A, nachdem die Bank 2016 schon einen Kredit über 70 Millionen Euro unterzeichnete. Sie wird durch eine Garantie unter dem InvestEU-Programm abgesichert, über das die EIB in Italien bereits mehr als vier Milliarden Euro mobilisiert hat.

Mit dem Kredit der EIB kann die MM S.p.A. ihr Investitionsprogramm umsetzen, das mit der zuständigen Behörde der Metropolitanstadt Mailand („Ufficio d’Ambito“) und der italienischen Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt (ARERA) abgestimmt wurde. Das Investitionsprogramm der MM S.p.A. soll die Wasserversorgung zuverlässiger machen, sie besser gegen Wetterextreme wie Dürren und Starkregen wappnen und die Energieeffizienz steigern. Ein weiterer Schwerpunkt sind Kreislauf-Projekte für die Abwassersammlung und -behandlung.

Dank der besten, an den internationalen Finanzmärkten verfügbaren Zinssätze erhält das Unternehmen bei der EIB günstigere Konditionen (Zinssätze und Laufzeiten) als bei Geschäftsbanken. Das stärkt die Finanzlage des Unternehmens zusätzlich und beschleunigt die Umsetzung der Projekte.

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti: „Dieser Kredit unterstreicht die Rolle der EIB als einer der weltweit führenden öffentlichen Geldgeber für den Wassersektor. Er ist ein wichtiger Schritt, um Mailands Infrastruktur zu stärken und die Wasserversorgung resilienter, sicherer und effizienter zu machen.“

Francesco Mascolo, CEO der MM S.p.A.: „Die Vereinbarung mit der EIB kommt zu einem historischen Zeitpunkt für Wasserwirtschaftsunternehmen. Neue Richtlinien treten in Kraft, und die Europäische Kommission bringt die Wasserresilienzstrategie auf den Weg. Unser Unternehmen sieht diesen neuen Herausforderungen ins Auge und will sich weiter verbessern. Durch die Investitionen der vergangenen Jahre konnten wir die Netzverluste bereits auf 11 Prozent senken, verglichen mit einem Landesdurchschnitt von 40 Prozent. Dadurch kann Mailand nach wie vor einen der niedrigsten Tarife in Europa anbieten.“

Italien ist größter Empfänger von EIB-Krediten für den Wassersektor

Seit 1958 hat die EIB weltweit über 86 Milliarden Euro für mehr als 1 770 Wasserprojekte vergeben. Damit gehört sie zu den führenden Kreditgebern in diesem Sektor. Italien hat für Wasserprojekte in den vergangenen zehn Jahren über 4,3 Milliarden Euro von der EIB erhalten – mehr als jedes andere Land.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanzieren wir Investitionen, die zu den Zielen der EU beitragen. So fördern wir die Bereiche Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt. Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte, die Europa wettbewerbsfähiger und sicherer machen. In Italien unterzeichnete die EIB-Gruppe vergangenes Jahr 99 Finanzierungen im Gesamtbetrag von 10,98 Milliarden Euro und mobilisierte damit in der Realwirtschaft Investitionen von knapp 37 Milliarden Euro. Alle von der EIB-Gruppe finanzierten Projekte entsprechen dem Pariser Klimaabkommen – so wie in ihrem Klimabank-Fahrplan zugesagt. Fast 60 Prozent ihrer jährlichen Finanzierungen fließen in Projekte, die direkt zu Klimaschutz, Klimaanpassung und einer gesünderen Umwelt beitragen. Die Gruppe setzt sich für eine stärkere Integration der Märkte ein und mobilisiert mit ihrem Engagement zusätzliche Investitionen. 2024 stieß sie Investitionen von mehr als 100 Milliarden Euro in Europas Energiesicherheit an und mobilisierte weitere 110 Milliarden Euro für Start-ups und Scale-ups. Rund die Hälfte der EIB-Finanzierungen innerhalb der EU fließt in Kohäsionsregionen, wo das Pro-Kopf-Einkommen unter dem EU-Durchschnitt liegt.

Das InvestEU-Programm mobilisiert umfangreiche private und öffentliche Mittel für langfristige Finanzierungen in der EU, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Es stößt auch private Investitionen an, die zu EU-Zielen wie dem europäischen Grünen Deal und dem digitalen Wandel beitragen. InvestEU vereint alle bisherigen EU-Instrumente zur Förderung von Investitionsprojekten in Europa unter einem Dach und macht ihre Finanzierung dadurch einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm hat drei Bausteine: den InvestEU-Fonds, die InvestEU-Beratungsplattform und das InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird von Durchführungspartnern umgesetzt, die bei der Kreditvergabe auf die EU-Haushaltsgarantie von 26,2 Milliarden Euro zurückgreifen können. Diese Garantie erhöht die Risikotragfähigkeit der Partner und mobilisiert so mindestens 372 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen.

Die MM S.p.A. wurde 1955 als Metropolitana Milanese gegründet – ein Engineering-Unternehmen, das sich vollständig im Eigentum der Stadt Mailand befand und die Mailänder U-Bahnlinien planen sollte. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen sein Geschäftsspektrum erweitert, bleibt aber weiter in seinem traditionellen Kernbereich, dem Engineering, aktiv. 2003 hat die Stadt Mailand der MM S.p.A. die Bewirtschaftung der integrierten Wasserdienste der Stadt übertragen: Förderung und Aufbereitung von Grundwasser, Qualitätskontrolle sowie die Rückführung des Wassers in das Ökosystem und die Landwirtschaft. Seit 2014 verwaltet und modernisiert die MM S.p.A. gemeinsam mit der Stadt Mailand den kommunalen Wohnungsbestand. Das Unternehmen übernimmt Verwaltungsaufgaben, den Kundendienst sowie die laufende und außerordentliche Instandhaltung. 2018 eröffnete die MM S.p.A. in Mailand die Centrale dell’Acqua – ein für die Öffentlichkeit zugängliches Museum rund um das Thema Wasser. Seit 2020 übernimmt das Unternehmen routinemäßige Instandhaltungen sowie dringende Maßnahmen in Schulgebäuden und Sportanlagen der Stadt Mailand, die von Milanosport verwaltet werden. 2022 führte die MM S.p.A. das grüne Enterprise Resource Planning (ERP) ein, das für die Vermögenswerte der Stadt Mailand relevant ist. Seit 2023 ist das Unternehmen zudem für die laufende Instandhaltung der Mailänder Straßen und seit 2025 für die Pflege der öffentlichen Grünflächen zuständig.

Kontakt

Referenz

2025-541-DE