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  • Präsident Hoyer und kenianischer Finanzminister weihen Regionalzentrum Ostafrika ein
  • EIB unterstützt mit neuer Finanzierung Coronaerholung des privaten Sektors und mobilisiert Investitionen in fragilen Regionen und in den Bau von bezahlbarem Wohnraum
  • 45 Jahre EIB in Kenia – Nairobi Sitz des ersten Regionalzentrums in Afrika

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) Werner Hoyer und Vizepräsident Thomas Östros haben heute mit dem kenianischen Finanzminister Ukur Kanacho Yatani das neue Regionalzentrum in Nairobi feierlich eröffnet. Es ist ihr erster offizieller Besuch in Afrika seit Beginn der Covid-19-Pandemie.

Mit dem Zentrum verstärkt die EIB ihre Präsenz in Afrika. Zuvor hatte Präsident Hoyer gemeinsam mit den CEO der Co‑operative Bank, der Trade and Development Bank und der International Housing Solutions eine transformative neue Finanzierung von 400 Millionen Euro bekannt gegeben. Die Gelder helfen dem kenianischen Privatsektor aus der Coronakrise, stärken die Investitionstätigkeit in fragilen Regionen Ostafrikas und fließen in den Bau bezahlbaren und energieeffizienten Wohnraums.

EIB-Präsident Hoyer: „Wir bei der Europäischen Investitionsbank steigern die Wirkung unserer nachhaltigen Investitionen weltweit in enger Zusammenarbeit mit unseren globalen Partnern und durch verstärkte Vor-Ort-Präsenz unserer technischen, Umwelt- und Finanzfachleute. Das heute eingeweihte neue Regionalzentrum der EIB in Nairobi baut auf unserer 56-jährigen Erfahrung in Afrika auf. Es ist ein Meilenstein in der Tätigkeit der Bank der EU in Kenia. In den kommenden Wochen wird die EIB einen eigenen Geschäftsbereich Entwicklung in Betrieb nehmen, der den Beitrag der Bank zu den Investitionsherausforderungen weltweit und vor Ort weiter erhöhen wird.“

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Das Regionalzentrum der EIB in Nairobi schlägt ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen kenianischen, afrikanischen, europäischen und globalen Partnern auf. Die EIB kann damit besser privaten und öffentlichen Investitionsprioritäten gerecht werden und Best Practice mit den Projektpartnern aufbauen. Es freut mich, beim ersten hochrangigen Besuch der EIB in Afrika seit der Pandemie dabei zu sein und mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft, Bankwesen und Zivilgesellschaft zusammenzutreffen.“

Henriette Geiger, Botschafterin der Europäischen Union in Kenia: „Wir fühlen uns geehrt, dass die EIB Nairobi als Standort für ihr Regionalzentrum ausgewählt hat. Es zeigt, dass Nairobi als Tor nach Ostafrika immer wichtig wird. Gleiches gilt für Kenia als strategischen Partner der Europäischen Union, mit dem wir in verschiedenen Bereichen wie Handel und Investitionen zusammenarbeiten.”

Das EIB-Regionalzentrum in Nairobi wurde im Beisein führender Vertreterinnen und Vertreter der Regierung, der Wirtschaft und des Bankensektors sowie afrikanischer und europäischer Diplomatinnen und Diplomaten offiziell eingeweiht.

EIB verstärkt Einsatz und Wirkung in Afrika

Die Europäische Investitionsbank ist die weltweit größte supranationale Bank. Das neue Regionalzentrum in Nairobi potenziert die Wirkung der technischen und finanziellen Unterstützung der EIB für entwicklungswirksame Investitionen in Ostafrika. Es baut auf der Arbeit der EIB in Kenia auf, die dort seit 1976 tätig ist und 2005 eine Vertretung für Ostafrika einrichtete.

In den kommenden Monaten wird das Regionalzentrum in enger Partnerschaft mit ostafrikanischen Partnern sein Know-how in Investitionen in Klimaschutz, Innovation und Digitalisierung erweitern und verstärken.

Im September billigten die Anteilseigner der EIB, die 27 EU-Mitgliedsländer, die Pläne der Bank zur Stärkung ihres globalen Entwicklungsengagements. Anfang 2022 wird daher ein eigener Geschäftsbereich Entwicklung der EIB seine Arbeit aufnehmen.

Neu: 400 Millionen Euro für coronageschädigte Unternehmen, fragile Regionen und Wohnungsbau

Vor der Einweihung des Regionalzentrums gab die EIB neue Finanzierungen für transformative Investitionen in Ostafrika bekannt.

Mit einem 50-Millionen-Euro-Finanzierungsprogramm für Unternehmen in Partnerschaft mit der Co‑operative Bank of Kenya unterstützt sie Neuinvestitionen kenianischer Firmen des privaten Sektors in den am stärksten von Corona betroffenen Branchen.

Die EIB fördert auch erstmals die Mobilisierung von Investitionen in fragilen Regionen, um den Herausforderungen durch Klimawandel, Armut und Instabilität zu begegnen. Eine Initiative über 163 Millionen Euro mit der Comesa Trade and Development Bank finanziert entsprechende Projekte im östlichen und südlichen Afrika.

Ein 180 Millionen Euro schweres Programm mit dem afrikanischen Partner International Housing Solutions beschleunigt den Bau Tausender von bezahlbaren und energieeffizienten Häusern und Wohnungen in Kenia.

EIB baut Engagement mit afrikanischen Finanzpartnern aus

Im letzten Jahr vergab die EIB in Afrika Neufinanzierungen von mehr als fünf Milliarden Euro, mit denen sie transformative Investitionen des öffentlichen und privaten Sektors von über zwölf Milliarden Euro ermöglichte.

Dafür startete sie Finanzierungsinitiativen mit afrikanischen Banken und Finanzinstituten, um gezielt Unternehmen bei der Erholung von der Coronakrise zu helfen, Klimafinanzierungen zu beschleunigen, den Zugang zu Kapital für Unternehmerinnen zu erleichtern und mehr Geld für Kleinbäuerinnen und ‑bauern auf dem Land bereitzustellen.