>@Marco Santarelli/EIB
©Marco Santarelli/EIB

Terna und die Europäische Investitionsbank (EIB) unterzeichneten heute einen Vertrag über ein Darlehen von 130 Millionen Euro zur Unterstützung der Investitionen für die öffentliche Komponente des Projekts „Piemont–Savoyen“. Es handelt sich um eine neue 320-kV-Gleichstrom-Verbundleitung zwischen Italien und Frankreich. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 22 Jahren mit einem festen Zinssatz von 1,64 Prozent. 

„Wir sind sehr stolz über den Beitrag, den die Europäische Investitionsbank zu diesem Projekt von strategischer Bedeutung leistet. Die Verbundleitung wird zur Effizienz und Sicherheit des gesamten europäischen Verbundnetzes sowie zur Schaffung des europäischen Elektrizitätsbinnenmarktes beitragen“, erklärte Luigi Ferraris, der Geschäftsführer von Terna. „Die Verbundleitung nach Frankreich ist angesichts der implementierten technischen Lösungen eine innovative und weltweit einzigartige Infrastruktur. Sie ermöglicht es, Nachhaltigkeit und Ausbau gemäß dem Investitionsplan von Terna für Italien miteinander zu vereinbaren.“

 „Die Finanzierung zeigt das Engagement der Bank der Europäischen Union in dem wichtigen Sektor der Energienetze und stärkt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Terna: In den vergangenen Jahren unterstützten wir das Unternehmen bei seinen wichtigsten Investitionsplänen zur Modernisierung und zum Ausbau des Stromübertragungsnetzes mit Finanzierungen in Gesamthöhe von einer Milliarde Euro“, sagte EIB-Vizepräsident Dario Scannapieco.

Die Hochspannungs-Verbundleitung „Piemont–Savoyen“ zwischen Piossasco (Italien, bei Turin) und Grande-Île (Ortschaft Sainte-Hélène-du-Lac in Frankreich) sieht (von öffentlicher und von privater Seite) eine grenzüberschreitende Verbundleistung von insgesamt 1 200 MW vor. Das Projekt, bei der eine weltweit einzigartige technische Lösung zur Anwendung kommt, wurde von der Europäischen Kommission als ein Vorhaben von gemeinsamem Interesse auf EU-Ebene anerkannt. Mit einer Länge von 190 Kilometern, die sich gleichmäßig auf das italienische und das französische Staatsgebiet verteilen, handelt es sich um die längste unterirdisch verlegte Gleichstromleitung der Welt, die vollständig in die Verkehrsinfrastruktur eingebunden und somit „unsichtbar“ ist.

Das Vorhaben zeigt erneut das Engagement von Terna im Hinblick auf Nachhaltigkeit und die Rücksichtnahme auf regionale Gegebenheiten und steht in Einklang mit der Wachstumsstrategie, die steigende Investitionen mit dem Ziel einer maximalen Sicherheit, minimalen Umweltwirkung und der Reduzierung der Netzkosten verbindet. Außerdem steht die Operation in Einklang mit den wichtigsten Finanzierungszielen der EIB in den Bereichen Energie und Umwelt.

Nach ihrer Fertigstellung – die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 geplant – wird die Stromleitung „Piemont–Savoyen“ die vierte Verbundleitung zwischen Italien und Frankreich sein. Sie wird es ermöglichen, die Verbundleistung zwischen den beiden Ländern um etwa 40 Prozent zu erhöhen, und so die Integration und die Wettbewerbsfähigkeit des Strommarktes in Einklang mit den EU-Zielen steigern.