- EIB vergibt Kredit von bis zu 870 Mio. Euro an das finnische Telekommunikationsunternehmen Nokia für Forschung an Mobilfunktechnologien der nächsten Generation
- Kredit fördert Nokias Entwicklung von 5G-Advanced und KI-gestütztem 6G
- Finanzierung mit InvestEU-Unterstützung stärkt Europas strategische Position im Telekomsektor
Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt einen Kredit von bis zu 870 Millionen Euro an das finnische Telekommunikationsunternehmen Nokia. Damit soll die Entwicklung von Mobilfunktechnologien der nächsten Generation wie 5G-Advanced und 6G beschleunigt und Europas technologische Führungsrolle im Mobilfunk gestärkt werden.
Die EIB unterstützt mit ihrem Kredit die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Nokia im Bereich Funkzugangsnetze, sowohl bei der Hardware als auch der Software. Diese Technologien sind entscheidend, um die Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz und Cybersicherheit von Mobilfunknetzen zu erhöhen. Sie schaffen außerdem die Voraussetzungen dafür, künstliche Intelligenz in künftige 6G-Netze zu integrieren. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, hochqualifizierte Arbeitsplätze und wichtiges geistiges Eigentum in Europa zu halten.
EIB-Vizepräsident Karl Nehammer: „Nokias Innovationen in den Bereichen 5G und 6G sind ein Schlüssel für die digitale Zukunft Europas. Mit der Unterstützung dieses Forschungs- und Entwicklungsprogramms stärken wir die strategische Autonomie bei Netztechnologien der nächsten Generation und machen Europa in einem kritischen Sektor wettbewerbsfähiger.“
Nokia mit Sitz im finnischen Espoo ist ein global führendes Unternehmen für Festnetz-, Mobilfunk- und Cloud-Netzwerktechnologien. Der Konzern ist in über 130 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 78 000 Menschen. 2024 investierte das Unternehmen 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, das entsprach 23 Prozent des Jahresumsatzes.
Das mehrjährige Forschungs- und Entwicklungsprogramm, das die EIB mit ihrem Kredit unterstützt, wird in mehreren EU-Ländern umgesetzt, vor allem in Polen, gefolgt von Finnland, Frankreich, Deutschland und weiteren Mitgliedstaaten.
Der Kredit ist in zwei Tranchen strukturiert: 435 Millionen Euro wurden im Dezember 2025 zugesagt, und eine zweite Tranche in gleicher Höhe soll Mitte 2026 unterzeichnet werden. Die Auszahlung richtet sich nach dem Investitionsplan des Projekts.
Nokia-CFO Marco Wiren: „Diese Finanzierung unterstützt unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die grundlegend für unser strategisches Ziel ist: Wir wollen die nächste Ära der Konnektivität mit 5G-Advanced und KI-nativem 6G anführen und mit vertrauenswürdigen, sicheren und intelligenten Netzen den KI-Superzyklus vorantreiben.“
Mit ihrer Finanzierung unterstützt die EIB zentrale Ziele der Europäischen Union in den Bereichen digitale Infrastruktur, Cybersicherheit und strategische Autonomie. Die durch eine InvestEU-Garantie abgesicherte Finanzierung ist Teil der TechEU-Initiative und fördert auch Sicherheits- und Verteidigungsziele der EU, da Funknetze verbesserte Cybersicherheitsfunktionen aufweisen.
Grundlage für die Finanzierungsvereinbarung ist eine langjährige Partnerschaft zwischen der EIB und Nokia. Dank der verlässlichen langfristigen Unterstützung der Bank kann Nokia in einem immer stärker umkämpften globalen Markt moderne Technologien im großen Maßstab entwickeln.
Hintergrundinformationen
Die EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. 2024 unterzeichnete die EIB-Gruppe fast 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt. Alle Projekte, die die EIB-Gruppe finanziert, entsprechen dem Pariser Klimaabkommen.
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