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EIB-Präsident Werner Hoyer ist heute einem neuerlichen Finanzierungsaufruf von COVAX gefolgt, der globalen Initiative zur Sicherung eines weltweiten fairen Zugangs zu Coronaimpfstoffen.

Zusammen mit Führungsspitzen der Weltgesundheitsorganisation, der UNICEF, von COVAX sowie Ministerinnen und Ministern aus Kanada und Indonesien nahm Präsident Hoyer an der Veranstaltung „COVAX AMC Investment Opportunity“ teil. Er kündigte dort an, dass die EIB weitere 300 Millionen Euro zur Verfügung stellt, damit afrikanische Länder über COVAX zusätzliche Impfdosen beziehen können.

„Mit großer Freude bestätige ich, dass die EIB mit neuen Mitteln von 300 Millionen Euro dazu beiträgt, durch einen innovativen Kostenteilungsmechanismus Impfstoffe für Länder zu beschaffen, die am meisten unter der Pandemie leiden. So können wir dort Positives bewirken, wo Haushaltszwänge wirksame Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens einschränken“, so Hoyer.

Die neuen 300 Millionen Euro ergänzen den Beitrag der Bank vom vergangenen Jahr – 2021 stellte sie bereits eine Milliarde Euro für den Kauf von Impfstoffen zur Verfügung. Die Mittel sollen den akuten Bedarf in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara decken, wo die EIB mit einem Netzwerk von afrikanischen Partnern zusammenarbeitet, darunter dem Africa Vaccine Acquisition Task Team. Durch die innovative Finanzierung können afrikanische Länder rasch mehr Impfstoffe erwerben und ihre Impfquote von 30 Prozent auf 60 Prozent verdoppeln.

Als Teil von Team Europe hat die EIB COVAX immer tatkräftig unterstützt und schon im Dezember 2020, also noch vor der Zulassung eines Coronaimpfstoffes durch die Weltgesundheitsorganisation oder die Europäische Arzneimittel-Agentur, 400 Millionen Euro bereitgestellt.

Im November 2021 ergänzte sie ihren Beitrag um weitere 200 Millionen Euro. Beide Mittelzusagen waren Teil der allgemeinen Unterstützung von Team Europe zugunsten von COVAX und wurden aus Haushaltsmitteln der Europäischen Union gefördert.

Mit den Beiträgen der Europäischen Kommission, von EU-Ländern und der EIB stellte Team Europe mehr als drei Milliarden Euro zur Verfügung, um über COVAX weltweit einen fairen Zugang zu Coronaimpfstoffen zu sichern.

COVAX leitet die größte Beschaffungs- und Lieferaktion für Impfstoffe der Geschichte. Die Initiative wurde bei Ausbruch der Pandemie kurzfristig eingerichtet und hat bisher 144 Länder mit Coronaimpfstoffen versorgt. Anfang dieser Woche umfasste die Lieferung von 1,1 Millionen Impfdosen nach Ruanda die milliardste über COVAX beschaffte Dosis.

Es bleibt allerdings noch viel zu tun, weil fast die Hälfte der Erdbevölkerung noch nicht einmal den Erststich erhalten hat. COVAX und UNICEF benötigen in den kommenden drei Monaten mindestens 5,2 Milliarden US-Dollar, um einen Vorrat von 600 Millionen Dosen anzulegen, damit Länder mit begrenztem Zugang zu Impfstoffen die Verbreitung des Virus stoppen und Leben retten können.

Für den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Ghebreyesus ist COVAX ein Beispiel für „die Macht multilateraler Maßnahmen“.

„Die globale Zusammenarbeit und Finanzierungsbeiträge aus aller Welt sind die einzige Möglichkeit, das Virus zu besiegen. Es liegt in unserer Hand, ob die akute Phase der Pandemie 2022 endet oder weitergeht“, erklärte Ghebreyesus. Die weltweiten Führungsspitzen haben die Wahl, wobei „die anhaltende Ungleichheit zu Varianten wie Omikron geführt hat“, so seine Warnung.

Die Veranstaltung „COVAX AMC Investment Opportunity“ wurde von GAVI organisiert, der globalen öffentlich-privaten Allianz zur Sicherung des Zugangs zu Impfstoffen. GAVI leitet COVAX gemeinsam mit der Koalition für Innovationen in der Epidemievorsorge und der Weltgesundheitsorganisation.