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©Mélanie Wenger - Isopix/To be defined

Die EIB beweist der Société wallonne des eaux (SWDE) erneut ihr Vertrauen und unterzeichnet ein neues Darlehen über 200 Millionen Euro zur Unterstützung von Modernisierungsvorhaben des wichtigsten Wasserversorgers der Wallonischen Region Belgiens im Zeitraum 2017-2019. Die Finanzierungsoperation kommt – zum Wohle der Verbraucher und der Umwelt – der Wasserqualität, den Anlagen und einer Bewirtschaftung zugute, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. 

Heute, am 14. November 2016, unterzeichneten Pim van Ballekom, der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), und Eric Smit, Vorstandsvorsitzender der Société wallonne des eaux (SWDE), in Verviers den Darlehensvertrag über 200 Millionen Euro für die Investitionen der SWDE in den kommenden drei Jahren.

Ein drittes Darlehen innerhalb von zehn Jahren

Seit 2006 kamen der SWDE zwei Darlehen der Europäischen Investitionsbank im Gesamtbetrag von 275 Millionen Euro zugute.  Dank dieser Mittel konnte die SWDE ihre Wassergewinnungskapazität aus Stauseen (Eupen und Gileppe im Osten Belgiens) und Tagebauwasser (Anlage „Transhennuyère“) mit dem Bau von Nanofiltrationsanlagen für die Trinkwasseraufbereitung von Rohwasser und die Einrichtung eines dritten Absetzbeckens an der Talsperre von Nisramont ausbauen. Gleichzeitig konnten durch die Mittel die Modernisierung und der Ausbau der Verteilungsnetze, der Austausch von Bleirohren und der Bau neuer Betriebszentren (in Aye, Stembert und Gaurain-Ramecroix), die besser geeignet, besser ausgestattet, günstiger gelegen und leistungsstärker im Hinblick auf Energieverbrauch und Umweltschutz sind, beschleunigt werden.

Zuverlässigkeit der Wasserversorgung

Die SWED wird auch in den kommenden Jahren ihr Netz weiter erneuern und ebenfalls für die Sicherheit der Wasserversorgung in der gesamten Wallonischen Region sorgen müssen, indem sie die Bevölkerungsentwicklung und das Wachstum von Gewerbegebieten berücksichtigt.  Dafür muss sie die Gebiete, in denen überschüssiges Wasser gewonnen wird, mit denen verbinden, in denen Wasser knapp wird. Diese Vorhaben sind Bestandteil des regionalen Leitplans der Wasserressourcen und erfordern Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.

Die Vertreter der EIB nahmen an einer Demonstration der Fernwirkanlage teil, die die SMDE in den kommenden fünf Jahren für tausend Anlagen zur Wasserfassung, -aufbereitung und -speicherung einführen wird. Dieses Projekt ermöglicht eine bessere Kontrolle des eingespeisten und ausgehenden Wassers und wird dazu beitragen, das strategisch wichtige Ziel von geringeren Wasserverlusten in den Verteilungsnetzen zu erreichen.

Eric Smit, der Vorstandsvorsitzende der SWDE, begrüßte den Beschluss des EIB-Verwaltungsrates, der SWDE ein neues Darlehen zu gewähren, der im Anschluss an eine strenge Prüfung künftiger Projekte und eines Besuchs vor Ort zur Beurteilung bereits durchgeführter Projekte gefasst worden war.  Er erklärte, dass die EIB nunmehr der wichtigste Darlehensgeber der SWDE sei, und zwar zu sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, die eine Unterstützung der Modernisierungsvorhaben ermöglichen und dabei gleichzeitig die finanzielle Belastung und somit auch die Auswirkungen auf den Kubikmeterpreis, der den Haushalten in Rechnung gestellt wird, gering halten.

Anlässlich der Unterzeichnung erklärte EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom: „Ich gratuliere der SWDE zu ihrem Modernisierungsprogramm. Die Wasserqualität und die Sicherheit der Wasserversorgung sind von großer Bedeutung. Wir halten sie in unseren Gesellschaften für selbstverständlich. Aber das sind sie nicht. Es bedarf umfangreicher Investitionen und eines großen Know-hows, um sie zu erhalten. Wir freuen uns, diese neue Partnerschaft schließen zu können. Dabei erfüllen wir unsere Aufgabe als Bank der EU an der Seite der SWDE, damit diese ihre Projekte rasch und günstig durchführen kann und die Wallonen einen möglichst niedrigen tatsächlichen Kostenpreis zahlen müssen.“

Die EIB verfolgt dabei ihre Ziele im Umweltbereich, unterstützt die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Infrastruktur, die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Dienstleistungen und unterstützt die Region dabei, die Anforderungen der EU-Rechtsvorschriften einzuhalten. Dem Wassersektor Belgiens kamen in den vergangenen zwei Jahrzehnten Finanzierungen im Gesamtbetrag von mehr als 4 Milliarden Euro zugute, davon waren 1,8 Milliarden Euro für Projekte von Partnern der Wallonischen Region (SWDE, CILE, SPGE) bestimmt.

Speech of EIB Vice-President Van Ballekom

Powerpoint