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Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben heute eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine intensivere Zusammenarbeit bei der Verwirklichung der neuen Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 anstrebt.

Die Vereinbarung wurde von EIB-Präsident Werner Hoyer und UNDP-Leiterin Helen Clark am Rande der Jahrestagung von Weltbank und IWF in Washington D.C. unterzeichnet und sieht eine erweiterte Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen vor. Hierzu zählen der Klimaschutz, die Bewältigung von Herausforderungen wie der anhaltenden Migrations- und Vertreibungskrise sowie die Förderung integrativer Märkte und des Unternehmertums zur Schaffung dringend benötigter Arbeitsplätze, insbesondere für junge Menschen.

„Die Ziele für nachhaltige Entwicklung können wir nur erreichen, wenn wir uns den größten Herausforderungen weltweit stellen. Oftmals sind fragile Konfliktgebiete betroffen, in denen die Menschen besonders schutzbedürftig und die Nöte besonders akut sind“, so Helen Clark in einer Erklärung.

„Die verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern wie der EIB, die über umfassende Investitionskapazitäten, hohe Hebelwirkung und Know-how in der Entwicklungsfinanzierung verfügt, wird es uns ermöglichen, diese Aufgabe zu bewältigen und dabei niemanden zurückzulassen.“

Werner Hoyer erklärte dazu: „Die weltweite Präsenz, die lokalen Kenntnisse, das technische und politische Know-how des UNDP sowie seine hohen sozialen und ökologischen Standards machen das Programm zum idealen Partner für die EIB.“

„Als die Bank der Europäischen Union begrüßen wir diese Gelegenheit zum Aufbau einer langfristig angelegten Partnerschaft mit dem UNDP. Der für die Zusammenarbeit formulierte Aktionsplan bietet uns eine hervorragende Basis, um auf unserer höchst erfolgreichen Zusammenarbeit in den Ländern des Westbalkans, in Armenien, Moldawien, Serbien und der Ukraine aufzubauen und die Kooperation auszudehnen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Schaffung einer nachhaltigeren, friedlicheren und widerstandsfähigeren Welt.“

Die heute unterzeichnete Absichtserklärung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen UNDP und EIB zu straffen, zu vereinfachen und zu stärken. Das finanzielle und technische Know-how der EIB wird mit den profunden länderspezifischen Kenntnissen und dem Fachwissen im Bereich Kapazitätsaufbau des UNDP gebündelt. Das dürfte zu einer größeren Reichweite, einem höheren nachhaltigen Entwicklungseffekt, zu besseren Darlehensergebnissen und reduzierten Darlehenskosten führen und innovative, hochwirksame Instrumente und Lösungen fördern.

Hintergrundinformationen:

Über das UNDP und die EIB

Das UNDP arbeitet mit einem breiten Spektrum von Partnern zusammen, um die Widerstandskraft von Gemeinschaften und Nationen gegenüber Krisen zu stärken und Wachstum zu fördern, von dem alle profitieren können. Als führende Entwicklungsagentur der Vereinten Nationen bringt das UNDP globale Fachkompetenz und lokale Kenntnisse in Projekte und Programme in fast 170 Ländern und Gebieten ein.

Das UNDP legt seinen Schwerpunkt darauf, Länder bei der Entwicklung und dem Austausch von Lösungen in drei Bereichen zu unterstützen: nachhaltige Entwicklung, demokratische Staatsführung und Friedensförderung sowie Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel und Katastrophen. Das UNDP setzt sich mit seiner gesamten Arbeit dafür ein, die Menschenrechte zu schützen, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und arme, schutzbedürftige und ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen zu stärken.

Die EIB ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die 28 Mitgliedstaaten der EU. Die EIB finanziert vor allem Projekte innerhalb der EU. Sie ist jedoch seit über 50 Jahren auch in Ländern außerhalb der EU tätig und unterstützt dort aktiv die Entwicklungszusammenarbeit der EU.

Im vergangenen Jahr stellte die EIB-Gruppe fast 8 Milliarden Euro für die Finanzierung von Projekten und Initiativen außerhalb Europas zur Verfügung. Ihre Tätigkeit erstreckt sich auf 160 Länder. Dazu gehören auch Länder mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen und Länder, die mit akuten Wirtschafts- oder Regierungskrisen konfrontiert sind. Mit ihren Aktivitäten außerhalb der EU unterstützt die Bank die Ziele der EU-Agenda für den Wandel und die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.

Nützliche Links:

Globale Herausforderungen gemeinsam bewältigen: http://www.eib.org/about/global-cooperation/index.htm

Die EIB außerhalb der EU: http://www.eib.org/attachments/country/eib_rem_annual_report_2015_overview_en.pdf