- Verwaltungsräte der EIB-Gruppe billigen 6 Mrd. Euro, unter anderem für modernere Stromnetze in Deutschland und Unternehmenswachstum in der Slowakei
- Frisches Geld für die Entwicklung klimaresilienter Nutzpflanzen und Gemüsesorten
- EIF-Verwaltungsrat bestätigt Präsidentin Calviño als Vorsitzende und erhöht Kohäsionsförderung in Mittel- und Osteurop
Die Verwaltungsräte der Europäischen Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) haben heute neue Finanzierungen von 6 Milliarden Euro genehmigt. Gefördert werden saubere Energie, eine klimaresiliente Landwirtschaft und Europas Wettbewerbsfähigkeit.
Der Verwaltungsrat der EIB billigte Finanzierungen für erneuerbare Energie in Österreich, modernere Stromnetze in Deutschland, Energieeffizienz-Maßnahmen in Gebäuden in der Slowakei und in Schweden und eine neue Anlage für die Lebensmittelproduktion in Portugal. Genehmigt wurde auch ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt für neue Saatgut-Varianten für Feldfrüchte und Gemüse, die europaweit höhere Erträge bringen und dem Klimawandel trotzen.
Das Finanzierungspaket beinhaltet zudem zusätzliche Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Spanien und der Slowakei. Dabei liegt der Fokus auf Firmen in weniger entwickelten Regionen.
Nadia Calviño, Präsidentin der EIB-Gruppe: „Saubere Energie ist entscheidend für Europas Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Die neuen Investitionen der EIB-Gruppe in Netze, Erneuerbare und Effizienz helfen, unsere Energieunabhängigkeit zu sichern. Sie fördern Bezahlbarkeit, Landwirtschaft und Zusammenhalt – für neue Chancen und Wohlstand in ganz Europa.“
Umsetzung der EU-Prioritäten
Die neuen Finanzierungen fließen auch in die Stadtentwicklung, die Gesundheit und den Verkehr. Gefördert werden bezahlbarer Wohnraum in Italien, der Ausbau und die Sanierung von Trinkwassernetzen in den Niederlanden, die Modernisierung von Krankenhäusern in Frankreich und Spanien sowie eine grüne Hafeninfrastruktur in Litauen.
Der Verwaltungsrat des Europäischen Investitionsfonds (EIF) genehmigte mehrere Investitionen in Mittel- und Osteuropa. Dazu gehören ein Deeptech-Transferfonds, ein Infrastrukturfonds mit Fokus auf Erneuerbare sowie vier Garantievereinbarungen zur Mobilisierung von Finanzierungen für KMU. Diese Initiativen stärken den wirtschaftlichen Zusammenhalt und beleben lokale Investoren-Netzwerke. Der EIF billigte zudem vier TechEU-Operationen, die die Finanzierung für europäische Innovatoren erleichtern.
Vorsitz des EIF-Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat des EIF hat die Präsidentin der EIB-Gruppe Nadia Calviño erneut zur Vorsitzenden ernannt. Das gewährleistet Stabilität und eine kontinuierliche Führung in einer für Investitionen in ganz Europa entscheidenden Phase. Unter ihrem Vorsitz wird der EIF weiterhin maßgeblich zu europäischen Prioritäten wie Innovation, Digitalisierung und Sicherheit beitragen. Präsidentin Calviño betonte, wie wichtig es ist, die Stärken des EIF und seine einzigartige Position innerhalb der EIB‑Gruppe zu nutzen.
Förderung starker globaler Partnerschaften
Außerhalb der EU genehmigte die EIB Finanzierungen für außerschulische Bildungsangebote in Armenien, für Unternehmen in Neukaledonien und für den Zugang zur Frauen- sowie sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Afrika. Diese Projekte tragen zur Global-Gateway-Strategie der EU bei. Sie fördern enge Partnerschaften und stärken Europas Stimme in der Welt.
Hintergrundinformationen
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe. Er erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang 15 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 43 Unternehmen unterstützt, darunter 11 Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).
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