>@Shutterstock
©Shutterstock
  • Europäische Investitionsbank vergibt Darlehen über 50 Millionen Euro an Vilniaus vandenys zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur in und um Litauens Hauptstadt
  • Erste Tranche von 20 Millionen Euro bereits unterzeichnet – Mittel für die Modernisierung von zwei Kläranlagen und die Sanierung der Verteilungs- und Sammelnetze im Großraum Vilnius
  • Projekt soll Wasserverschmutzung verringern und dadurch die Umwelt- und Lebensbedingungen in der Region verbessern

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und der litauische Wasserversorger Vilniaus vandenys haben ein Darlehen über 50 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren vereinbart. Mit dem Geld will das Unternehmen die Wasser- und Abwasserinfrastruktur in der Hauptstadtregion modernisieren und dadurch die Umwelt- und Lebensbedingungen vor Ort verbessern. Die erste Tranche von 20 Millionen Euro wurde bereits unterzeichnet. Neben der Erneuerung von zwei Kläranlagen (in Vilnius und in Švenčionys) sollen auch die Wasser- und Abwassernetze in und um Vilnius saniert werden.

Marius Švaikauskas, CEO von Vilniaus vandenys: „Mit dem Darlehen können wir unsere Ziele reibungslos umsetzen und ein sehr ambitioniertes Investitionsprogramm einhalten. Dadurch wird unser Unternehmen zweifellos effizienter, und auch die Qualität unserer Dienstleistungen wird sich erheblich verbessern. So können wir mehr Haushalte an die zentrale Wasserversorgung anbinden, unseren Kunden eine bessere Trinkwasserqualität bieten und die Umweltverschmutzung verringern. Bei der Projektplanung geht es uns nicht nur um den Ausbau der Anlagen, sondern auch um zukunftsfähige Technologien und nachhaltige, umweltfreundliche Lösungen.“

Durch die Modernisierung der veralteten Kläranlagen werden die aufnehmenden Gewässer künftig weniger verschmutzt. Das wirkt sich positiv auf die Umwelt aus und schafft im Großraum Vilnius gesündere Lebensbedingungen. In Siedlungen ohne Aufbereitungsanlagen werden Abwässer oft in Flüsse oder Klärgruben eingeleitet und gelangen von dort ins Grundwasser. Durch die Erneuerung der beiden Kläranlagen wird sich auch der Zustand der nahe gelegenen Flüsse Neris und Mera-Kūna verbessern.

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Solche Projekte entsprechen genau den Ambitionen der EIB als Klimabank der EU. Es muss viel investiert werden, um die Trinkwasser- und die Abwasserinfrastruktur instand zu halten. Da geht die Bank gern zur Hand. Bessere Kläranlagen und Versorgungsnetze sind gut für Mensch und Umwelt.“

Valdas Benkunskas, stellvertretender Bürgermeister von Vilnius: „Seit Jahren ist die Wasserinfrastruktur in und um Vilnius nicht ordnungsgemäß instand gehalten worden. Deshalb besteht jetzt enormer Investitionsbedarf. Wir wollen das zentrale Netz umfassend sanieren und moderne Lösungen für die Abwasserbehandlung umsetzen. Das kommt nicht nur den Verbrauchern zugute, sondern auch der Umwelt. Unsere nachhaltigen, langfristigen Projekte sind zugleich eine Investition in die Zukunft. Mit der Finanzspritze der Europäischen Investitionsbank können wir diese Veränderungen nun schneller und besser umsetzen als gedacht.“

Mit dem Darlehen finanziert die EIB in erster Linie die Sanierung und den Ausbau der Wasserversorgung, des Abwassernetzes und der Kläranlagen in Vilnius und Umgebung, vor allem in den Gemeinden Švenčionys, Švenčionėliai, Pabradė, Nemenčinė, Gėla, Šalčininkai und Eišiškės. Vilniaus vandenys will mit dem Geld auch neue IT-Lösungen umsetzen, die das Wassermanagement verbessern.

Gintaras Samuolis, CFO und für Unternehmensplanung und Finanzen zuständig: „Wir freuen uns über die günstigen Konditionen des EIB-Darlehens und hoffen, dass das der Beginn einer langfristigen, harmonischen Zusammenarbeit ist, die beiden Seiten zugutekommt.“

Vilniaus vandenys ist das größte Wasser- und Abwasserunternehmen in Litauen und hat über 265 000 Kunden in Vilnius sowie in den Rajongemeinden Vilnius, Švenčionys und Šalčininkai. Das Unternehmen liefert täglich rund 93 000 Kubikmeter Wasser und sammelt und behandelt mehr als 111 000 Kubikmeter Abwasser.