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  • Darlehen von 30 Millionen Euro an Mabion für die Erforschung und Herstellung innovativer Arzneimittel zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen
  • Erstes polnisches Darlehen aus der vom Juncker-Plan unterstützten Europäischen Fazilität für Wachstumsfinanzierungen
  • Schaffung von 96 Arbeitsplätzen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat dem polnischen Biotech-Unternehmen Mabion 30 Millionen Euro zur Finanzierung seiner Wachstumspläne zugesagt. Das Unternehmen nutzt die Mittel für ein umfassendes Forschungs- und Entwicklungsprogramm, klinische Studien und den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Mithilfe der Finanzspritze schafft Mabion voraussichtlich 96 zusätzliche Stellen.

Das EIB-Darlehen wird über eine Garantie des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert, der Finanzierungssäule des Juncker-Plans. Es handelt sich um die erste Operation in Polen, die von der EFSI-gestützten Europäischen Fazilität für Wachstumsfinanzierungen profitiert, die Venture-Debt anbietet.

Mabion ist ein polnisches Biotech-Unternehmen in der vorkommerziellen Phase und auf die Entwicklung und Herstellung von Medikamenten spezialisiert, die zur Behandlung bestimmter Blutkrebsarten wie etwa dem Lymphom und rheumatoider Arthritis eingesetzt werden.

Jean-Christophe Laloux, EIB-Direktor mit Generalvollmacht und Leiter Finanzierungsoperationen: „Diese innovative EIB-Finanzierung ist ein Meilenstein in Polen: Sie geht an ein innovatives Unternehmen, das massiv in Forschung und Entwicklung investiert und wichtige Medikamente zur Behandlung onkologischer Erkrankungen entwickelt. Die Bank der EU kann gemeinsam mit der Europäischen Kommission die langfristigen Pläne von Mabion und damit das Wachstum des polnischen Biotech-Sektors unterstützen.“

Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: „Ich freue mich sehr, dass die EU erneut in ein Projekt im Gesundheitsbereich investiert. Davon werden vor allem Menschen mit Krebs- und Autoimmunerkrankungen profitieren. Durch das Projekt werden in diesem Sektor auch Arbeitsplätze entstehen, die den Lebensunterhalt von Familien sichern. Die EU macht damit deutlich, dass sie innovative Unternehmen in Polen und in ganz Europa verstärkt fördern will.“

Grzegorz Grabowicz, Vorstandsmitglied und Financial Director von Mabion: „Wir sind stolz darauf, dass eine Institution wie die Europäische Investitionsbank mit uns kooperiert und unser ehrgeiziges Projekt unterstützt. Sobald die EMA den Verkauf unserer Medikamente in der Europäischen Union genehmigt hat, benötigen wir Finanzierungsmittel für den Ausbau der Infrastruktur und für weitere Forschung. Mit dem EIB-Darlehen können wir einen Großteil unseres Investitions- und Entwicklungsbedarfs finanzieren.“

Weitere Informationen zum Projekt:

  • Das Darlehen von 30 Millionen Euro deckt etwa 30 Prozent der veranschlagten Kosten (97 Millionen Euro) von Mabions Wachstumsplänen. Es deckt die FuE-Kosten, die in der frühen und späten Phase der Programme zur Entwicklung von „Biosimilars“ und innovativen Arzneimitteln anfallen, sowie die Investitionen zur Modernisierung der Herstellungsverfahren. Mit den Mitteln sollen bestehende Fabrikeinrichtungen mit moderner Produktionsausrüstung und ein Erweiterungsbau mit neuen Produktionsanlagen sowie Laboren für Forschung, Entwicklung und Qualitätskontrolle ausgestattet werden. Das Darlehen wird in drei Tranchen ausgezahlt, die an das Erreichen von Meilensteinen geknüpft sind.
  • Dank der EFSI-Unterstützung kann die EIB ein höheres Risiko übernehmen und eine stabile langfristige Finanzierung mit flexibler Rückzahlungs- und Zinsstruktur bereitstellen. Dies begrenzt Mabions Mittelabfluss kurz- bis mittelfristig und ermöglicht es dem Unternehmen, schwerpunktmäßig in Innovation und Wachstum zu investieren.
  • Nach Abschluss der klinischen Studien für das am weitesten fortgeschrittene Programm – ein Biosimilar von Rituximab zur Behandlung bestimmter Blutkrebsarten – geht Mabion davon aus, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) seine Stellungnahme bis Ende 2019 vorlegen wird. Der CHMP ist eine Einrichtung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Eine positive Stellungnahme dieses Ausschusses ist die Grundlage, auf der die Europäische Kommission die Vermarktung von Medikamenten genehmigt. Mabion könnte das erste in der EU ansässige Unternehmen sein, das auf dem EU-Markt ein Biosimilar von Rituximab einführt.
  • Das Projekt dürfte sich positiv auf die Beschäftigung auswirken: Etwa 96 zusätzliche feste Stellen dürften entstehen, auch für Fachkräfte im Bereich Forschung und Entwicklung.