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Eriwan, die Hauptstadt Armeniens, wird dank der von der Europäischen Investitionsbank (EIB) bereitgestellten Mittel umweltfreundlicher und energieeffizienter werden. Die Stadt Eriwan erhält ein EIB-Darlehen in Höhe von 7 Millionen Euro, um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von öffentlichen Gebäuden zu finanzieren. Gleichzeitig erhält die armenische Hauptstadt eine Kombination von Darlehens- und Zuschussmitteln der EIB und von internationalen Geldgebern zur Verbesserung ihrer Abfallbewirtschaftung.

Projekt Energieeffizienz Eriwan

Die EIB-Finanzierung wird zur Steigerung der Energieeffizienz öffentlicher Gebäude in Eriwan, wie etwa von Kindergärten, beitragen. Erwartet werden geringere Energie- und Wartungskosten sowie eine Senkung von CO2- und anderen Treibhausgasemissionen. Das Projekt wird außerdem dazu beitragen, die armenischen Baustandards auf das in den EU-Rechtsvorschriften festgelegte Niveau zu bringen. Die öffentlichen Gebäude, die Bestandteil des Projekts sind, werden, soweit möglich, Erneuerbare Energien nutzen, widerstandsfähiger gegenüber Erdbebenrisiken und leichter zugänglich für behinderte Menschen werden.

Projekt Abfallwirtschaft Eriwan

Das Projekt umfasst die Ablösung der derzeitigen gesundheitsschädlichen Deponie durch einen neuen Standort, der höhere Gesundheitsstandards erfüllt, sowie die Einführung von Abfalltrennungsmaßnahmen in Eriwan und den umliegenden Gegenden, die einer Bevölkerung von insgesamt 1,9 Millionen Menschen zugutekommen. Das ehrgeizige Projekt wurde durch eine heute mit der Partnerschaft für Energieeffizienz und Umwelt in Osteuropa (E5P) unterzeichnete Finanzhilfevereinbarung ermöglicht. Aus den Zuschussmitteln der E5P in Höhe von 2 Millionen Euro werden geeignete Stilllegungsmaßnahmen für die bestehende Deponie finanziert.

Die EIB unterstützt das Projekt mit einem im Jahr 2015 unterzeichneten Darlehen über 8 Millionen Euro. Das Projekt wird von der EBWE mit einem Darlehen über 8 Millionen Euro und einem Zuschuss für technische Hilfe von 1,9 Millionen Euro kofinanziert. Außerdem werden aus der Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF) der EU Zuschussmittel von 8 Millionen Euro und aus der Fazilität für kommunale Vorhaben Zuschussmittel von 0,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Vazil Hudák, der für Finanzierungen in Armenien zuständige EIB-Vizepräsident: „Mit diesem ersten direkten Darlehen an die Stadt Eriwan zeigt die EIB, dass sie bei Energieeffizienz-Projekten in Armenien an vorderster Front stehen kann und dabei die Einrichtungen, die diese umsetzen werden, aktiv unterstützt. Zum ersten Mal können wird durch diese gemeinsamen Bemühungen mit unseren Partnern auch größere Vorhaben in der Abfallwirtschaft unterstützen, die die Lebensqualität der Einwohner der armenischen Hauptstadt verbessern werden.“

Taron Margarjan, der Bürgermeister von Eriwan: „Wir messen der Zusammenarbeit mit der EIB in verschiedenen Bereichen der städtischen Wirtschaft, die einen großen Stellenwert für Eriwan haben, eine besondere Bedeutung bei. Ich freue mich sehr, dass wir bereits Projekte erfolgreich umgesetzt haben. Momentan setzen wir Programme in den Bereichen Abfallwirtschaft, U-Bahn usw. um. Ich bin überzeugt, dass eine erfolgreiche Umsetzung dieser Programme und ihre Effizienz dazu führen werden, dass wir künftig unsere Zusammenarbeit auf weitere Bereiche ausweiten. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch einmal betonen, dass es sich bei dem Projekt Energieeffizienz Eriwan um ein einzigartiges Projekt handelt, nicht nur weil es sich positiv auf den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen auswirkt, sondern auch weil die Stadt Eriwan zum ersten Mal ein nicht staatliches Darlehen unterzeichnet. Dies ist das erste und hoffentlich eines der besten Beispiele für die Zusammenarbeit der Gebergemeinschaft. Die Stadt Eriwan ist bereit, über alle Programme zu reden, die auf das Wohl der Hauptstadteinwohner abzielen.“

Die EIB hat in Armenien bisher Darlehen in Höhe von etwa 322 Millionen Euro zugesagt. Dieses Engagement ist ausgewogen und unterstützt die wichtigsten Bereiche der armenischen Wirtschaft. Die Darlehen betreffen Projekte für Verkehrsinfrastruktur (z. B. U-Bahn Eriwan, der Nord-Süd-Korridor, die Fernstraße M6), Energie (Kaukasus-Übertragungsnetz), die Wasser- und Abfallsektoren sowie grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte sowie indirekt Projekte mit KMU, die über Partnerbanken günstige Finanzierungen mit langen Laufzeiten erhalten.