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  • 7,5 Millionen Euro für die Entwicklung von Software- und Hardwarelösungen zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle in Großküchen
  • Bis 2025 Rettung von Lebensmitteln im Wert von 900 Millionen Euro und Sicherung von 69 Arbeitsplätzen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt mithilfe des Juncker-Plans 7,5 Millionen Euro für Winnow bereit. Der rumänische Spezialist für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen will das Geld nutzen, um Software- und Hardwarelösungen zu entwickeln, mit denen Großküchen ermitteln können, welche Lebensmittel in welchen Mengen weggeworfen werden. Köchinnen und Köche sollen mit den gewonnenen Daten in die Lage versetzt werden, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Das EIB-Darlehen wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert, das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa („Juncker-Plan“). Ohne den EFSI könnte die EIB dieses Projekt aufgrund des Fremdkapitalvolumens und des Risikos nicht im selben Umfang fördern.

Andrew McDowell, EIB-Vizepräsident: „Zum ersten Mal wird ein Projekt in Rumänien über die Europäische Fazilität für Wachstumsfinanzierungen gefördert. Mithilfe des Juncker-Plans unterstützen wir ein innovatives Unternehmen, das wesentlich dazu beitragen wird, den Lebensmittelabfall in rumänischen Großküchen zu senken. Gleichzeitig fördert das Projekt auch Forschung und Entwicklung in Rumänien, es stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Landes, und es schafft hochwertige Arbeitsplätze.“

Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei: „Winnow will Großküchen helfen, ihre Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Das kommt unseren natürlichen Ressourcen zugute, und es ist wirtschaftlich sinnvoll. Mit den innovativen Tools des Unternehmens können Köchinnen und Köche alle täglichen Abfälle erfassen und analysieren, um dann bessere Entscheidungen zu treffen. Ich freue mich, dass das Projekt durch die Bank der EU und den Juncker-Plan unterstützt wird.“

Kevin Duffy, Mitgründer von Winnow: „Wir schaffen Arbeitsplätze vor Ort und bauen in Cluj ein erstklassiges Team auf, um unseren Entwicklungsplan erfolgreich umzusetzen. Der Tech-Community in Cluj steht eine interessante Zukunft bevor. Dass wir als einer der ersten KI-Pioniere von der Europäischen Investitionsbank gefördert werden, ist eine Anerkennung der intensiven Arbeit unseres Teams.“

Winnow wurde 2013 in Großbritannien gegründet. Das Technologieunternehmen entwickelt KI-Tools, mit denen Großküchen profitabler und nachhaltiger betrieben und die Lebensmittelabfälle halbiert werden können. Denn Lebensmittel sind viel zu wertvoll, um sie zu verschwenden, und Technologie kann die Art und Weise, wie Lebensmittel verwendet werden, verändern – davon ist das Unternehmen überzeugt. Großküchen sollen vernetzt werden, damit der Hospitality-Sektor Küchen effizienter betreiben und die Verschwendung durch vermeidbare Abfälle stoppen kann.

Über das Darlehen

Das Darlehen wird mithilfe der Europäischen Fazilität für Wachstumsfinanzierungen bereitgestellt. Sie wurde eingerichtet, um eine Lücke bei (Quasi-)Eigenkapitalfinanzierungen in Europa zu überbrücken. Diese Lücke ist durch strukturelles Marktversagen bei der Bereitstellung von Risikokapital für Unternehmen bedingt, die bereits Risikokapital erhalten haben und sich nun in einer späteren Phase befinden. Europäische KMU und Midcap-Unternehmen leiden unter einer systembedingten Knappheit nicht verwässernder Großfinanzierungen für Wachstumsinvestitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die Finanzierung der EIB soll dafür sorgen, dass weitere private Investoren bei den Unternehmen einsteigen.