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EIB
  • Erste Partnerschaft zwischen EIB Global und WTO-Sekretariat soll weltweit nachhaltigen Handel und Investitionen stärken
  • Ziel sind weniger Handels- und Investitionshemmnisse und neue Chancen für Partnerländer und europäische Unternehmen
  • Auf dem Forum der EIB-Gruppe unterzeichnete Vereinbarung ebnet Weg für Pilotinitiative zur Erleichterung von Handel und Investitionen; Initiative kombiniert Regulierungsreformen mit EIB-Finanzierungen zunächst in Subsahara-Afrika

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) und das Sekretariat der Welthandelsorganisation (WTO) wollen sich gemeinsam für nachhaltigen Welthandel und Wirtschaftsentwicklung engagieren. Die EIB Global, der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für internationale Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierung, hat heute mit dem WTO-Sekretariat eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit bei Investitionsförderung, Handelserleichterungen und Kapazitätsaufbau im Bereich Handel unterzeichnet. Durch die Vereinbarung können Partnerländer von der finanziellen Schlagkraft der EIB in Kombination mit der Reformagenda der WTO profitieren.

Die Absichtserklärung, die auf dem Forum der EIB-Gruppe in Luxemburg unterzeichnet wurde, betrifft auch die neue „EIB–WTO Trade and Investment Facilitation Initiative“. Diese Initiative zur Erleichterung von Handel und Investitionen soll Kapital mobilisieren, bessere Investitionsvorschriften fördern und den Handel zwischen der EU und Partnerländern stärken. Die Initiative wird in Abstimmung mit der Europäischen Kommission entwickelt und soll Chancen für Handel und Investitionen eröffnen, die für beide Seiten vorteilhaft sind und den Prioritäten von Global Gateway entsprechen. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt auf ausgewählten Partnerländern in Subsahara-Afrika und auf strategisch wichtigen Bereichen wie grüne und digitale Wende, Gesundheit, allgemeine und berufliche Bildung, nachhaltiges Wachstum und Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze.

Nadia Calviño, Präsidentin der EIB Gruppe: „Europa ist ein entschiedener Verfechter eines fairen, regelbasierten Welthandels. Diese Vereinbarung zwischen der Europäischen Investitionsbank und dem Sekretariat der Welthandelsorganisation trägt dazu bei, den handelspolitischen Dialog in konkrete, wirkungsstarke Investitionen umzusetzen. Sie hilft den Partnerländern, mehr und bessere Investitionen anzuziehen. Gleichzeitig bringt sie Reformen voran und schafft neue Handelsmöglichkeiten für europäische Unternehmen. Außerdem stärkt sie Win-win-Partnerschaften, die auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamem Wohlstand basieren. Und die brauchen wir heute mehr denn je.“

Die Vereinbarung sieht zudem gemeinsame Analysen und Studien vor. Ziel ist der Austausch von Erkenntnissen zu globalen Trends bei Investitionen und Handel – für fundierte strategische und operative Entscheidungen. Außerdem wollen beide Seiten in den Partnerländern Handel, Investitionen und die Regulierungsrahmen stärken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem „Investment Facilitation for Development Agreement“, an dem sich mehr als drei Viertel der WTO-Mitglieder beteiligen. Dabei handelt es sich um das erste globale Regelwerk, das durch Bürokratieabbau und eine bessere Regulierung ausländische Direktinvestitionen fördert.

Ngozi Okonjo-Iweala, Generaldirektorin der WTO: „Die neue Partnerschaft von EIB und WTO ist ein wichtiger Schritt für mehr Finanzierungen und ein stärkeres Investitionsumfeld in Entwicklungsländern. In einer Zeit, in der es weltweit mehr ausländische Direktinvestitionen braucht, bietet das Investment Facilitation for Development Agreement den Mitgliedern einen praktischen Rahmen, um Risiken zu mindern, mehr Transparenz zu schaffen und die Regulierung berechenbarer zu machen. Diese Partnerschaft verbindet Reformen mit Finanzierungen, die Katalysatorwirkung haben. So lassen sich private Investitionen in strategischen Bereichen mobilisieren – von kritischen Mineralien über digitale Technologien bis zur Bioökonomie. Wir fangen mit einer Gruppe afrikanischer Länder an und weiten unsere Pilotinitiative dann nach und nach aus.“

Zentraler Bestandteil der neuen Vereinbarung ist die „EIB–WTO Trade and Investment Facilitation Initiative“, die zunächst in Afrika anläuft und Regulierungsreformen, Investitionsplanung und Projektvorbereitung umfasst. Die EIB und das WTO-Sekretariat helfen Ländern bei der Bedarfsanalyse und der Entwicklung operativer Aktionspläne, die ermitteln, welche Reformen konkret notwendig sind, um Investitionen anzustoßen.

Anschließend unterstützt die EIB mit Beratung bei der Projektvorbereitung, damit vorrangige Investitionen schneller finanzierungsreif werden. Mit Finanzierungen und Kombinationsinstrumenten kann die EIB dann zusätzliches privates Kapital für Investitionen in die langfristige, nachhaltige Entwicklung mobilisieren.

Parallel dazu arbeitet die EIB an weiteren Initiativen, die europäischen Unternehmen helfen, mehr und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu exportieren und in der EU und anderen Regionen zu investieren.

Hintergrundinformationen

EIB-Gruppe

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.

2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 13 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).

Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website.

EIB Global

Die EIB Global ist der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für wirksamere internationale Win-win-Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierungen sowie ein zentraler Partner von Team Europa und der Global-Gateway-Strategie der EU. Über unsere Büros in aller Welt bringt die EIB Global die EIB-Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort.

Kontakt

Begum Iman

Referenz

2026-084-DE