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  • Europäische Einrichtungen verhelfen über Durchleitungsdarlehen von 25 Millionen Euro malawischen Kleinbauern und Agrargenossenschaften zu langfristigen Finanzierungen in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette
  • EIB und EU vergeben über malawischen Partner Ecobank günstige Kredite an KMU im Agrar- und Lebensmittelsektor
  • Technische Hilfe befähigt heimische Partnerbanken, Projekte entlang der Agrar- und Lebensmittel-Wertschöpfungskette zu ermitteln, zu bewerten und zu überwachen sowie neue Finanzprodukte zu entwickeln

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Europäische Union haben heute bekannt gegeben, dass sie gemeinsam mit der Ecobank Malawi den Zugang zu Finanzierungen für landwirtschaftliche KMU des Landes verbessern wollen. Die EIB unterzeichnete mit Rückendeckung der EU-Investitionsoffensive für Drittländer ein Darlehen über 12,5 Millionen Euro mit der Ecobank Malawi. Ergänzt wird es durch eine EU-finanzierte Risikoteilungsfazilität und ein Programm für technische Hilfe, um KMU im Agrar- und Lebensmittelsektor zu unterstützen. Damit erhalten auch Partner in Malawi technische Unterstützung und Finanzierungen für ihre Investitionen. Kleinbauern werden damit besser in einheimische Wertschöpfungsketten eingebunden.

Das Zielvolumen der Finanzierungen beläuft sich auf insgesamt 50 Millionen Euro. Für die Kredite mit einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren – was länger als sonst am Markt üblich ist – kommen Agrarbetriebe im ganzen Land infrage. Die Kreditnehmer werden damit voraussichtlich ihre Geräte nachrüsten oder neue, modernere Geräte anschaffen und können so erfolgreicher wirtschaften.

Raymond Fordwuo, Managing Director der Ecobank Malawi: „Wir bei der Ecobank wissen, dass unser Beitrag zum Wirtschaftswachstum und zur Finanzintegration Afrikas unvollständig wäre, wenn wir nicht KMU, vor allem in der Landschaft, betreuen würden. Der heutige Tag markiert den Beginn einer Beziehung, die einen der wichtigsten Sektoren Malawis von Grund auf verändern könnte. Durch die Partnerschaft mit der malawischen Regierung, der Europäischen Union und der Europäischen Investitionsbank im Rahmen eines Durchleitungsdarlehens können KMU die landwirtschaftliche Wertschöpfungskette optimal nutzen – und stärken damit die gesamte Wirtschaft.“

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Die Landwirtschaft ist eine tragende Säule der malawischen Wirtschaft. Trotzdem ist die Existenz vieler Kleinbauern ungewiss, angesichts von Klimawandel, Krankheiten und Schädlingen. Dieses EU-finanzierte Projekt schützt gegen einige der Risiken und hilft Akteuren des Sektors, die sonst keine Kredite bekommen. So können sich auch Kleinbauern eine sichere Existenz aufbauen und Teil der lokalen Wertschöpfungskette werden, was letztlich das Leben aller Menschen verbessert.“

Aurélie Valtat, Beauftragte der EU-Delegation in Malawi: „Team Europe liefert! Die EU und die EIB fördern in Partnerschaft mit der Ecobank die Integration von Kleinbauern und KMU. Malawi 2063, wir kommen!“

Lobin Lowe, malawischer Landwirtschaftsminister: „Die Regierung hat zwar schon wichtige Initiativen für KMU in der Landwirtschaft auf den Weg gebracht, doch mit begrenzten Ressourcen lässt sich auch nur begrenzt etwas erreichen. Umso verdienstvoller ist das, was sich die Ecobank Malawi und die Europäische Investitionsbank vorgenommen haben. Aus dem Durchleitungsdarlehen werden nicht nur Investitionen finanziert, die technische Unterstützung hilft Kleinbauern auch bei der Integration in Wertschöpfungsketten und Lebensmittelsysteme.“

Das Projekt ist das jüngste einer Reihe von Projekten, die EIB und EU in Malawi fördern. Für den Agrarsektor wurden bereits – allerdings mit anderen einheimischen Partnerbanken – 2019 ein Darlehen und 2016 ein Durchleitungsdarlehen vergeben.