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©Anne-Cécile Auguin/EIB

Anlässlich der Veranstaltung Paris Infraweek haben die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Société du Grand Paris heute die Unterzeichnung eines zweiten Finanzierungsvertrags über eine Milliarde Euro für die Linie 15 Süd des Grand Paris Express bekannt gegeben. Damit steigt der Gesamtbeitrag der EIB auf zwei Milliarden Euro, nachdem sie bereits 2016 ein Darlehen von einer Milliarde Euro vergeben hatte. Der neue Darlehensvertrag wurde von EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle und Philippe Yvin, Vorstandsvorsitzender der Société du Grand Paris, in Anwesenheit von Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire unterzeichnet.

Das außergewöhnlich hohe Darlehen der EIB konnte dank ihres AAA-Ratings zu besonders attraktiven Konditionen vergeben werden und ist für die Société du Grand Paris eine wichtige Finanzierungskomponente, um das Projekt weiter voranzubringen. Die Mittel sind für den Bau der Linie 15 Süd des Grand Paris Express bestimmt, die die westlich von Paris gelegene Endstation Pont de Sèvres in weniger als 40 Minuten Fahrzeit mit der östlich gelegenen Endstation Noisy Champs verbinden soll.

„Mit dem neuen Darlehen erhöht die EIB ihren Finanzierungsbeitrag zum Bau des Grand Paris Express um eine Milliarde Euro. Wir möchten den Einwohnern der Ile-de-France zu einem nachhaltigen und hochwertigen Verkehrsangebot verhelfen, das ihren Alltag spürbar verbessert. Die Finanzierung unterstreicht die vorrangige Bedeutung einer modernen und effizienten Infrastruktur, die in der Stadt und der ganzen Region zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt.“

Ambroise Fayolle, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank 

 „Das langfristige Darlehen (höchstens 40 Jahre) mit einem sehr günstigen Zinssatz ist auf die Bedürfnisse der Société du Grand Paris zugeschnitten. Das Finanzierungsmodell des Grand Paris Express stützt sich auf langfristige Darlehen, ergänzt durch Steuereinnahmen von rund 550 Millionen Euro pro Jahr, die für strategische Investitionen in Frankreich bestimmt sind.“ 

Philippe Yvin, Vorstandsvorsitzender der Société du Grand Paris 

Als größter europäischer Geldgeber für Infrastrukturprojekte in Frankreich hat die EIB seit Januar 2016 bereits 7,8 Milliarden Euro für eine moderne und nachhaltige Infrastruktur in den Bereichen städtischer Verkehr, Breitbandausbau, Sekundar- und Hochschulen und Krankenhäuser bereitgestellt. Mehr als die Hälfte der Finanzierungen der EIB in Frankreich betreffen Infrastrukturvorhaben. Dies ist mehr als durchschnittlich in den anderen europäischen Ländern üblich.