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Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt den Bau des Norther-Windparks vor der belgischen Küste mit einem Darlehen von 438 Millionen Euro. Die Hälfte des Darlehensbetrags wird durch die Garantie des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) abgesichert, der das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa der Juncker-Kommission bildet.

Norther ist das dritte Windparkprojekt vor der belgischen Küste, das durch den EFSI unterstützt wird. Nach der Fertigstellung werden die 44 Turbinen schätzungsweise 352 MW* erzeugen – genug, um rund 324 000 belgische Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Der Windpark wird die Treibhausgasemissionen um jährlich 593 000 Tonnen CO2-Äquivalente verringern.

Mit den Bauarbeiten soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Der Windpark wird voraussichtlich im Sommer 2019 in Betrieb genommen. Der Beschäftigungseffekt des Projekts während der Bauzeit dürfte rund 2 530 Personenjahre betragen. Nach der Inbetriebnahme dürften weitere 16 Vollzeitstellen entstehen. Die Gesamtprojektkosten werden auf ungefähr 1,1 Milliarden Euro veranschlagt. Nahezu 40 Prozent dieser Kosten würden durch das EIB-Darlehen abgedeckt. Die Turbinen, die in dem Windpark zum Einsatz kommen, gehören zu den größten der Welt. Sie haben eine Nennleistung von 8 MW, die bei geeigneten Windverhältnissen noch um fünf Prozent gesteigert werden kann.

EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom erklärte: „Erneuerbare Energien gehören zu den langfristigen Zielen der EIB. Die Unterzeichnung des Darlehensvertrags zeigt, dass Belgien es ernst meint und von einer CO2-intensiven Stromerzeugung abrücken will. In den vergangenen fünf Jahren hat die EIB mehr als 880 Millionen Euro für Windkraftprojekte in Belgien vergeben. Damit möchte sie einem großen Teil der belgischen Bevölkerung eine sichere, erschwingliche und diversifizierte Stromversorgung gewährleisten. Dank der Garantie des EFSI kann die Bank mehr Projekte dieser Art fördern, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen und die Energiewende unterstützen.“

Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič sagte: „Der heutige Darlehensvertrag zeigt nicht nur, was der EFSI für die Investitionstätigkeit tun kann, sondern auch, wie er Europa zu sicheren, erschwinglichen und umweltfreundlichen Energiequellen verhelfen kann. Ich glaube fest daran, dass die Investitionsoffensive Europa auch in den kommenden Jahren maßgeblich beim Übergang zu einer sicheren, wettbewerbsfähigen und CO2-armen Wirtschaft unterstützen wird.“



* Die Nennleistung von 352 MW kann unter gewissen Bedingungen bis auf 370 MW steigen. Das ausgewählte 8,0 MW-Turbinenmodell (V164) ist mit einem „Powermodus“ ausgestattet, der die Turbinenleistung bei geeigneten Windverhältnissen um 5 Prozent steigert.