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Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt 8,5 Mrd CZK (rund 350 Mio EUR) für den Ausbau der Linie A der Prager U-Bahn im Nordwesten der tschechischen Hauptstadt.

Der Ausbau des U-Bahn-Netzes ist eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben, die derzeit von der Stadt Prag durchgeführt werden. Das Projekt wird dazu beitragen, die Zugänglichkeit und Sicherheit sowie den Komfort und die Kapazität des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern. Durch den Ausbau wird die Linie A an verschiedenen Haltestellen Zugang zu anderen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn) und Park-and-Ride-Anlagen gewährleisten. Das Projekt wird daher nicht nur die Lebensqualität der Einwohner Prags sondern auch die tausender Berufspendler verbessern. Die Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs und der Rückgang der Pkw-Nutzung sowie die damit einhergehende Verkehrsentlastung werden sich positiv auf die städtische Umwelt Prags auswirken.  

Das Darlehen der EIB dient der Finanzierung der 6,1 km langen zweigleisigen Verlängerung einer der drei bestehenden Prager U-Bahn-Linien. Die Linie A soll von ihrer derzeitigen Endstation Dejvická im Nordwesten Prags unter der nach Westen führenden Evropská Straße in südwestlicher Richtung bis zum Krankenhaus in Motol verlaufen. Das Krankenhaus in Motol ist eines der wichtigsten Gesundheitseinrichtungen Prags. Das gesamte Land wird von dieser direkten und schnellen öffentlichen Nahverkehrsverbindung profitieren. Der Ausbau wird auch den Bau von vier neuen Bahnhöfen einschließen.

Mit dem Darlehen wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Prag fortgesetzt. Die Bank hat der Stadt in der Vergangenheit bereits vier Darlehen zur Finanzierung ihres Investitionsprogramms zur Verfügung gestellt. Diese betrafen u.a. den Ausbau des städtischen U-Bahn-Netzes, die Modernisierung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur sowie die Sanierung städtischer Infrastruktureinrichtungen nach den verheerenden Überschwemmungen des Jahres 2002. Die EIB ist daher ein wichtiger Finanzierungspartner der Stadt, der auch in Zeiten der Wirtschaftskrise dringend notwendige langfristige Mittel bereitstellt.