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Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) hat ein von der EIB gefördertes Projekt als „wegweisend“ im Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet. Das Projekt dient dem Schutz der biologischen Vielfalt in Peru und soll Bauern dazu motivieren, ökologisch nachhaltige Kakaopflanzen anzubauen.

Die Förderung für das Tambopata REDD+-Projekt in Madre de Dios wird aus dem Klimafonds Althelia bereitgestellt. Der Schwerpunkt dieses innovativen Fonds liegt auf Vorhaben in Lateinamerika und Afrika. Die Europäische Investitionsbank (EIB) zählt zu den maßgeblichen Investoren des Fonds und hat den Klimafonds seit seiner Gründung im Jahr 2013 mit Know-how und Finanzierungsmitteln von über 15 Millionen Euro unterstützt. Die EIB ist weltweit der größte Geldgeber für Klimaschutzprojekte und Wegbereiter für innovative Ansätze im Bereich der Klimafinanzierung.

Das Projekt des Fonds fördert den nachhaltigen Kakaoanbau und ist einer von 16 Preisträgern, die 2015 im Rahmen  der UN-Initiative Momentum for Change für Vorzeigeprojekte (Lighthouse Activities) ausgezeichnet wurden. Das Vorhaben unterstützt über 1 000 Bauern beim nachhaltigen Anbau von Kakao und schützt gleichzeitig die biologische Vielfalt im Tambopata-Naturreservat und im Nationalpark Bahuaha-Sonene.

Die Auszeichnung ist Teil umfassenderer Bemühungen der UN in einer Zeit, in der nationale Regierungen auf die Vereinbarung eines neuen globalen Klimaschutzabkommens Ende des Jahres in Paris hinarbeiten.

Der Klimafonds Althelia und das Vorhaben wurden für ihren innovativen und inklusiven Finanzierungsansatz gewürdigt, der leistungsbezogene Zahlungen vorsieht: Die Bauern erhalten Finanzierungsmittel unter der Bedingung, dass sie auf weitere Abholzungen verzichten, 4 000 Hektar geschädigter Flächen durch Kakaoanbau in Agroforstsystemen sanieren und dass ein Teil der Erlöse aus dem Kakaoverkauf an die Investoren ausgezahlt wird. Darüber hinaus wird das Projekt die Bauern dabei unterstützen, eine Fairtrade-Zertifizierung und Bio-Zertifizierung zu erhalten. Das gewährleistet faire Arbeitsbedingungen und umweltfreundliche Anbaumethoden.

In den letzten 5 Jahren hat die Europäische Investitionsbank Finanzierungen im Volumen von rund 100 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen innerhalb und außerhalb Europas bereitgestellt. Im letzten Monat legte die EIB ein neues Ziel von 35 Prozent für Klimaschutzfinanzierungen in Entwicklungsländern fest. Schwerpunkte der neuen Klimastrategie der EIB sind zudem die Wirkungssteigerung von Klimafinanzierungen sowie eine verstärkte Unterstützung für Anpassungsmaßnahmen in Ländern, die besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels sind.

Wichtige Fakten zum Tambopata REDD+-Projekt:

  • Das Vorhaben schützt 570.000 Hektar Regenwald, wodurch bis zum Jahr 2020 der Ausstoß von 4,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden wird.
  • Das durch Emissionsgutschriften besicherte Darlehen des Klimafonds in Höhe von 7 Millionen US-Dollar wird durch die Emissionsreduktionseinheiten (Kohlenstoffgutschriften) des Projekts vollständig abgesichert. Das heißt, dass zusätzliche Emissionsminderungsfinanzierungen mobilisiert werden, um den Schutz des Waldbestands und die Sanierung geschädigter Flächen zu unterstützen. Davon profitieren die Kleinbauern, denen andernfalls Finanzierungsmittel fehlen würden.
  • FONDAM, ein Schuldenumwandlungsfonds zwischen Peru und den USA, gewährt Zuschüsse von 2 Millionen US-Dollar zur Kofinanzierung des Projekts.
  • Mit der Investition soll die ohne Abholzung erfolgende Produktion von jährlich mindestens 3.200 Tonnen zertifizierten Biokakaos für den fairen Handel ermöglicht werden. Dieser Kakao wird über eine Bauerngenossenschaft verkauft, was für höhere Preise und die lückenlose Rückverfolgbarkeit des Produkts sorgen wird.