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©Andrea Morawski/MPK SA Krakow
  • Der Bus- und Straßenbahnbetreiber MPK erhält 87 Millionen Euro (376 Millionen Zloty) für den Erwerb von bis zu 90 neuen energiesparenden Straßenbahnen und die Modernisierung der vorhandenen Flotte
  • Es ist das dritte und größte EIB-Darlehen an das Unternehmen in weniger als zehn Jahren und insgesamt das vierte für das städtische Straßenbahnnetz
  • Das neue Engagement der EIB wird auf der Weltklimakonferenz COP 24 in Kattowitz bekannt gegeben

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und der polnische Bus- und Straßenbahnbetreiber MPK (Miejskie Przedsiębiorstwo Komunikacyjne SA w Krakowie) haben heute auf der Weltklimakonferenz COP 24 in Kattowitz ein neues Darlehen angekündigt, das dem kommunalen Unternehmen die Modernisierung seiner Straßenbahnflotte ermöglicht. Die EIB vergibt 376 Millionen Zloty (86,9 Millionen Euro) an die MPK. Das Unternehmen will veraltete Modelle durch neue ersetzen und vorhandene Straßenbahnen modernisieren. Insgesamt sollen bis zu 90 neue energiesparende Niederflurstraßenbahnen angeschafft werden. Durch das Darlehen kann die MPK langfristig Mittel zu günstigen Zinssätzen in Anspruch nehmen.

Mariusz Szałkowski, Vizepräsident der MPK in Krakau: „Mit dem Darlehen von der EIB kann die MPK ihre Flottenerneuerung wie geplant fortsetzen. Im Dezember unterzeichnen wir eine Vereinbarung mit einem Konsortium, dem die Stadler Polska und die Solaris Bus & Coach SA angehören. Die Vereinbarung sieht den Erwerb von 15 zusätzlichen neuen Straßenbahnen vor und ist Teil einer im Januar dieses Jahres unterzeichneten Rahmenvereinbarung für den Erwerb von 50 Straßenbahnen. Im nächsten Jahr folgt die Ausschreibung für 40 weitere Straßenbahnen.“

Vazil Hudak, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank: „Die EIB arbeitet seit nahezu zehn Jahren mit der MPK zusammen. Mit diesem dritten Darlehen will der Krakauer Verkehrsbetreiber neues rollendes Material anschaffen und bereits vorhandene Straßenbahnen modernisieren. Die Bank hat in diesem Zeitraum auch die Modernisierung der Straßenbahninfrastruktur mitfinanziert. Wir sind davon überzeugt, dass ein gut funktionierendes städtisches Verkehrsnetz maßgeblich dazu beitragen kann, die Umweltverschmutzung und den Klimawandel einzudämmen.“

Dies ist das dritte und größte Direktdarlehen, das die EIB der MPK seit Aufnahme ihrer Zusammenarbeit im Jahr 2010 bereitstellt. Damit hat das Unternehmen insgesamt bereits 618 Millionen Zloty von der EIB erhalten.

Die MPK kann dank dieser Finanzierung alle Straßenbahnen binnen weniger Jahre durch neue energiesparende Niederflurfahrzeuge ersetzen. Hierfür plant das Unternehmen Investitionen von rund einer Milliarde Zloty.

Die EIB betrachtet dieses Darlehen im weiteren Kontext ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit der Stadt Krakau, an die sie 1998 erstmals ein auf 45 Millionen ECU lautendes Darlehen vergab. Seither hat die EIB die Stadt und ihre kommunalen Einrichtungen dabei unterstützt, die städtische Infrastruktur zu verbessern. Die Maßnahmen betrafen unter anderem die Wasser- und Abwasserinfrastruktur, das Fernwärmenetz, Straßen, darunter auch ein Abschnitt der Krakauer Umgehungsstraße Łagiewnicka, sowie die thermische Sanierung von Gebäuden.